Examensarbeit, 2002
99 Seiten, Note: sehr gut (1)
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
2 Produktorientierung
2.1 Das Computerprogramm Junior Schreibstudio
2.2 Schreib- und Gestaltungsprozesse
2.3 Produktorientierung beim Schreiben
2.4 Produktorientierung im Umgang mit dem Junior Schreibstudio
3 Kognitive Lernformen
3.1 Begriffsbildung
3.2 Wissenserwerb
3.3 Lernen von Handeln
3.4 Lernen von Problemlösen
3.5 Lernchance – Lernbehinderung
4 Methodisches Vorgehen der Untersuchung
4.1 Beobachtungssituation
4.2 Fallstudien
5 Durchführung der Untersuchung
5.1 Lars: Produktorientierung mit flexibler Produktidee
5.1.1 Gestaltungsabsichten
5.1.2 Gestaltungsprozesse
5.1.3 Lerneffizienz
5.2 Mesut: Produktorientierung mit inflexibler Produktidee
5.2.1 Gestaltungsabsichten
5.2.2 Gestaltungsprozesse
5.2.3 Lerneffizienz
5.3 Lisa: Produktorientierung mit Schreibprozessen
5.3.1 Gestaltungsabsichten
5.3.2 Gestaltungsprozesse
5.3.3 Lerneffizienz
5.4 Christos: Produktorientierung mit Produktidee, die aus der Interaktion mit dem Computer entsteht
5.4.1 Gestaltungsabsichten
5.4.2 Gestaltungsprozesse
5.4.3 Lerneffizienz
5.5 Tara: Funktionslust ohne Produktorientierung
5.5.1 Interesse am Programm
5.5.2 Erkunden des Programms
5.5.3 Lerneffizienz
5.6 Typisierung der Fälle
5.7 Tabellarische Übersicht aller beobachteten Grundschüler
5.7.1 Ergebnisse der Tabelle
5.7.2 Interpretation der Tabellenergebnisse
6 Auswertung der Untersuchung
6.1 Produktorientierung als Lernchance
6.2 Produktorientierung als Lernbehinderung
7 Zusammenfassung und Ausblick
8 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch, inwiefern die Produktorientierung im Umgang mit einem Computer-Schreibprogramm für Grundschüler der Klassen 1 bis 4 eine Lernchance oder eine Lernbehinderung darstellt, wobei insbesondere der Zusammenhang zwischen Produktorientierung und Lerneffizienz im Fokus steht.
Produktorientierung als Lernbehinderung
Produktorientierung ist eine Lernbehinderung, wenn sie die Aneignung von Informationen behindert. Im Folgenden wird aufgeführt, wann Produktorientierung eine Behinderung für die vier Lernformen ist.
Produktorientiertes Vorgehen behindert die Begriffsbildung, wenn es davon abhält Funktionen kennen zu lernen. Dies ist der Fall, wenn für die Umsetzung der Produktidee ausschließlich Funktionen verwendet werden, die bekannt sind, oder insgesamt wenige Funktionen verwendet werden. Daraus kann resultieren, dass keine Gelegenheit für die Begriffsbildung entsteht.
Bei Mesut ist zu beobachten, dass er im ersten Malprozess lediglich drei Malfunktionen für die Umsetzung der Produktidee verwendet und daher keine weiteren Funktionen kennen lernt.
Produktorientierung behindert den Wissenserwerb, wenn sie vom Erkunden des Programms und vom Erfragen von Informationen abhält, da dies für die Umsetzung der Produktidee nicht nötig ist. Beispielhaft hierfür ist das Vorgehen von Lisa, die ausschließlich anhand ihrer Kenntnisse des Programms vorgeht um Produkte zu erstellen und dabei kaum Sachwissen erwirbt.
1 Einleitung: Die Arbeit begründet die Relevanz der Untersuchung zum computegestützten Lernen und führt in die Fragestellung ein, ob Produktorientierung eine Lernchance oder -behinderung darstellt.
2 Produktorientierung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Produktorientierung im Kontext des Junior Schreibstudios und erläutert theoretische Grundlagen zu Schreib- und Gestaltungsprozessen.
3 Kognitive Lernformen: Es werden kognitionspsychologische Lerntheorien dargelegt, die als theoretisches Fundament für die anschließende Analyse der Lerneffizienz dienen.
4 Methodisches Vorgehen der Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das Forschungsdesign, inklusive der Beobachtungssituation an den beteiligten Grundschulen und dem methodischen Ansatz der Fallstudien.
5 Durchführung der Untersuchung: Hier werden die fünf Fallstudien detailliert dargestellt, analysiert und durch eine typisierte tabellarische Übersicht aller 24 beobachteten Schüler ergänzt.
6 Auswertung der Untersuchung: Die Ergebnisse werden synthetisiert, um die Bedingungen herauszuarbeiten, unter denen Produktorientierung entweder lernförderlich oder lernbehindernd wirkt.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und diskutiert Konsequenzen für die zukünftige Gestaltung von computergestütztem Unterricht.
Produktorientierung, Junior Schreibstudio, Schreibprozesse, Gestaltungsprozesse, Kognitive Lernformen, Grundschule, Lerneffizienz, Fallstudien, Informatische Bildung, Medienpädagogik, Problemlösen, Begriffsbildung, Wissenserwerb, Computer im Unterricht
Die Arbeit analysiert, wie sich die Orientierung von Grundschülern an der Erstellung eines Produkts bei der Arbeit mit einem Computer-Schreibprogramm auf deren Lernprozesse auswirkt.
Die zentralen Felder sind Schreibdidaktik, kognitive Lernpsychologie, Gestaltungsprozesse am Computer und die Evaluation von Lernerfolgen durch empirische Fallstudien.
Das Ziel ist zu untersuchen, inwiefern Produktorientierung beim Umgang mit Computern eine Lernchance oder eine Lernbehinderung für Schüler der Klassen 1 bis 4 darstellt.
Es wird eine empirische Untersuchung durchgeführt, die auf Beobachtungen von 24 Schülern basiert, wobei der Fokus auf einer interpretativen Analyse von fünf kontrastreichen Fallstudien liegt.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Definition der Produktorientierung, der Erläuterung kognitiver Lernformen, der Beschreibung des methodischen Vorgehens sowie der detaillierten Durchführung und Auswertung der Fallstudien.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Produktorientierung, Schreib- und Gestaltungsprozesse, kognitive Lernformen, Lerneffizienz und computergestütztes Lernen charakterisieren.
Die Untersuchung zeigt, dass eine starke Fixierung auf das Endprodukt Lernmöglichkeiten einschränken kann, da Schüler dann dazu neigen, schwierige Problemlösungen zu vermeiden, um ihr Produkt nicht zu gefährden.
Die Interaktivität fordert den Nutzer zur Selbstreflexion heraus und bietet unmittelbare Rückmeldungen, was bei produktorientiertem Vorgehen sowohl zur gezielten Strategiebildung als auch zu kreativen Umdeutungen führen kann.
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