Magisterarbeit, 2003
107 Seiten, Note: 2,0
1. HISTORISCHER TEIL
1. 1 Zur Entstehung des Werkes
2. ANALYTISCHER TEIL
2. 1 Allgemein zur Großen C-Dur-Symphonie
2. 2 ERSTER SATZ: Andante / Allegro ma non troppo / Piu moto – 2/2
2. 2. 1 Formübersicht des 1.Satzes
2. 2. 2 Analyse des 1.Satzes
2. 2. 2. 1 Einleitung
2. 2. 2. 2 Exposition
2. 2. 2. 2. 1 Hauptsatz
2. 2. 2. 2. 2 Seitensatz
2. 2. 2. 3 Durchführung
2. 2. 2. 4 Reprise
2. 2. 2. 4. 1 Reprise des Hauptsatzes
2. 2. 2. 4. 2 Reprise des Seitensatzes
2. 2. 2. 5 Coda
2. 3 ZWEITER SATZ: Andante con moto - 2/4
2. 3. 1 Formübersicht des 2.Satzes
2. 3. 2 Analyse des 2.Satzes
2. 3. 2. 1 Einleitung
2. 3. 2. 2 A-Teil
2. 3. 2. 2. 1 Übergang zum B-Teil
2. 3. 2. 3 B-Teil
2. 3. 2. 4 A’-Teil
2. 3. 2. 5 B’-Teil
2. 3. 2. 6 Coda
2. 4 DRITTER SATZ: Scherzo - Trio / Allegro vivace - 3/4
2. 4. 1 Formübersicht des 3.Satzes
2. 4. 2 Analyse des 3.Satzes
2. 4. 2. 1 SCHERZO: A-Teil / Exposition
2. 4. 2. 1. 1 A1-Teil / Hauptsatz
2. 4. 2. 1. 2 A2-Teil / Seitensatz
2. 4. 2. 2 B-Teil / Durchführung
2. 4. 2. 3 A’-Teil / Reprise
2. 4. 2. 3. 1 A’1-Teil / Reprise des Hauptsatzes
2. 4. 2. 3. 2 A’2-Teil / Reprise des Seitensatzes
2. 4. 2. 4 Coda
2. 4. 2. 5 TRIO: Einleitung
2. 4. 2. 6 A-Teil
2. 4. 2. 7 B-Teil
2. 4. 2. 8 A’-Teil
2. 4. 2. 9 Übergang zum Scherzo
2. 5 VIERTER SATZ: Finale / Allegro vivace - 2/4
2. 5. 1 Formübersicht des 4.Satzes
2. 5. 2 Analyse des 4.Satzes
2. 5. 2. 1 Exposition
2. 5. 2. 1. 1 Hauptsatz
2. 5. 2. 1. 2 Seitensatz
2. 5. 2. 2 Durchführung
2. 5. 2. 3 Reprise
2. 5. 2. 3. 1 Reprise des Hauptsatzes
2. 5. 2. 3. 2 Reprise des Seitensatzes
2. 5. 2. 4 Coda
3. PÄDAGOGISCHER TEIL
3. 1 ALLGEMEIN
3. 1. 1 Wer wird unterrichtet?
3. 1. 2 Welche Kenntnis wird vorausgesetzt?
