Diplomarbeit, 2007
135 Seiten, Note: 2,6
1 Der personenzentrierte Therapieansatz
1.1 Historische Entwicklung
1.1.1 Entwicklung des personenzentrierten Therapieansatzes durch Carl R. Rogers
1.1.2 Verbreitung in Deutschland
1.1.3 Aktuelle Entwicklung
1.2 Personenzentrierter Therapieansatz im Bezugsrahmen der Humanistischer Psychologie
1.2.1 Das Menschenbild der Humanistischen Psychologie
1.2.2 Die humanistische Sicht des Menschen im personenzentrierten Therapieansatz
1.3 Die Persönlichkeitstheorie von Carl R. Rogers
1.3.1 Grundbegriffe
Organismus
Aktualisierungstendenz
Erfahrung
Symbolisierung
Selbst, Selbstkonzept, Selbststruktur
Selbstaktualisierungstendenz
1.3.2 Die Entwicklungstheorie von Carl R. Rogers
Entwicklungsrelevante Bedürfnisse des Individuums
Entwicklung des Selbstkonzepts
Exkurs: Bindungstheoretische Aspekte im personenzentrierten Therapieansatz
Theorie der Fully Function Person
1.4 Das Konzept der Störung im personenzentrierten Therapieansatz
1.4.1 Theorie der Inkongruenz
Einfluss frühen Inkongruenzerlebens
Folgen des Inkongruenzerlebens
1.4.2 Funktion des Störungskonzepts
1.5 Therapietheoretische Aspekte des personenzentrierten Ansatzes
1.5.1 Therapieprozess
Prozesskontinuum
1.5.2 Therapeutisches Beziehungsangebot – Therapeutenvariablen
Empathie – Einfühlendes Verstehen
Akzeptanz – Bedingungsfreie positive Beachtung
Kongruenz – Echtheit
1.5.3 Klient
Selbstexploration
Selbstverantwortlichkeit des Klienten
1.5.4 Therapieziele
2 Entwicklung im Jugendalter
2.1 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
2.2 Pubertäre Entwicklung und ihre Folgen
2.2.1 Körperwachstum
2.2.2 Sexuelle Reifung
2.2.3 Folgen pubertärer Entwicklung
Körperselbstbild
Geschlechtsidentität, Geschlechtsrolle, sexuelle Orientierung und Sexualverhalten
2.3 Kognitive Entwicklung und ihre Folgen
Moralische Entwicklung
2.4 Lebenssituation Jugendlicher im sozialen Kontext
2.4.1 Sozialisationsinstanz Familie
2.4.2 Beziehung zu Gleichaltrigen
2.4.3 Schul- und Ausbildungsinstitutionen
Sozialisationsinstanz Schule
Ausbildungszeit – Berufliche Qualifizierung
2.5 Entwicklung der Identität und des Selbstkonzepts im Jugendalter
Identitätsentwicklung
Veränderung des Selbstkonzepts
2.6 Bedürfnisse Jugendlicher
2.7 Persönlichkeitsentwicklung in der Adoleszenz
2.8 Bewältigungsstrategien im Jugendalter
2.9 Psychopathologische Erscheinungsbilder im Jugendalter
3 Personenzentrierte Therapie mit Jugendlichen
3.1 Abgrenzung zur Kinder- und Erwachsenentherapie
3.2 Kennzeichen personenzentrierter Jugendlichenpsychotherapie
3.3 Probleme in der Therapie mit Jugendlichen
3.4 Personenzentrierte Arbeitsweise in der Therapie mit Jugendlichen
3.5 Ziele personenzentrierter Therapie mit Jugendlichen
3.6 Indikationskriterien personenzentrierter Therapie mit Jugendlichen
3.7 Verlauf personenzentrierter Therapie mit Jugendlichen
3.8 Bedürfnisse Jugendlicher im Bezugsrahmen des personenzentrierten Therapieansatzes
3.9 Exemplarische Betrachtung: Depression im Jugendalter und Behandlungsmöglichkeiten nach dem personenzentrierten Therapieansatz
3.9.1 Depression im Jugendalter
3.9.2 Beziehungsgefüge, Inkongruenzkonstellation und Selbstkonzept Jugendlicher mit depressiver Störung
3.9.3 Behandlungsmöglichkeiten für Jugendliche mit depressiver Störung nach dem personenzentrierten Therapieansatz
Schluss
Die Arbeit untersucht, inwiefern der personenzentrierte Therapieansatz nach Carl R. Rogers geeignet ist, die spezifischen Entwicklungsprozesse und Bedürfnisse Jugendlicher in der Adoleszenz zu unterstützen und zu fördern. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der therapeutischen Arbeit mit Jugendlichen in kritischen Entwicklungsphasen sowie der exemplarischen Anwendung bei depressiven Störungen.
