Diplomarbeit, 2006
119 Seiten, Note: 2,0
Die Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über Erhaltungszüchtungen und Rückzüchtungen von Nutztierrassen in Deutschland zu geben. Sie untersucht, wie sich diese beiden Konzepte voneinander unterscheiden, welche Rassen von entsprechenden Programmen betroffen sind und welche kritischen Punkte bei der Durchführung solcher Programme bestehen.
Das erste Kapitel führt in das Thema der Erhaltungszüchtung und Rückzüchtung von Nutztierrassen ein. Dabei werden die grundlegenden Begriffe, wie Rasse, Rassenvielfalt und Gefährdungskriterien, erläutert. Kapitel 2 befasst sich mit den verschiedenen Erhaltungsstrategien, den Argumenten für und gegen die Erhaltungszucht sowie den züchterischen Grundlagen und Methoden.
Kapitel 3 beleuchtet exemplarisch drei Erhaltungszuchtprogramme für die Rassen Schwäbisch-Hällisches Schwein, Rotes Höhenvieh und Schwarzwälder Kaltblut. Die Kapitel 4 widmet sich drei Rückzüchtungsprogrammen für Deutsches Weideschwein, Auerochse/Ur und Tarpan. In den einzelnen Kapiteln werden die Ausgangssituation, die Geschichte der Rasse, die Zuchtziele und die Perspektiven des jeweiligen Programms beleuchtet.
Erhaltungszüchtung, Rückzüchtung, Nutztierrassen, Rassenvielfalt, Gefährdungskriterien, Erhaltungsstrategien, Inzucht, Heterosiseffekte, Zuchtprogramme, Schwäbisch-Hällisches Schwein, Rotes Höhenvieh, Schwarzwälder Kaltblut, Deutsches Weideschwein, Auerochse, Tarpan.
Erhaltungszüchtung bewahrt noch existierende, gefährdete Rassen vor dem Aussterben. Rückzüchtung versucht, bereits ausgestorbene Wild- oder Urformen (wie den Auerochsen) durch Kreuzung ähnlicher Rassen neu zu erschaffen.
Die moderne Landwirtschaft setzt auf Hochleistungsrassen, die auf maximale Erträge optimiert sind. Alte Rassen, die oft robuster, aber weniger produktiv sind, werden dadurch verdrängt.
In-situ bedeutet die Erhaltung im natürlichen Lebensraum (z.B. auf dem Bauernhof), während Ex-situ die Erhaltung außerhalb (z.B. in Genbanken oder Zoos) beschreibt.
Kritiker bemängeln die Inzuchtproblematik und das Risiko, dass die Rückzüchtungen zwar optisch dem Original ähneln, aber nicht dessen genetische und verhaltensbiologische Eigenschaften besitzen.
Bekannte Beispiele sind das Schwäbisch-Hällische Schwein, das Rote Höhenvieh und das Schwarzwälder Kaltblut.
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