3. 1. 3 Das Problem des Schematismus
3. 1. 4 Zur Methodik des Unterrichts
3. 1. 5 Allgemeiner Zeitplan
3. 2 UNTERRICHTSENTWURF DES 1.SATZES
3. 2. 1 Zeitplan
3. 2. 2 1.Vorlesung
3. 2. 2. 1 Einleitung
3. 2. 2. 2 Schlußergebnis – Hausaufgabe
3. 2. 3 2.Vorlesung
3. 2. 3. 1 Exposition
3. 2. 3. 1. 1 Hauptsatz
3. 2. 3. 1. 2 Seitensatz
3. 2. 3. 2 Durchführung
3. 2. 3. 3 Reprise
3. 2. 3. 3. 1 Reprise des Hauptsatzes
3. 2. 3. 3. 2 Reprise des Seitensatzes
3. 2. 3. 4 Coda
3. 2. 3. 5 Schlußergebnis-Hausaufgabe
3. 3 UNTERRICHTSENTWURF DES 2.SATZES
3. 3. 2 Zeitplan
3. 3. 2 1.Vorlesung
3. 3. 2. 1 Einleitung
3. 3. 2. 2 A-Teil
3. 3. 2. 2. 1 Übergang zum B-Teil
3. 3. 2. 3 B-Teil
3. 3. 2. 4 A’-Teil
3. 3. 2. 5 B’-Teil
3. 3. 2. 6 Coda
3. 3. 2. 7 Schlußergebnis-Hausaufgabe
3. 4 UNTERRICHTSENTWURF DES 3.SATZES
3. 4. 1 Zeitplan
3. 4. 2 1.Vorlesung
3. 4. 2. 1 SCHERZO
3. 4. 2. 2. 1 Exposition
3. 4. 2. 1. 1. 1 Hauptsatz
3. 4. 2. 1. 1. 2 Seitensatz
3. 4. 2. 1. 2 Durchführung
3. 4. 2. 1. 3 Reprise
3. 4. 2. 1. 3. 1 Reprise des Hauptsatzes
3. 4. 2. 1. 3. 2 Reprise des Seitensatzes
3. 4. 2. 1. 4 Coda
3. 4. 2. 2 TRIO
3. 4. 2. 2. 1 Einleitung / A-Teil
3. 4. 2. 2. 2 B-Teil
3. 4. 2. 2. 3 A’-Teil / Übergang zum Scherzo
3. 4. 2. 3 Schlußergebnis-Hausaufgabe
3. 5 UNTERRICHTSENTWURF DES 4.SATZES
3. 5. 1 Zeitplan
3. 5. 2 1.Vorlesung
3. 5. 2. 1 Exposition
3. 5. 2. 1. 1 Hauptsatz
3. 5. 2. 1. 2 Seitensatz
3. 5. 2. 2 Schlußergebnis-Hausaufgabe
3. 5. 3 2.Vorlesung
3. 5. 3. 1 Durchführung
3. 5. 3. 2 Reprise
3. 5. 3. 2. 1 Reprise des Hauptsatzes
3. 5. 3. 2. 2 Reprise des Seitensatzes
3. 5. 3. 3 Coda
Die vorliegende Arbeit untersucht Franz Schuberts „Große“ C-Dur-Sinfonie D 944 sowohl unter analytischen als auch unter pädagogischen Gesichtspunkten. Das zentrale Ziel ist es, das Werk von einer schematischen Betrachtungsweise zu befreien und durch eine prozessuale Analyse ein tieferes Verständnis für die musikalische Struktur zu fördern, die als ideale Grundlage für den Musiktheorieunterricht dient.
2. 2. 2. 1 EINLEITUNG (T. 1-78 / 1.Viertel)
Die langsame Einleitung des ersten Satzes wurde mit zwei unterschiedlichen Taktarten notiert: im Autograph steht die alla-breve Vorzeichnung, während in der Gesamtausgabe von 1885 wegen eines Druckfehlers ein C-Takt steht. Dieser Druckfehler war der Grund für eine Menge Aufnahmen, die nicht die Absichten des Komponisten entsprachen: in denjenigen Aufnahmen, die den C-Takt als Ausgangspunkt nehmen, ist ein von Komponisten nicht notiertes Accelerando gegen Ende der Einleitung notwendig, damit der Übergang vom Andante (Einleitung) zum Allegro ma non troppo (Hauptsatz) erreicht werden kann.
