Diplomarbeit, 2000
224 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1 Auswirkungen der rechtlichen Neuordnung des Energiesektors
1.1 Wettbewerb auf den Energiemärkten
1.1.1 Ausgangslage
1.1.2 Wesentliche neue Rahmenbedingungen
1.1.3 Funktionen auf dem Elektrizitätsmarkt
1.1.4 Marktteilnehmer
1.2 Energiepreise
1.2.1 Übersicht über die Preiseinflüsse der Neuordnung
1.2.2 Kosten der Elektrizitätsbereitstellung
1.2.3 Strombezugspreise im Großhandel
1.2.4 Strompreis für Sondervertragskunden
1.2.5 Strompreis für Tarifkunden
1.2.6 Gaspreise
1.2.7 Schlußfolgerung
1.3 Rolle der Stadtwerke
1.4 Besondere Förderung für CO2-arm erzeugte Energie
1.4.1 Regenerative Energieträger
1.4.2 Kraft-Wärme-Kopplung
1.5 Effizienzgebot in der Energieversorgung
2 Kommunaler Einfluß auf den Energiesektor
2.1 Vorstellung der Handlungsfelder
2.1.1 Abgrenzung der Handlungsfelder
2.1.2 Auswahl von Primärenergie (PE)
2.1.3 Umwandlung von Primärenergie (PE-U)
2.1.4 Auswahl von Endenergie (EE)
2.1.5 Umwandlung von Endenergie (EE-U)
2.1.6 Verwendung von Nutzenergie (NE)
2.1.7 Umwandlung von Nutzenergie (NE-U)
2.1.8 Verwendung von Energiedienstleistungen (EDL)
2.1.9 Bewertung der Abgrenzung der Handlungsfelder
2.2 Kommunale Instrumente im Energiemarkt
2.2.1 Aktivität in kommunalen Kernkompetenzen
2.2.2 Kommunikationsstrategie
2.2.3 Finanzierungsinstrumente
2.2.4 Übergeordnete Instrumente
2.3 Übersicht über die Wettbewerbseinflüsse
3 Vorgehensweise zur Identifizierung der wichtigsten Reduktionspotentiale
3.1 Vorgefundene Erhebungsmethoden
3.2 Grundlegende methodische Ansätze dieser Arbeit
3.2.1 Momentaufnahme anstelle einer dynamischen Betrachtung
3.2.2 Geeignete Datengrundlagen: Kennwerte und Erhebungen
3.2.3 Vorstellung der Sektoren
3.2.4 Vorstellung der Verwendungszwecke
3.2.5 Eignung des Indikators Kohlendioxid (CO2)
3.2.6 Einbeziehung von Vorprozessen
3.3 Die Vorgehensweise
3.3.1 Bestandsaufnahme der CO2-Emissionen
3.3.2 Technische Reduktionspotentiale
3.3.3 Vorauswahl voraussichtlich geeigneter Handlungsfelder
3.3.4 Mobilisierbare Reduktionspotentiale
3.3.5 Auswahl der Schwerpunkte kommunaler Energiepolitik
3.4 Einschränkungen der Methode
3.4.1 Problemfelder
3.4.2 Umgang mit den Einschränkungen
3.4.3 Konkretisierung anhand eines Beispiels
4 Technische CO2-Reduktionspotentiale am Beispiel Gütersloh
4.1 Anpassung der Vorgehensweise an das Beispiel
4.1.1 Ausgangssituation in der Stadt Gütersloh
4.1.2 Umgang mit örtlichen Besonderheiten
4.1.3 Konkrete Vorgehensweise zur Bestandsaufnahme
4.1.4 Untergeordnete Entscheidungen zur Berechnung der Emissionen
4.2 Bestandsaufnahme der CO2-Emissionen in Gütersloh
4.2.1 Erhebung des „Gesamtverbrauchs Endenergie”
4.2.2 Differenzierung in Verwendungszwecke
4.2.3 Berechnung der Emissionen aus dem Energieverbrauch
4.2.4 Zusammenfassung und Bewertung der Bestandsaufnahme
4.3 Abschätzung der technischen Reduktionspotentiale
4.3.1 Eingrenzung der Potentialermittlung
4.3.2 PE - Regenerative Energien
4.3.3 PE - Fossiler Switch
4.3.4 PE-U - Systemgestaltung
4.3.5 EE - Fossiler Switch
4.3.6 EE-U - Anlagentechnik
4.3.7 NE - Gezielte Verwendung
4.3.8 NE-U - Systemgestaltung
4.3.9 Qualität der Potentialabschätzung
4.4 Vergleichende Bewertung der technischen Potentiale
5 Mobilisierbare Potentiale in Gütersloh
5.1 Auswahl von Handlungsfeldern zur weiteren Analyse
5.2 Ausgewählte durchgeführte Maßnahmen
5.2.1 Sonderdarlehensprogramm Altbausanierung
5.2.2 Brennwertgeräteförderung
