Diplomarbeit, 2007
80 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 FORSCHUNGSFRAGE
1.3 INHALTLICHER AUFBAU DER ARBEIT
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 EINLEITUNG
2.2 VERLUST
2.2.1 Definition des Begriffes Verlust
2.2.2 Verschiedene Formen des Verlustes
2.2.2.1 Der schleichende Tod und die vorgezogene Trauer
2.2.2.2 Der plötzliche Tod
2.2.2.3 Suizid
2.2.2.4 Der Tod von Kindern
2.3 KRISEN
2.3.1 Definition des Begriffes Krise
2.3.2 Arten von Krisen
2.3.2.1 Traumatische Krisen
2.3.2.2 Klassische Krisen
2.3.2.3 Soziale Krise
2.4 TRAUER
2.4.1 Definition des Begriffes Trauer
2.4.2 Trauerphasen nach Kast
2.5 WICHTIGE FAKTOREN FÜR DIE VERLUSTBEWÄLTIGUNG
2.5.1 Art des Todes
2.5.2 Beziehung zum Verstorbenen und soziales Umfeld
2.5.3 Persönlichkeit des Betroffenen und Selbstwertgefühl
2.5.4 Bisherige Erfahrungen mit Verlusten und Einstellung zum Tod
2.5.5 Männer trauern anders
2.5.6 Schuldgefühle
2.5.7 Rituale
2.5.8 Professionelle Hilfe
3 FORSCHUNGSDESIGN
3.1 EINLEITUNG
3.2 METHODENWAHL
3.3 DATENGEWINNUNG
3.4 DATENAUSWERTUNG
4 MODELLE DER UNTERSTÜTZUNG
4.1 EINLEITUNG
4.2 KRISENINTERVENTIONSTEAM (ROTES KREUZ)
4.2.1 Geschichtliche Entwicklung
4.2.2 Ziele und Zielgruppen
4.2.3 Zahlen und Fakten
4.3 AKUTTEAM (LAND NÖ)
4.3.1 Geschichtliche Entwicklung
4.3.2 Ziele und Zielgruppen
4.3.3 Zahlen und Fakten
4.4 HOSPIZ
4.4.1 Geschichtliche Entwicklung
4.4.2 Ziele und Zielgruppen
4.4.3 Zahlen und Fakten
4.5 PALLIATIVSTATION KRANKENHAUS
4.5.1 Geschichtliche Entwicklung
4.5.2 Ziele und Zielgruppen
4.5.3 Zahlen und Fakten
4.6 BESTATTUNG
4.6.1 Geschichtliche Entwicklung
4.6.2 Ziele und Zielgruppen
4.6.3 Zahlen und Fakten
4.7 TELEFONSEELSORGE
4.7.1 Geschichtliche Entwicklung
4.7.2 Ziele und Zielgruppen
4.7.3 Zahlen und Fakten
4.8 SELBSTHILFEGRUPPEN
4.8.1 Geschichtliche Entwicklung
4.8.2 Ziele und Zielgruppen
4.8.3 Zahlen und Fakten
5 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION DER INTERVIEWS
5.1 EINLEITUNG
5.2 KATEGORIEN
5.2.1 Ziele und Zielgruppen
5.2.2 Problemlagen
5.2.3 Methoden und Handlungen
5.2.4 Konflikte und Lösungsansätze
5.2.5 Veränderungswünsche
6 AUFGABEN DER SOZIALARBEIT IN DIESEM HANDLUNGSFELD
6.1 HOSPIZ UND PALLIATIVSTATION
6.2 AKUTTEAM
6.3 BEDÜRFNISPYRAMIDE NACH MASLOW
6.4 AUFGABEN DER SOZIALARBEIT
7 RESÜMEE
Die Arbeit untersucht professionelle Unterstützungsmodelle für erwachsene Angehörige bei Verlust und Trauer in Niederösterreich sowie den spezifischen Beitrag der Sozialarbeit in diesem Handlungsfeld.
