Masterarbeit, 2007
69 Seiten, Note: Gut
Einleitung
1. Idee- und Konzeptentwicklung
1.1 Landminen als tödliche Gefahr
1.1.1 Kinder unter Landminenbedrohung
1.1.2 Internationale Kampagne
1.1.2.1 Ottawa-Abkommen
1.1.2.2 Die deutsche Kampagne gegen Landminen
2. Politische sozio- ökonomische Folgen der Minen in Jordanien seit 1970
2.1 Über Zusammenarbeit mit Menschenrechtsorganisationen
2.1.1 The National Committee for Demining & Rehabilitation
2.1.2 Roter Halbmond
2.2 Zahlen und Bilder von betroffenen Landminenopfern
2.2.1 Berichte aus dem Leben von Minenopfern in Jordanien
3. Künstlerische Projekte und die Thematisierung des Minenproblems
3.1 One Step Beyond ( Berichte von Minenopfer)
3.2 Schildkröten können fliegen (Kinder verkaufen die Minen)
3.3 Kunst gegen Landminen (600 Bewegungen)
4. Künstlerische und pädagogische Aspekte Im New Future Projekt
4.1 Malerei mit den Kindern
4.1.1 Blumen als Erinnerungsrelikt
4.1.1.1 Blumenfeld I (Workshop)
4.1.1.2 Blumenfeld II (Workshop) Aufklärung – Malen – Basteln – Schweigeminute
4.1.1.3 Minenräumung Kontext mit zeitgenössischer Kunst Im Kunstunterricht
5. Ausblick
5.1 Was könnte besser sein?
5.1.1 Möglichkeiten der Kulturarbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Problematik der Landminen in Jordanien durch ein künstlerisches und pädagogisches Projekt ("New Future") aufzuarbeiten, um über die Gefahren zu informieren und Kinder als besonders gefährdete Gruppe aufzuklären. Dabei wird untersucht, wie zeitgenössische Kunst als Medium zur Bewusstseinsbildung und zur sozialen Integration von Betroffenen dienen kann.
1.1 LANDMINEN ALS TÖDLICHE GEFAHR
Wie groß und verbreitet das Minenproblem ist, zeigt, dass Minen in vielen Ländern der Welt bereits so alltäglich und gewöhnlich für die Bevölkerung sind, dass ihre Gefahr an Schrecken verliert. Mehr als 2000 Menschen fallen monatlich in der ganzen Welt zum Opfer, jeder fünfte davon ist ein Kind, d. h. ein Opfer alle 20 Minuten. Dabei mussten zwei Drittel der befragten Opfer amputiert werden. Nur ungefähr ein Euro kostet eine chinesische oder russische Minenproduktion. Die Minenräumung kostet pro Stück 1000 Euro oder mehr. Millionen von Minen werden jedes Jahr gelegt. Durch Bürgerkrieg, wie in vielen afrikanischen Ländern oder durch Konflikte zwischen Nachbarstaaten, wie z. B. zur Zeit zwischen Somalia und Äthiopien oder Libanon und Israel.
Minen zerstören oder töten nicht nur Menschen, sondern schädigen auch die Infrastruktur und belasten die Landwirtschaft. Landminen verschwinden nicht mit Ende der Kriege, sondern bleiben als Bedrohung für Zivilisten über viele Jahre erhalten. Die Räumung der Minen, wie oben erwähnt, kostet meistens zu viel Geld. Wegen des großen Profits beim Geschäft mit dem Verkauf, haben viele große Industrienationen - darunter die USA, China und Russland - das Abkommen zum Verbot von Minen nicht unterschrieben.
1. Idee- und Konzeptentwicklung: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung des "New Future"-Projekts, die Bedrohung durch Landminen für Kinder und die Entwicklung internationaler sowie deutscher Kampagnen gegen Landminen.
2. Politische sozio- ökonomische Folgen der Minen in Jordanien seit 1970: Hier werden die Auswirkungen von Minen auf die jordanische Gesellschaft sowie die Rolle und Arbeitsweise verschiedener Menschenrechtsorganisationen (wie der NCDR) analysiert.
3. Künstlerische Projekte und die Thematisierung des Minenproblems: Dieses Kapitel betrachtet bestehende Kunstprojekte zum Thema Minen, wie "One Step Beyond" und den Spielfilm "Schildkröten können fliegen", und setzt sich kritisch mit deren Perspektive auseinander.
4. Künstlerische und pädagogische Aspekte Im New Future Projekt: Der Fokus liegt auf der praktischen Umsetzung pädagogischer Kunstworkshops mit jordanischen Kindern, um Gefahrenbewusstsein durch Malerei und kreative Gestaltung zu fördern.
5. Ausblick: Der Autor reflektiert über notwendige Reformen im Bildungssystem, die Stärkung kultureller Bildung in Jordanien und zukünftige Möglichkeiten der künstlerischen Zusammenarbeit.
Landminen, Jordanien, New Future, Minenopfer, Aufklärung, Kunstpädagogik, Kinderzeichnung, Humanitäre Hilfe, Ottawa-Abkommen, Minenräumung, Soziales Engagement, Zeitgenössische Kunst, Kulturpolitik, Rehabilitation, Antipersonenminen
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik von Landminen in Jordanien und nutzt ein künstlerisches Projekt als pädagogisches Mittel, um die Bevölkerung – insbesondere Kinder – über die Gefahren aufzuklären.
Die zentralen Themen umfassen die politische und sozio-ökonomische Situation in Jordanien, die Rolle von Hilfsorganisationen, die psychologische Unterstützung von Minenopfern sowie die Integration von Kunstpädagogik in den Schulalltag.
Das Ziel ist es, durch künstlerische Ansätze ein kritisches Bewusstsein gegenüber der Minengefahr zu schaffen, Betroffenen zu helfen und das Defizit an kultureller Bildung in jordanischen Schulen konstruktiv anzugehen.
Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus Literaturrecherche, Dokumentation von persönlichen Interviews mit Minenopfern und der praktischen Durchführung sowie Analyse von pädagogischen Kunstworkshops.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Minensituation in Jordanien, der Untersuchung ähnlicher internationaler Kunstprojekte und der detaillierten Beschreibung der eigens durchgeführten Workshops mit Kindern.
Die wichtigsten Schlagworte sind Landminen, Jordanien, Aufklärung, Kunstpädagogik, soziale Integration, Minenopfer und das Ottawa-Abkommen.
Kinder bilden einen großen Teil der Bevölkerung und sind durch ihre Neugier und die häufige Unkenntnis über Minen besonders gefährdet; zudem fehlt ihnen in Schulen oft jeglicher Raum für kreative Selbstentfaltung.
Während Institutionen primär auf Räumung und rein medizinische Versorgung fokussiert sind, zielt der Autor darauf ab, über ästhetische Praxis eine tiefere, soziale und psychologische Auseinandersetzung mit dem Thema zu ermöglichen.
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