Die Erscheinung einer langsamen Einleitung am Beginn einer Symphonie ist nicht neu bei Schubert: die Kopfsätze fast aller seinen Symphonien (ausser der 5. und 8.) enthalten schon eine langsame Einleitung. Neu ist jedoch die Länge dieser Einleitung: es geht um eine riesige 77-taktige Einleitung im gesamten 685-taktigen 1.Satz - eine Einleitung, welche sogar länger als der Hauptsatz ist (77 : 56)! So eine lange Einleitung ist wirklich außergewöhnlich: in den restlichen Schubert-Symphonien dauern alle Kopfsatz-Einleitungen von 10 (im gesamten 614-taktigen 1.Satz der 2.Symphonie) bis maximal 30 (im gesamten 392-taktigen 1.Satz der 6.Symphonie) Takten, während die langsamen Einleitungen in den 1.Sätzen von den Symphonien Beethovens 12 (im gesamten 299-taktigen 1.Satz der 1.Symphonie) bis maximal 62 (im gesamten 450-taktigen 1.Satz der 7.Symphonie) Takte lang dauern.
Die Länge dieser Einleitung ist aber nicht der einzige Grund ihrer Wichtigkeit: in dieser Einleitung tritt ein ganz aussergewöhnliches unisono Hornthema auf - ein Thema, welches ganz wichtig ist, da sein motivisches Material (aufsteigende melodische Terz) nicht nur den ganzen 1.Satz, sondern sogar die gesamte Symphonie durchzieht: das achttaktige Einleitungsthema verbindet alle vier Sätze dieser Symphonie zu einer übergeordneten Einheit (im Verlauf der Analyse werden wir ausführlich darüber sprechen).
1. HISTORISCHER TEIL: Dieser Abschnitt beleuchtet die Entstehungsgeschichte des Werkes, die umstrittene Datierung sowie die Rolle von Schumann und Mendelssohn bei der Veröffentlichung und Uraufführung.
2. ANALYTISCHER TEIL: Der Hauptteil analysiert die vier Sätze der Symphonie mit einem Fokus auf die prozessuale Struktur, das zyklische Prinzip und das „Jubilus“-Motiv, wobei die starre Schematisierung klassischer Analysen kritisch hinterfragt wird.
3. PÄDAGOGISCHER TEIL: Hier wird ein konkreter Unterrichtsentwurf für Musiklyzeen in Griechenland vorgestellt, der zeigt, wie das Werk zur Schulung des kritischen und freien Denkens gegenüber musikalischen Schematismen eingesetzt werden kann.
Franz Schubert, Große C-Dur-Sinfonie, D 944, Symphonieanalyse, Musiktheorie, Formenlehre, Unterrichtsentwurf, Schematismus, prozessuale Struktur, Jubilus, Sonatensatzform, Musiklyzeum, Zyklischer Zusammenhang, Harmonik, Satztechnik.
Die Arbeit analysiert Franz Schuberts „Große“ C-Dur-Sinfonie D 944 sowohl auf musikanalytischer als auch auf pädagogischer Ebene, um das Verständnis für prozessuale Musikstrukturen zu fördern.
Die Schwerpunkte liegen auf der formalen und motivischen Analyse der Sinfonie, dem Vergleich mit traditionellen Sonatenmodellen und der Anwendung dieser Erkenntnisse im Musiktheorieunterricht.
Das Ziel ist die Befreiung von einem schematischen Verständnis der Musik und die Etablierung eines kritischen, am Prozess orientierten Analyseansatzes.
Die Arbeit nutzt eine detaillierte, prozessuale Satzanalyse, die weit über konventionelle Gliederungsmodelle hinausgeht und insbesondere auf das zyklische Prinzip achtet.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der vier Sätze, wobei jeder Satz hinsichtlich seiner Formübersicht, Einleitung, Exposition, Durchführung, Reprise und Coda untersucht wird.
Zentrale Begriffe sind neben der „Großen“ C-Dur-Sinfonie vor allem Begriffe wie „Schematismus“, „prozessuale Struktur“, „Jubilus-Motiv“ und „Musikpädagogik“.
Das Einleitungsthema, das diesen „Jubilus“ enthält, bildet das motivische Rückgrat der gesamten Sinfonie und verbindet alle Sätze zu einer übergeordneten, zyklischen Einheit.
Weil das Werk ein ideales Gegenbeispiel zu einem starren musikalischen Schematismus darstellt und die Schüler so zu freiem und kritischem Denken anregt.
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