5.2.3 Landesprogramm „Aktion Helles NRW – Besseres Licht für helle Köpfe“
5.2.4 Zuschußprogramm „Kühlen und Gefrieren“
5.2.5 KlimaTisch Gütersloh
5.2.6 Unterstützende Maßnahmen
5.2.7 Zusammenfassung kommunaler Aktivitäten
5.2.8 Kraftwerk Pfleiderer AG (im Bau)
5.3 Aufgeschlossenheit lokaler Akteure
5.3.1 Interesse der Bevölkerung am Klimaschutz
5.3.2 Unternehmen als Verbraucher
5.3.3 Politik & Verwaltung
5.3.4 Stadtwerke Gütersloh (SWG)
5.3.5 Handwerk/ Fachhandel
5.3.6 KlimaTisch Gütersloh
5.4 Primärenergie – fossiler Switch
5.4.1 Wirtschaftlichkeit des Potentials
5.4.2 Zeitliche Perspektive der Mobilisierung
5.4.3 Handlungsoptionen der Stadt
5.4.4 Schlußfolgerung: mobilisierbares Potential
5.5 Endenergie-Umwandlung - Anlagentechnik
5.5.1 Wirtschaftliches Potential
5.5.2 Zeitliche Perspektive der Mobilisierung
5.5.3 Handlungsoptionen der Stadt - Maßnahmenansätze
5.5.4 Schlußfolgerung: mobilisierbares Potential
5.6 Vergleichende Bewertung der mobilisierbaren Potentiale
Fazit
Quellen
Literaturverzeichnis
Rechtstexte
Gesprächspartner
Das Hauptziel der Arbeit ist die Erarbeitung einer Entscheidungsgrundlage für eine Kommune, um unter den veränderten Rahmenbedingungen des liberalisierten Energiemarktes geeignete Handlungsfelder zur Reduktion von Treibhausgasen (insb. CO2) zu identifizieren. Dabei wird eine neue Methode entwickelt, die ohne aufwendige, flächendeckende Erhebungen auskommt und auf vorhandenen Verbrauchsdaten sowie strukturellen Kennwerten basiert, um Schwerpunkte für eine kommunale Klimaschutzpolitik zu definieren.
Zielsetzung und Herangehensweise
Eine umfassende Energiepolitik, die sehr viele Potentiale gleichzeitig zu aktivieren versucht, stößt durch die Neuregelung des Energiemarkts auf neue Hemmnisse (z.B. die Verunsicherung der Verbraucher), deren Überwindung noch unklar ist. Gleichzeitig ist die Umlagefinanzierung von Klimaschutzmaßnahmen durch kommunale Versorgungsunternehmen nicht mehr möglich. Maßnahmen sind direkt oder indirekt aus dem kommunalen Haushalt zu finanzieren. Dies schwächt die politische Motivation zu einer aktiven Energiepolitik. Ein naheliegender Ansatz ist die Konzentration der Aktivitäten der kommunalen Energiepolitik auf Schwerpunkte, die unter neuen Rahmenbedingungen gut beeinflußbar sind. Die Auswahl besonders erfolgversprechender Schwerpunkte ist eine politische Entscheidung.
Die Entscheidungsfindung erfordert eine geeignete Entscheidungsgrundlage. Dazu müssen die alternativen Entscheidungsmöglichkeiten abgegrenzt und systematisch miteinander verglichen werden. Dabei handelt sich um eine klassische Planungsaufgabe auf einem ungewöhnlichen Anwendungsgebiet - der Energiepolitik. Das Ziel dieser Diplomarbeit ist die Vorbereitung der erforderlichen Entscheidungsgrundlagen für eine Kommune. Die Potentiale zur Emissionsminderung, die auch unter den neuen Rahmenbedingungen bestehen, sind anhand einer Beispielkommune aufzudecken. Die Stadt Gütersloh in Nordrhein-Westfalen (94.000 Einwohner) wird als Beispiel gewählt.
Die Gesamtheit aller möglichen Aktivitäten im Energiebereich wird in Teilbereiche (hier: „Handlungsfelder“) aufgeteilt. Diese stellen die Entscheidungsalternativen dar. Als zentrales Entscheidungskriterium wird die mögliche Emissionsminderung als Ziel kommunaler Energiepolitik herausgearbeitet und der zur Umsetzung erforderliche Aufwand eingegrenzt. Die Einflußpfade der Kommune („Instrumente“) prägen die Wirksamkeit möglicher Aktivitäten und sind in die Analyse der Alternativen einzubeziehen.
