Bachelorarbeit, 2007
48 Seiten, Note: 15 Punkte
Die vorliegende Arbeit widmet sich dem komplexen Phänomen von Gewalt im Sport. Sie untersucht die Ursachen und Erscheinungsformen von Gewalt im Sport und dessen Umfeld, wobei der Fokus auf Fußball gelegt wird. Das Ziel ist es, die wissenschaftlichen Ansätze zur Erklärung von aggressivem und gewalttätigem Verhalten im Kontext des Sports zu beleuchten.
Die Einleitung führt in die Thematik ein und beleuchtet die Relevanz des Themas im Kontext von Fußballspielen und Zuschauergewalt. Sie stellt den Zusammenhang zwischen Gewalt im Sport und dessen Umfeld heraus und erklärt die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit den Ursachen von gewalttätigem Verhalten. In Kapitel 1 wird der Begriff der Gewalt definiert und unterschiedliche Formen der Gewalt, die im Kontext des Sports relevant sind, werden vorgestellt. Darüber hinaus wird die Entwicklung und Bedeutung des modernen Sports in den Fokus gerückt, um den Zusammenhang zwischen Sport und Gewalt in einem historischen Kontext zu betrachten.
Kapitel 2 stellt die klassischen Theorien zur Erklärung aggressiven Verhaltens, wie das trieb- und instinkttheoretische Modell, die Frustrations-Aggressions-Theorie und lerntheoretische Ansätze, vor und diskutiert deren Relevanz für das Thema Sport und Gewalt. Im Anschluss erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit den Grenzen dieser Modelle.
In Kapitel 3 wird das Thema Sport und Gewalt fokussiert. Hierbei wird zwischen Gewalt im Sport selbst, d.h. Sportlergewalt, und Gewalt im Umfeld von Sport, insbesondere im Zusammenhang mit Zuschauergewalt, unterschieden. Dabei werden verschiedene Ansätze zur Erklärung von gewalttätigem Verhalten im Sport und dessen Umfeld herangezogen. In diesem Kontext wird die Fanszene im Fußball analysiert und auf das Bedingungsgefüge aggressiver Zuschauerhandlungen eingegangen. Zudem werden gewaltfördernde Selbstkonzepte in der Erfolgsgesellschaft und das FLOW-Erlebnis als mögliche Erklärungsfaktoren für gewalttätiges Verhalten im Sport und dessen Umfeld diskutiert.
Die zentralen Themen der Arbeit sind Gewalt, Aggression, Sport, Fußball, Zuschauergewalt, Sportlergewalt, Fanszene, Hooliganismus, Aggressionsmodelle, Lerntheorie, Frustrations-Aggressions-Theorie, Soziologie des Sports, gesellschaftliche Bedeutung des Sports, Erfolgsgesellschaft, FLOW-Erlebnis, Gewalt im Sport und dessen Umfeld.
Man unterscheidet zwischen Sportlergewalt (auf dem Spielfeld), Zuschauergewalt (Ausschreitungen von Fans/Hooligans) und struktureller Gewalt (z.B. Doping).
Diese Theorie geht davon aus, dass aggressivem Verhalten immer eine Frustration vorausgeht, etwa durch eine Niederlage oder Benachteiligung im Spiel.
Die Szene ist stark differenziert; insbesondere Hooligans nutzen das Umfeld von Sportveranstaltungen für geplante gewalttätige Auseinandersetzungen als Selbstzweck.
Leistungsdruck in der Erfolgsgesellschaft und das Streben nach "FLOW-Erlebnissen" durch Grenzerfahrungen können gewalttätiges Verhalten begünstigen.
Ja, die Arbeit untersucht, ob aggressives Verhalten auf dem Spielfeld als Modell für Zuschauer fungiert oder ob beide Phänomene ähnliche gesellschaftliche Ursachen haben.
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