Bachelorarbeit, 2007
40 Seiten, Note: 1.5
Sozialer Stress bei der Arbeit und im Privatleben im Vergleich: Eine ereignisbasierte Erhebung
Untersuchungsfragen und Hypothesen
Methode
Stichprobenbeschreibung
Instrumente
Design
Durchführung
Resultate
Häufigkeit und Inhalt der Stressoren
Arbeitsbezogene Ereignisse
Private Ereignisse
Nicht eindeutig Arbeit oder Privates
Vergleich Anzahl und Häufigkeit sozialer Stressoren bei der Arbeit und Privat
Vergleich Personen mit und ohne Führungsfunktion
Soziale Stressorskala und soziale Stressoren im Bereich Arbeit (Hypothesen 1a-1b).
Selbstwert und soziale Stressoren (Hypothese 2).
Diskussion
Inhalt und Häufigkeiten
Soziale Stressoren im Vergleich.
Soziale Stressoren in Abhängigkeit der Funktion.
Soziale Stressorskala und soziale Stressoren im Bereich Arbeit.
Selbstwert und soziale Stressoren.
Ziel der Bachelorarbeit ist die Analyse und der Vergleich von auftretenden sozialen Stressoren im Arbeits- und Privatleben sowie deren Zusammenhänge mit Persönlichkeitsmerkmalen mittels einer ereignisbasierten Erhebung.
Soziale Stressoren bei der Arbeit und im Privatleben im Vergleich: Eine ereignisbasierte Erhebung
Berichte über Stress im alltäglichen Leben werden von einem zunehmenden Anteil der Bevölkerung geäussert. Mehrheitlich sind damit Belastungen bei der Arbeit gemeint, welche einen Einfluss auf unser Wohlbefinden (Warr, 1999) und langfristig auch auf die Gesundheit (Siegrist, 2002) haben können. Andererseits werden auch zunehmend Stressoren im Privatleben und an deren Schnittpunkt zur Arbeit (Grebner, Elfering, Semmer, Kaiser-Probst, & Schlapbach, 2004) in die Untersuchungen miteinbezogen. Ganz allgemein wird Stress zu einem zunehmend bedeutsamen Befindens- und Kostenfaktor im Arbeits- und Privatleben und deshalb auch immer mehr Gegenstand von Untersuchungen.
Soziale Stressoren können sowohl häufig auftretende kleine alltägliche Ärgernisse, wie auch seltenere, bedeutende zwischenmenschliche Probleme sein (Grebner, Elfering, & Semmer, 2006, zitiert nach Emch & Galliker, 2006). Damit kommt ihnen eine ganz besondere Bedeutung zu. Einerseits stellen sie einen erheblichen Anteil an der Gesamtzahl erlebter Stressoren (vgl. dazu Kaiser-Probst & Schlapbach, 2000; Grebner et al., 2004), andererseits untergraben soziale Stressoren wichtige Ressourcen, wie die soziale Unterstützung, welche für ein adäquates Coping ausschlaggebend sind. Somit begünstigen sie die Entstehung neuer Situationen, welche als belastend empfunden werden. Nicht zuletzt deshalb spielen sie in der heutigen Arbeitswelt mit vielen zwischenmenschlichen Interaktionen eine nicht zu vernachlässigende Rolle.
Um ein ganzheitliches Bild vom Stresserleben im Alltag zu erheben und damit auch Einflüsse verschiedenster Tätigkeiten im Tagesverlauf untersuchen zu können, ist es entscheidend die Erhebung der Stressoren nicht auf den Arbeitstag zu beschränken. Sondern kontinuierlich und über mehrere Tage hinweg eine zeitnahe Dokumentation aller Aktivitäten zu gewährleisten. Dies ist mit dem Selbstbeobachtungsinstrument COMES (Computergestütztes Erfassungs-System, [Reicherts, Perrez, & Matathia, 1986]) gegeben. Basierend auf dem Situations-Verhaltens-Modell der Belastungsverarbeitung nach Reicherts (1988), werden Stressepisoden als Abfolge von Ereignissen verstanden, beginnend mit der Situationseinschätzung. Dafür ist das COMES ein adäquates Erhebungsverfahren.
Sozialer Stress bei der Arbeit und im Privatleben im Vergleich: Eine ereignisbasierte Erhebung: Einleitung in die Bedeutung von Stress als Befindens- und Kostenfaktor sowie Vorstellung des methodischen Ansatzes der ereignisbasierten Erhebung.
Untersuchungsfragen und Hypothesen: Darstellung der deskriptiven Ziele sowie der spezifischen Hypothesen bezüglich des Zusammenhangs von Stressoren, Persönlichkeitsmerkmalen und Führungsfunktionen.
Methode: Beschreibung der Stichprobe, der verwendeten Instrumente (COMES, soziale Stressorskala, Selbstwertskala) sowie des Studiendesigns und der Datenerhebung.
Resultate: Präsentation der erhobenen Häufigkeiten und Inhalte von Stressereignissen im Arbeits- und Privatleben sowie statistische Auswertung der Hypothesen.
Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Kontext bestehender Studien, kritische Reflexion der Methodik und Einordnung der Bedeutung für die Stressforschung.
Sozialer Stress, Arbeitsbelastung, Privatleben, Ereignisbasierte Erhebung, Stressoren, COMES, Soziale Stressorskala, Selbstwert, Stressprävention, Arbeitskontrolle, Zwischenmenschliche Konflikte, Belastungsverarbeitung, Coping, Berufsfunktion, Führungskraft
Die Arbeit untersucht das Auftreten und die Häufigkeit von sozialen Stressoren im Arbeits- und Privatleben durch eine ereignisbasierte Erhebung in Tagebuchform.
Im Zentrum stehen die Kategorisierung von Stressereignissen, der Vergleich zwischen verschiedenen Lebensbereichen sowie die Rolle von individuellen Ressourcen wie dem Selbstwert.
Das Hauptziel ist zu analysieren, ob sich substanzielle Unterschiede in den sozialen Stressoren zwischen Arbeits- und Privatleben zeigen und welche Zusammenhänge zwischen ereignisbasierten Daten und stabilen psychologischen Skalen bestehen.
Es wird das computergestützte Selbstbeobachtungs-Instrument COMES verwendet, ergänzt durch deskriptive Auswertungen und Korrelationsanalysen mit standardisierten psychologischen Skalen.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung, die detaillierte Darstellung der Resultate (Häufigkeitsanalysen) und die anschließende Diskussion der Ergebnisse im wissenschaftlichen Kontext.
Sozialer Stress, Ereignisbasierte Erhebung, Arbeitsbelastung, Coping und Selbstwert sind zentrale Begriffe der Studie.
Die Untersuchung dient dazu, verschiedene Belastungsmuster zu identifizieren und zu prüfen, ob stressauslösende Faktoren domänenspezifisch (also arbeits- oder freizeitbezogen) variieren.
Es wurde untersucht, ob sich die Häufigkeit und Art der berichteten sozialen Stressoren zwischen Personen mit und ohne Führungsfunktion unterscheidet, wobei die vorliegende Studie keine signifikanten Unterschiede fand.
Die Arbeit legt nahe, dass Zusammenhänge zwischen einzelnen, ereignisbasierten Stressberichten und langfristigen stabilen Skalenwerten nur schwer direkt nachweisbar sind, was weitere Forschungen zu Mediatoren notwendig macht.
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