Diplomarbeit, 2007
162 Seiten, Note: 1
Die Diplomarbeit widmet sich der Untersuchung der Situation von Angehörigen von Inhaftierten in Österreich und analysiert, welche spezifischen Betreuungsangebote weibliche Familienangehörige benötigen, um die Familienbeziehungen trotz der Inhaftierung zu stabilisieren. Die Arbeit befasst sich mit der Frage, welche Ressourcen den Frauen zur Bewältigung der besonderen Lebens- und Beziehungssituation zur Verfügung stehen und ob sich ihre Bedürfnisse im Laufe der Haft verändern.
Das erste Kapitel liefert eine Einführung in die Thematik der Diplomarbeit und skizziert die Problematik, die Angehörigen von Inhaftierten in Österreich erleben. Es wird die These aufgestellt, dass Angehörige als eine nicht wahrgenommene Zielgruppe der Sozialarbeit gelten. Das zweite Kapitel widmet sich den theoretischen Grundlagen und behandelt das Strafvollzugssystem in Österreich, die Situation der Angehörigen von Inhaftierten, die rechtliche Situation, die Lebenswelt der Angehörigen sowie die Rolle der Sozialarbeit und bestehende Hilfesysteme. Das dritte Kapitel beschreibt die Forschungsmethodik der Arbeit. Das vierte Kapitel präsentiert die Ergebnisse der qualitativen Interviews, die mit neun weiblichen Angehörigen von Inhaftierten durchgeführt wurden. Die Ergebnisse beleuchten die Lebenswelt der Frauen, ihre Bedürfnisse, Unterstützungsmöglichkeiten und ihre Strategien zur Bewältigung der Situation. Das fünfte Kapitel diskutiert die Ergebnisse im Kontext der relevanten Literatur und zieht Implikationen für die Praxis. Das sechste Kapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Arbeit zusammen.
Die Arbeit behandelt die Themenbereiche Strafvollzug, Angehörige von Inhaftierten, Sozialarbeit, Familienbeziehungen, Bedürfnisse, Unterstützungsmöglichkeiten, Bewältigungstrategien, qualitative Forschung, Österreich.
Obwohl sie von der Inhaftierung eines Familienmitglieds massiv mitbetroffen sind, stehen sie selten im Fokus der Forschung oder der sozialen Unterstützungsangebote.
Schätzungen gehen davon aus, dass in Österreich etwa 20.000 bis 30.000 Angehörige als Mitbetroffene des Strafvollzuges gelten.
Ein stabiles Familiensystem ist eine wesentliche Ressource für die erfolgreiche gesellschaftliche und berufliche Wiedereingliederung nach der Haftentlassung.
Sie benötigen Unterstützung bei der Bewältigung der neuen Lebenssituation, Stabilisierung der Beziehung und Zugang zu Ressourcen während der gesamten Haftzeit.
Ja, die Studie untersucht, wie sich Strategien und Bedürfnisse der Frauen im Zeitverlauf der Inhaftierung entwickeln und anpassen.
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