Diplomarbeit, 2007
86 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Zielsetzung
1.2 Methodische Vorgehensweise und Aufbau
2. Grundlagen und Begriffe
2.1 Corporate Citizenship
2.1.1 Begriffsverständnis und wesentliche Merkmale
2.1.2 Strategien und Maßnahmen des Corporate Citizenship
2.1.3 Corporate Citizenship versus Corporate Social Responsibility
2.1.4 Zusammenfassende Darstellung der Aufgabenfelder des Corporate Citizenship
2.2 Shareholder-Value- versus Stakeholder-Value-Ansatz
2.2.1 Begriffsverständnis des Shareholder-Value-Ansatzes
2.2.2 Begriffsverständnis des Stakeholder-Value-Ansatz
2.2.3 Stärken und Schwächen der beiden Ansätze
3. Initiativen, Standards und Nutzen von Corporate Citizenship
3.1. Initiativen, Vereine und Netzwerke als Hilfe und Handlungsgrundlage
3.1.1 Der UN Global Compact
3.1.2 Initiative Freiheit und Verantwortung
3.1.3 Seitenwechsel – Lernen in anderen Arbeitswelten
3.1.4 Unternehmen: Partner der Jugend” (UPJ) e.V.
3.1.5 Center for Corporate Citizenship e.V.
3.2 Nutzen aus Sicht der Wirtschaftsunternehmen
3.2.1 Absatzpolitischer Nutzen
3.2.2 Personalpolitischer Nutzen
3.2.3 Kommunikationspolitischer Nutzen
3.3 Nutzen für die gemeinnützigen Einrichtungen
3.4 Nutzen für die Gesellschaft
4. Überblick Corporate Citizenship in Deutschland
4.1 Stellenwert des Corporate Citizenship aus verschiedenen Blickwinkeln
4.1.1 Stellenwert für die Wirtschaft
4.1.2 Stellenwert für die (potenziellen) Mitarbeiter
4.1.3 Stellenwert für Kunden und Auswirkung auf die Markenpolitik
4.2 Umsetzung in der Praxis
4.2.1 Verteilung nach Unternehmensgröße und Branchen
4.2.2 Verteilung nach Bereichen und Formen des Engagements
4.2.3 Reichweite der Corporate Citizenship-Aktivitäten
4.2.4 Investitionen für Corporate Citizenship
4.3 Kommunikation von Corporate Citizenship
4.4 Zusammenfassung und Auswertung
5. Fallbeispiele
5.1 Vorstellung der Beispielunternehmen
5.1.1 METRO Group
5.1.2 Rosenthal AG
5.1.3 Iwan Budnikowsky GmbH und Co. KG
5.2 Tabellarische Darstellung der Praxisbeispiele anhand der empirischen
Kernaussagen
5.3 Auswertung der Fallbeispiele
6. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, den Begriff Corporate Citizenship präzise zu definieren und den aktuellen Status quo sowie den Nutzen und Stellenwert dieser Aktivitäten im Kontext deutscher Unternehmen zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen als synergetische Ergänzung zum wirtschaftlichen Handeln gesehen werden kann oder ob ein Konflikt zum Shareholder-Value-Prinzip besteht.
Corporate Citizenship versus Corporate Social Responsibility
Auch der Begriff der Corporate Social Responsibility wird in Wissenschaft und Praxis häufig unterschiedlich definiert. In der wissenschaftlichen Debatte um CSR haben sich mit der Zeit verschiedene Modelle entwickelt. Ausgangspunkt dafür war die Fragestellung, ob Unternehmen als Teil der Gesellschaft entsprechende Pflichten und Verantwortungen haben.
Die Europäische Kommission definiert CSR wie folgt: “CSR ist ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Tätigkeit und in die Wechselbeziehung mit den Stakeholdern zu integrieren”.
Weit verbreitet ist das CSR-Modell von Caroll, das vier Komponenten der CSR umfasst. Wie in Abbildung 6 zu sehen ist, ordnet das Modell grafisch die verschiedenen Hierarchieebenen der unterschiedlichen Verantwortungen von Unternehmen an. Es zeigt, welche Art von unternehmerischer Verantwortung die Gesellschaft voraussetzt (requires), erwartet (expects) und welche darüber hinaus gewünscht (desires) wird. Crane et al. bemängeln allerdings, dass kein Lösungsansatz für zwei sich ausschließende Verantwortlichkeiten aufgezeigt wird.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die gesellschaftliche Rolle von Unternehmen und führt in die zentrale Fragestellung ein, ob Corporate Citizenship und ökonomische Interessen vereinbar sind.
2. Grundlagen und Begriffe: Dieses Kapitel definiert die Kernbegriffe, grenzt Corporate Citizenship von CSR ab und vergleicht den Shareholder-Value- mit dem Stakeholder-Value-Ansatz.
3. Initiativen, Standards und Nutzen von Corporate Citizenship: Der Fokus liegt auf der Vorstellung internationaler Standards und Initiativen sowie der Untersuchung des Nutzens für verschiedene Stakeholdergruppen.
4. Überblick Corporate Citizenship in Deutschland: Es wird der empirische Stellenwert des Themas in Deutschland sowie die tatsächliche praktische Umsetzung in Unternehmen beleuchtet.
5. Fallbeispiele: Anhand von METRO Group, Rosenthal AG und Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG werden die empirischen Kernaussagen auf die Unternehmenspraxis angewandt.
6. Fazit und Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Ausgangsfrage bezüglich Synergien oder Konflikten zwischen Corporate Citizenship und Shareholder Value.
Corporate Citizenship, Corporate Social Responsibility, Shareholder Value, Stakeholder Value, unternehmerische Verantwortung, Nachhaltigkeit, Unternehmensführung, Sponsoring, Corporate Volunteering, Public Private Partnership, Bürgerengagement, CSR-Strategie, Wertschöpfung, Unternehmensimage, Marktpotenzial
Die Arbeit analysiert, was Corporate Citizenship bedeutet, welchen Nutzen es für Unternehmen hat und wie der aktuelle Umsetzungsgrad in Deutschland aussieht, um die Frage nach Synergien oder Konflikten zum Shareholder-Value-Prinzip zu klären.
Im Zentrum stehen die Konzepte des unternehmerischen Engagements, der Vergleich zwischen Shareholder- und Stakeholder-Ansätzen sowie der Nutzen dieser Aktivitäten für Wirtschaft und Gesellschaft.
Es erfolgt eine umfassende Sekundärliteraturanalyse sowie eine empirische Untersuchung basierend auf Daten der Bertelsmann Stiftung und des Centers for Corporate Citizenship, ergänzt durch Fallbeispiele.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung der Begriffe, der Rolle internationaler Netzwerke, der Identifikation von Vorteilen für Unternehmen sowie einer detaillierten Bestandsaufnahme der Praxis in Deutschland.
Zur Veranschaulichung der theoretischen Erkenntnisse werden die METRO Group, die Rosenthal AG und die Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG näher betrachtet.
Sie liefert eine systematische Verknüpfung von wissenschaftlicher Theorie mit konkreter Unternehmenspraxis und hinterfragt kritisch die Effizienz aktueller Engagement-Strategien.
Die Fallbeispiele zeigen, dass das Ausmaß der Kommunikation und Integration in die Unternehmensstrategie stark variiert und dass bei vielen Firmen noch Potenzial zur effizienteren Nutzung von Synergien besteht.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass diese Konzepte keinen notwendigen Konflikt bilden, sondern die Synergieeffekte maßgeblich von der Effizienz der strategischen Umsetzung abhängen.
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