Examensarbeit, 2007
117 Seiten, Note: 2,0
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Einleitung
2. Stadtentwicklung durch Großereignisse
2.1 Die Theorie der Stadtentwicklung
2.2 Die Theorie der Festivalisierung
2.2.1 Merkmale von Großereignissen
2.3 Die Rolle von Großereignissen in der Stadtpolitik
2.3.1 Vorteile der Festivalisierung
2.3.2 Nachteile der Festivalisierung
3. Die Geschichte der Fußballweltmeisterschaft als Großereignis
3.1 Die Fußballweltmeisterschaft in Italien im Jahre 1990
3.2 Die Olympischen Spiele in Barcelona im Jahre 1992
4. Auswirkungen der Fußballweltmeisterschaft 2006 auf die Stadtentwicklung der Freien und Hansestadt Hamburg
4.1 Die Geschichte und Entwicklung der Stadt Hamburg bis zur Fußballweltmeisterschaft 2006
4.2 Die Untersuchungsmethode
4.3 Die Hypothesenformulierung
4.4 Die Untersuchung der Hypothesen
4.4.1 Hypothese 1: Infrastruktur
4.4.2 Hypothese 2: Finanzierung
4.4.3 Hypothese 3: Nachhaltige Stadtentwicklung
4.4.4 Hypothese 4: Image und Tourismus
4.4.5 Hypothese 5: Ökonomische Entwicklung
4.5 Evaluation
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Stadt Hamburg die Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft 2006 als Katalysator genutzt hat, um Stadtentwicklungsprojekte zu realisieren, die ohne dieses Großereignis eine deutlich längere Planungs- und Umsetzungszeit erfordert hätten. Dabei wird analysiert, ob diese Maßnahmen primär beschleunigend auf bestehende Pläne wirkten und welche nachhaltigen Effekte für die Stadtentwicklung daraus resultieren.
2.2.1 Merkmale von Großereignissen
Großereignisse umfassen unterschiedliche Merkmale, besonders gekennzeichnet sind sie „durch die räumliche, zeitliche und thematische Konzentration der Stadtpolitik auf einen Punkt, eben das Projekt“ (HÄUßERMANN und SIEBEL 1993, S. 9).
„Ein neuer Typus von Politik wird sichtbar: Die Politik der großen Ereignisse. Dabei werden kampagneartig Gelder, Menschen und Medien auf ein möglichst klar umrissenes Ziel hin mobilisiert“ (HÄUßERMANN und SIEBEL 1993, S. 8).
Diese Projekte finden in regelmäßigen Abständen in Städten oder Regionen statt, die stets durch ein aufwendiges Auswahlverfahren ermittelt werden (vgl. Kapitel 4.1, S. 34).
Großereignisse werden auf unterschiedlichen Ebenen differenziert. Austragungen von Weltmeisterschaften, Weltausstellungen oder Olympischen Spielen zählen zur internationalen Ebene, die Ernennung der Kulturhauptstadt zur europäischen Ebene und die Veranstaltung von Bundesgartenschauen zur nationalen Ebene (vgl. HUNING und PETERS 2003).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Nutzung von Großereignissen als Beschleuniger für städtebauliche Projekte und Formulierung der Forschungsfrage.
2. Stadtentwicklung durch Großereignisse: Theoretische Herleitung der Konzepte Stadtentwicklung und Festivalisierung sowie Diskussion von deren Vorteilen und Risiken.
3. Die Geschichte der Fußballweltmeisterschaft als Großereignis: Historische Entwicklung des Fußballs zum globalen Großereignis und Analyse vorangegangener Austragungen (Italien 1990, Barcelona 1992).
4. Auswirkungen der Fußballweltmeisterschaft 2006 auf die Stadtentwicklung der Freien und Hansestadt Hamburg: Empirische Untersuchung der konkreten Maßnahmen in Hamburg, gegliedert nach den fünf aufgestellten Hypothesen zu Infrastruktur, Finanzen, Nachhaltigkeit, Image und Ökonomie.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit der WM als Impulsgeber für die Hamburger Stadtentwicklung.
Stadtentwicklung, Festivalisierung, Großereignis, Fußballweltmeisterschaft 2006, Hamburg, Infrastruktur, Stadtpolitik, Finanzierung, Nachhaltigkeit, Image, Tourismus, Stadtplanung, Standortfaktoren, Public Private Partnerships, Stadterneuerung
Die Arbeit analysiert, inwieweit die Austragung der Fußballweltmeisterschaft 2006 als Katalysator für städtebauliche Projekte in Hamburg fungierte.
Die Themenfelder umfassen stadtpolitische Strategien (Festivalisierung), Verkehrsinfrastruktur, Finanzierungsmodelle und die Auswirkungen auf das Image sowie den Tourismus.
Das Ziel ist herauszufinden, ob Stadtentwicklungsprojekte durch das Großereignis zeitlich beschleunigt wurden und ob sie nachhaltig zur Stadtentwicklung beitragen.
Es wird eine qualitative Untersuchungsmethode angewandt, die eine Auswertung von Literatur, Dokumenten und Experteninterviews mit Akteuren aus Stadtverwaltung und Wirtschaft umfasst.
Der Hauptteil widmet sich der Überprüfung von fünf spezifischen Hypothesen zur Infrastruktur, Finanzierung, Nachhaltigkeit, Imagebildung und ökonomischen Entwicklung anhand von Hamburger Fallbeispielen.
Zentrale Begriffe sind Stadtentwicklung, Festivalisierung, Großereignis, Infrastruktur, Finanzierung und Imagebildung.
Sie dienten als wesentliches Instrument zur Finanzierung und Umsetzung, um bei finanziellen Engpässen der öffentlichen Hand externe Investoren und Partner einzubinden.
Nein, die Untersuchung zeigt, dass im Zuge der WM keine explizite Aufwertung benachteiligter Stadtteile stattfand; dies ist Gegenstand anderer Großprojekte wie der HafenCity oder der Internationalen Bauausstellung 2013.
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