2.2.2.2 Der plötzliche Tod
Viele Arten des Sterbens sind langsam und ermöglichen dadurch eine Vorbereitung auf die kommenden starken Veränderungen, die der Tod für die Angehörigen mit sich bringt. Es gibt aber Todesarten, die plötzlich und völlig unerwartet passieren. Dazu gehören Unfälle, Gewaltverbrechen und Suizid. Manche Krankheiten wie Herzinfarkt oder Gehirnschlag können ebenso zu einem plötzlichen Tod führen. Bei einem plötzlichen Tod ändern sich die Lebensumstände der Angehörigen von einem Augenblick zum nächsten. (Paul 2004:9)
Generell geht aus Untersuchungen und ExpertInnenmeinungen hervor, dass plötzliche unerwartete Todesfälle schwieriger zu verarbeiten sind, als solche, auf die sich die Angehörigen einstellen können. Der Schockzustand und die Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens dauern beim plötzlichen Tod häufig länger an.
Besonders wichtig für das Einsetzen des Trauerprozesses ist die Möglichkeit, sich vom Verstorbenen verabschieden zu können. Bis vor einigen Jahren war es für Angehörige kaum möglich, sich von einem durch einen Unfall ums Leben gekommenen Menschen zu verabschieden, außer das Unfallopfer musste identifiziert werden. Mittlerweile erkennen – auch dank der Zusammenarbeit mit dem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes - immer mehr Bestatter, dass die Möglichkeit der Verabschiedung, dieses wortwörtliche „Begreifen“ des Todes der betroffenen Person für die Realisierung und das Einsetzen des Trauerprozesses bei den Angehörigen sehr wichtig ist. (Interview 4:6)
1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung, die Forschungsfrage und den inhaltlichen Aufbau der Arbeit im Kontext von Tod und Trauer.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Vermittelt Grundlagen zu den Themen Verlust, Krisen und Trauer sowie wichtige Faktoren für den Trauerprozess.
3 FORSCHUNGSDESIGN: Beschreibt die methodische Vorgehensweise, insbesondere die Nutzung qualitativer Experteninterviews.
4 MODELLE DER UNTERSTÜTZUNG: Stellt die in Niederösterreich existierenden Einrichtungen und ihre Arbeitsweisen detailliert dar.
5 AUSWERTUNG UND INTERPRETATION DER INTERVIEWS: Analysiert die gewonnenen Daten aus den Experteninterviews hinsichtlich Zielen, Problemlagen und Methoden.
6 AUFGABEN DER SOZIALARBEIT IN DIESEM HANDLUNGSFELD: Diskutiert die spezifischen Einsatzbereiche und Aufgaben von SozialarbeiterInnen im betrachteten Bereich.
7 RESÜMEE: Fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige Entwicklungen in der Versorgungsstruktur.
Trauerarbeit, Verlustbewältigung, Sozialarbeit, Krisenintervention, Hospiz, Palliativmedizin, Angehörigenbetreuung, psychosoziale Akuthilfe, Trauerphasen, psychische Krisen, Vernetzung, Bestattung, Telefonseelsorge, Suizid, Unterstützungssysteme.
Die Arbeit analysiert die professionellen Unterstützungsmöglichkeiten für erwachsene Angehörige in Niederösterreich, die mit Verlusten und Trauer konfrontiert sind.
Die Arbeit deckt die Bereiche Verlustbegleitung, Krisenintervention, hospizliche Versorgung und die spezifische Rolle der Sozialarbeit ab.
Sie fragt nach professionellen Modellen der Unterstützung in NÖ und dem berufsspezifischen Beitrag, den SozialarbeiterInnen hier leisten können.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews mit MitarbeiterInnen verschiedener Hilfseinrichtungen basiert.
Der Hauptteil erfasst theoretische Grundlagen, beschreibt die untersuchten Modelle (wie KIT, Hospiz, Bestattung) und analysiert die Ergebnisse der Experteninterviews.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Verlustbewältigung, Trauerphasen, professionelle Krisenintervention und soziale Netzwerke aus.
Das KIT leistet die Erstversorgung bei traumatischen, plötzlichen Todesfällen, was den Beginn des Trauerprozesses maßgeblich beeinflusst.
Sie fungiert als koordinierende Instanz, die nicht nur für emotionale Begleitung sorgt, sondern auch bei rechtlichen und existentiellen Fragen unterstützt.
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