Zur Analyse der Ausgangslage und zur Identifizierung der Potentiale je Alternative wird eine Vorgehensweise ausgearbeitet, da keine geeignete Methode in der Literatur vorgefunden wurde. Anhand dieser Vorgehensweise wird eine Entscheidungsgrundlage für Gütersloh erstellt. Die Arbeitsschritte erfolgen teilweise beispielhaft, da die vollständige Bearbeitung zu umfangreich für eine Diplomarbeit ist. Die Durchführung für Gütersloh dient gleichzeitig zur beispielhaften Überprüfung der Anwendbarkeit der erarbeiteten Methode.
1 Auswirkungen der rechtlichen Neuordnung des Energiesektors: Darstellung der rechtlichen Neuregelungen durch die Liberalisierung der Strom- und Gasmärkte, deren Auswirkungen auf Energiepreise, Stadtwerke und Fördermechanismen für CO2-arme Technologien.
2 Kommunaler Einfluß auf den Energiesektor: Definition und Abgrenzung von Handlungsfeldern entlang der Energie-Umwandlungskette sowie Vorstellung typischer kommunaler Steuerungsinstrumente in einem liberalisierten Umfeld.
3 Vorgehensweise zur Identifizierung der wichtigsten Reduktionspotentiale: Entwicklung einer methodischen Grundlage zur kennwertbasierten Bestandsaufnahme und Bewertung von CO2-Reduktionspotentialen, die ohne flächendeckende, aufwendige Erhebungen auskommt.
4 Technische CO2-Reduktionspotentiale am Beispiel Gütersloh: Anwendung der erarbeiteten Methode auf die Stadt Gütersloh zur Ermittlung des technischen CO2-Minderungspotentials in den Sektoren Haushalte, GHD und Industrie.
5 Mobilisierbare Potentiale in Gütersloh: Bewertung der praktischen Umsetzbarkeit technischer Potentiale unter Einbeziehung von Wirtschaftlichkeit, zeitlichen Faktoren und der Akzeptanz lokaler Akteure in Gütersloh.
Kommunale Energiepolitik, Liberalisierung, Energiemarkt, Klimaschutz, CO2-Reduktionspotentiale, Stadtwerke, Energie-Umwandlungskette, Handlungsfelder, Energiepreise, Energieeffizienz, Gütersloh, Kraft-Wärme-Kopplung, Energiedienstleistungen, Energieplanung, Bestandsaufnahme.
Die Diplomarbeit untersucht, wie Kommunen im liberalisierten Energiemarkt ihre Klimaschutzziele weiterhin effektiv verfolgen können, indem sie gezielt Handlungsfelder für CO2-Minderungen identifizieren und bewerten.
Die Arbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen der Marktöffnung, kommunale Einflussmöglichkeiten (Instrumente), die Bestandsaufnahme von Energieverbräuchen sowie die Abschätzung technischer und mobilisierbarer CO2-Einsparpotentiale.
Ziel ist die Vorbereitung einer Entscheidungsgrundlage für Kommunen, um trotz der durch die Liberalisierung erschwerten Finanzierungsbedingungen (Wegfall der Umlagefinanzierung durch Stadtwerke) wirksame Schwerpunkte für eine aktive Energiepolitik zu setzen.
Es wird eine kennwertbasierte Analyse der Energie-Umwandlungskette entwickelt, die es erlaubt, Potentiale auf Basis vorhandener Verbrauchsdaten und spezifischer Strukturkennwerte abzuschätzen, ohne dass komplexe und teure flächendeckende Erhebungen notwendig sind.
Nach einer theoretischen Einführung in die Wirkungen der Liberalisierung werden Handlungsfelder definiert und eine neue Methode zur Identifizierung von Einsparpotentialen vorgestellt. Diese Methodik wird anschließend exemplarisch an der Stadt Gütersloh angewandt.
Die Arbeit fokussiert auf „Handlungsfelder“ entlang der Energie-Umwandlungskette, „mobilisierbare Potentiale“, die Rolle der „Stadtwerke“ als lokale Akteure sowie auf eine „kennwertbasierte“ Bestandsanalyse der kommunalen Emissionen.
Die Stadtwerke haben weniger finanzielle Spielräume, da die Quersubventionierung von Klimaschutzmaßnahmen über die Strompreise durch den zunehmenden Preiswettbewerb erschwert wird. Sie müssen sich stärker wirtschaftlich orientieren, was die politische Steuerbarkeit durch die Kommune reduziert.
Ja, die Methode ist grundsätzlich ortsunabhängig. Sie erfordert lediglich die Anpassung an lokale Gegebenheiten durch entsprechende Strukturkennwerte und Daten zu den lokalen Energieversorgungsstrukturen, was für die meisten Kommunen praktikabel umsetzbar ist.
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