Bachelorarbeit, 2006
46 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Relevanz und Ziel der Bearbeitung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Begriffsdefinition
2.1 Experience
2.1.1 Arten von Erfahrung
2.1.2 Unmittelbarkeit des Erlebnis
2.2 Lernen
2.2.1 Experience-based Learning
2.2.2 Experiential Learning
3 Die philosophische Basis des Experiential Learning
3.1 Lewin’s Aktionsforschung und Feldtherapie
3.2 Dewey’s Lern-Modell
3.3 Das Modell der kognitiven Entwicklung Piaget’s
4 Die Theorie des Experiential Learning
4.1 Grundprinzipien der ELT
4.2 Das Modell der ELT
4.2.1 Wissenserwerb
4.2.2 Wissensverarbeitung
4.3 Learning Styles Model
4.3.1 Diverging
4.3.2 Assimilating
4.3.3 Converging
4.3.4 Accomodating
4.4 Zusammenfassung
5 Anwendung
5.1 Beispiel: Experientially Based Training and Development
6 Kritiken der Experiential Learning Theory
6.1 Theoretische Grenzen nach Kayes
6.1.1 Psychodynamische Aspekte
6.1.2 Soziale Aspekte
6.1.3 Institutionelle Aspekte
6.2 Grenzen der Anwendung
6.2.1 Ergebnis des Lernens
6.2.2 Ethische Aspekte
6.3 Kritikpunkte nach Smith
6.4 Kritik an Kreis-Modellen nach Race
7 Entwicklungen
7.1 Atherton: Another Way
7.2 Lerndiagramm nach Jarvis
7.3 ‘Ripples’ Modell nach Race
8 Schlussbetrachtungen
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die Experiential Learning Theory (ELT) nach David Kolb zu geben, indem sie deren theoretische Grundlagen, ihre Anwendung in der Praxis sowie kritische Stimmen und weiterführende Entwicklungen aus der englischsprachigen Literatur analysiert. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Kolbs Modell als erklärende Theorie für menschliches Lernverhalten fungiert und inwiefern es durch spätere Ansätze erweitert oder kritisiert wurde.
Die Theorie des Experiential Learning
Die Theorie des Experiential Learning (ELT) basiert auf verschiedenen theoretischen Ansätzen, wie den in Kap. 3 vorgestellten Modellen Lewin’s, Dewey’s und Piaget’s, sowie Rogers’ klientenzentrierter Therapie, Maslow’s Humanismus und Perl’s Gestalttherapie. (Kolb, 1984)
Die Bezeichnung der Theorie erklärt Kolb wie folgt: „The Theory is called ’Experiential Learning’ to emphasize the central role that experience plays in the learning process, an emphasis that distinguishes ELT from other learning theories. The term ‘experiential’ is used therefore to differentiate ELT both from cognitive learning theories, which tend to emphasize cognition over affect, and behavioral learning theories that deny any role for subjective experience in the learning process. Another reason the theory is called ‘experiential’ is its intellecual origins in the experiential works of Dewey, Lewin and Piaget.” (Kolb, 2000, S.2)
Die besondere Bedeutung von Kolb’s Lerntheorie liegt in der Ganzheitlichkeit, die unterschiedliche Zugangsweisen in einem Modell vereint, sowie in ihrer allgemeinen Anwendbarkeit.
1 Einleitung: Definiert die Problemstellung, Relevanz und Zielsetzung der Arbeit zur Analyse der Experiential Learning Theory.
2 Begriffsdefinition: Erläutert die zentralen Termini wie Experience und Lernen im Kontext der englischsprachigen Literatur.
3 Die philosophische Basis des Experiential Learning: Stellt die einflussreichen Lerntheorien von Lewin, Dewey und Piaget als Fundament der ELT vor.
4 Die Theorie des Experiential Learning: Beschreibt die Grundprinzipien, den Lernzyklus und das Learning Styles Model von Kolb.
5 Anwendung: Beleuchtet praktische Einsatzmöglichkeiten der Theorie, illustriert durch das Beispiel des Experientially Based Training and Development.
6 Kritiken der Experiential Learning Theory: Zusammenfassung theoretischer, sozialer und ethischer Kritikpunkte sowie spezifischer Einwände verschiedener Autoren.
7 Entwicklungen: Präsentiert weiterführende Modelle von Atherton, Jarvis und Race als Ergänzung zum ursprünglichen Ansatz.
8 Schlussbetrachtungen: Eine abschließende Interpretation der Autorin über die Bedeutung und die offenen Fragen der ELT.
Experiential Learning Theory, Kolb, Learning Styles Model, Erfahrungslernen, Learning by Doing, Wissenserwerb, Reflexion, Erwachsenenbildung, Handlungsorientierung, Lerntheorie, Konstruktivismus, Praxisanwendung, Motivation.
Die Arbeit untersucht die Experiential Learning Theory (ELT) von David Kolb, ihre theoretischen Ursprünge, ihre Anwendung und die kritische Diskussion in der englischsprachigen Literatur.
Die zentralen Felder umfassen die philosophische Basis (Lewin, Dewey, Piaget), die Struktur des Lernzyklus, die verschiedenen Lernstile, praktische Trainingsansätze sowie die wissenschaftliche Kritik am Modell.
Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Theorie, ihre Stärken, ihre praktischen Anwendungsmöglichkeiten sowie ihre Grenzen und Weiterentwicklungen zu geben.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der zentrale theoretische Konzepte und aktuelle Forschungsergebnisse aus englischsprachigen Fachquellen synthetisiert und kritisch reflektiert werden.
Im Hauptteil werden die ELT-Modelle detailliert erklärt, die verschiedenen Lerntypen analysiert, Anwendungsbeispiele wie EBTD beschrieben und eine umfassende Kritik an der Theorie dargelegt.
Die wichtigsten Begriffe sind unter anderem Experiential Learning Theory, Lernstile, Erfahrungslernen, Reflexion und handlungsorientiertes Lernen.
Race kritisiert die stufenweise Darstellung von Lernprozessen in Kreismodellen und betont stattdessen eine dynamische, überlappende Interaktion, die er als „Ripples on a Pond“ visualisiert.
Die Autorin argumentiert, dass die ELT zwar den Lernzyklus beschreibt, die entscheidende Voraussetzung des „Lernen-Wollens“ jedoch als treibende Kraft stärker berücksichtigt werden sollte.
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