Wissenschaftliche Studie, 2007
24 Seiten
Leistungsbeurteilung und schülerorientierter Unterricht
Phasen und Qualitätsindikatoren der Leistungsbeurteilung
Sprachverarbeitungsprozesse beim Vorlesen
Methodisches Vorgehen
Die erste Vorlesungsstunde
Die zweite Vorlesungsstunde
Auswertung und Schlussfolgerungen
Bibliographie
Anhänge 1-3
Diese Arbeit untersucht die Entwicklung und Erprobung von diagnostisch-formativen Leistungsbeurteilungsinstrumenten im frühen Fremdsprachenlernen. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen solcher Instrumente – wie Checklisten und Skalen – für die Förderung der Schüler sowie die Reflexion der eigenen Lehrpraxis zu evaluieren und aufzuzeigen, wie sie den Unterrichtsalltag in der Grundschule bereichern können.
Sprachverarbeitungsprozesse beim Vorlesen
Traditionell (und so auch im Europäischen Referenzrahmen für Sprachen) wird das Zuhören als rezeptive Fertigkeit bezeichnet. Dies ist etwas irreführend, weil Zuhören tatsächlich eher einen interaktiven Prozess darstellt, in dem textuelle Information und das Wissen, das ein Zuhörer bereits besitzt, integriert werden. Mit jedem Wort, jedem Satz, der vorgelesen wird, stellen Kinder unbewusst Hypothesen über die Bedeutung und den möglichen Handlungsverlauf auf, die fortlaufend aktualisiert werden. Das Gehirn isoliert den auditorische Input von Hintergrundgeräuschen und überträgt den Lautstrom in eine abstrakte Repräsentation. Dann erfolgen die phonetische Segmentierung, die Worterkennung und die syntaktische und inhaltliche Analyse. Schließlich muss das Gehörte in den weiteren Kontext der Geschichte eingebettet werden (Cutler/Clifton 2000). Viele Modelle des Zuhörens gehen davon aus, dass sowohl bottom-up- als auch top-down-Prozesse beim Verstehen eine Rolle spielen.
Leistungsbeurteilung und schülerorientierter Unterricht: Das Kapitel verortet die Leistungsbeurteilung innerhalb eines pädagogischen Leistungsbegriffs und betont ihre Bedeutung für schülerorientierte Unterrichtsformen durch den Erwerb in der Zone of Proximal Development.
Phasen und Qualitätsindikatoren der Leistungsbeurteilung: Es werden die verschiedenen Phasen des Assessments und der Evaluation dargelegt, wobei Fairness und die Integration in den Unterricht als wesentliche Qualitätsindikatoren identifiziert werden.
Sprachverarbeitungsprozesse beim Vorlesen: Das Kapitel erklärt, warum Zuhören als aktiver, konstruktiver Prozess zu verstehen ist, bei dem Lernende durch Hypothesenbildung und Kontextualisierung Bedeutung generieren.
Methodisches Vorgehen: Hier wird das Forschungsdesign der Untersuchung beschrieben, das auf der Erprobung von Beurteilungsinstrumenten in einer Grundschulklasse unter Verwendung von Videographie und Interviews basiert.
Die erste Vorlesungsstunde: Dieses Kapitel schildert den konkreten Unterrichtsverlauf während einer Vorleseeinheit und analysiert die erste Anwendung der Fremdbeurteilungsinstrumente sowie das Feedback der Lehrkraft.
Die zweite Vorlesungsstunde: Der Fokus liegt auf der Erprobung der Schüler-Selbstbeurteilungsskala und der Interaktion zwischen Beobachterin, Lehrkraft und Schülern bei der Anwendung des Instruments.
Auswertung und Schlussfolgerungen: Es werden die zentralen Thesen zusammengefasst, die aus den qualitativen Daten gewonnen wurden, und Empfehlungen für die zukünftige Forschung sowie den Praxiseinsatz gegeben.
Leistungsbeurteilung, Grundschule, Fremdsprachenlernen, diagnostisch-formativ, Hörverstehen, Selbstbeurteilung, Fremdbeurteilung, Sprachverarbeitung, Unterrichtsplanung, Feedbackprozesse, Schülerselbstbeurteilung, kognitive Modelle, Lernprozesse, Unterrichtsbeobachtung, Storytelling
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Einsatz von Instrumenten zur diagnostisch-formativen Leistungsbeurteilung im frühen Fremdsprachenunterricht an Grundschulen.
Im Zentrum stehen die Integration von Leistungsbeurteilung in den Unterricht, die kognitiven Prozesse beim Hörverstehen von Geschichten sowie die Evaluation von Checklisten und Skalen für Lehrkräfte und Schüler.
Das Ziel ist zu erforschen, wie Leistungsbeurteilungsinstrumente als diagnostisch-formative Werkzeuge gestaltet sein müssen, um Lernprozesse zu fördern und Lehrkräfte bei der Einschätzung und Reflexion ihrer Unterrichtsführung zu unterstützen.
Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung im Rahmen einer Pilotphase, die Beobachtungen, Think-Aloud-Verfahren, videographierte Unterrichtsstunden sowie Leitfadeninterviews mit der Lehrkraft nutzt.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Einordnung der Leistungsbeurteilung, dem methodischen Forschungsdesign und der detaillierten Auswertung der zwei untersuchten Vorlesestunden sowie der Handhabung der entwickelten Instrumente.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie formative Leistungsbeurteilung, Fremdsprachenunterricht in der Grundschule, Selbstbeurteilungsskala, Sprachverarbeitungsprozesse und Lehr-Lern-Interaktion charakterisieren.
Die Lehrkraft empfand es als anspruchsvoll, die gleichzeitige Tätigkeit des Vorlesens und der Beobachtung zur Beurteilung zu meistern, wobei sie den Vorteil der Instrumente gegenüber undifferenzierten Ansätzen betonte.
Die meisten Kinder konnten das Instrument trotz der hierarchischen Struktur eigenständig und reflektiert ausfüllen, wobei sich Hinweise zur Optimierung des Designs, wie die Gestaltung des Datumseingabefelds und der Symbole, ergaben.
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