Die Persönlichkeitstheorie von Carl R. Rogers
Der Persönlichkeitstheorie von Rogers liegen die oben genannten Annahmen zum Verständnis des Menschen zugrunde. Ursachen dafür sind, dass die Erkenntnisse und Postulate zur Persönlichkeitstheorie aus der therapeutischen Erfahrung von Rogers und Mitarbeitern abgeleitet wurden. Demnach fließen die zentralen Haltungen des Menschenbildes, die sich im Zuge der Entwicklung des Therapieansatzes differenzierten, mit in die Konzeption der Persönlichkeitstheorie von Rogers ein.
Gleichzeitig ist die Persönlichkeitstheorie von Rogers für die Arbeits- und Verstehensweise des Therapeuten in der Beziehung zum Klienten bedeutend. Im Folgenden werden zentrale Begriffe, Konstrukte und Annahmen wie Organismus, Aktualisierungstendenz, Erfahrung, Symbolisierung, Selbst, Selbstaktualisierungs und Selbsterhaltungstendenz als Grundbegriffe der Persönlichkeitstheorie von Carl R. Rogers definiert (vgl. Höger 2006b, S. 37f.). Dann sind Annahmen zur Entwicklung des Individuums zu betrachten, welche als Entwicklung des Selbst verstanden wird. Die Theorie des Selbstkonzeptes und die Selbstkonzeptentwicklung sind zentrale Punkte dieser Entwicklungslehre (vgl. Quitmann 1996, S. 143).
1 Der personenzentrierte Therapieansatz: Vermittelt die theoretischen Grundlagen des Ansatzes, das humanistische Menschenbild und die Persönlichkeitstheorie von Carl R. Rogers.
2 Entwicklung im Jugendalter: Analysiert die komplexen Entwicklungsprozesse, Entwicklungsaufgaben und Bedürfnisse Jugendlicher in der Adoleszenz.
3 Personenzentrierte Therapie mit Jugendlichen: Verknüpft die theoretischen Konzepte mit der praktischen Arbeit, den Indikationen und Herausforderungen in der Therapie mit Jugendlichen.
Personenzentrierte Therapie, Carl R. Rogers, Jugendalter, Adoleszenz, Selbstkonzept, Persönlichkeitsentwicklung, Psychotherapie, Identitätsentwicklung, Bindungstheorie, Aktualisierungstendenz, Inkongruenz, Empathie, Akzeptanz, Kongruenz, Depression.
Die Arbeit untersucht, ob das psychotherapeutische Verfahren des personenzentrierten Therapieansatzes nach Carl R. Rogers den komplexen Entwicklungsprozessen von Jugendlichen und deren speziellen Bedürfnissen gerecht werden kann.
Die Untersuchung umfasst die Grundlagen des personenzentrierten Ansatzes, die Entwicklungspsychologie des Jugendalters, die Identitäts- und Selbstkonzeptentwicklung sowie die spezifische Anwendung des Ansatzes in der Jugendlichentherapie.
Ziel ist es zu klären, inwieweit eine personenzentrierte Therapieform die Persönlichkeitsentwicklung in der Adoleszenz positiv fördern und unterstützen kann.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Diplomarbeit, die den personenzentrierten Therapieansatz in Bezug zu aktuellen entwicklungspsychologischen Erkenntnissen über das Jugendalter setzt und exemplarisch auf das Störungsbild der Depression anwendet.
Im Hauptteil werden neben den personenzentrierten Konzepten (wie Aktualisierungstendenz und Störungstheorie) vor allem die Entwicklungsaufgaben, Pubertätsfolgen, kognitive Entwicklung sowie die soziale Lebenssituation von Jugendlichen analysiert.
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Personenzentrierte Therapie, Adoleszenz, Selbstkonzept, Inkongruenz und Jugendliche.
Durch die personenzentrierte Grundhaltung (Empathie, Akzeptanz, Kongruenz) wird dem Jugendlichen Eigenverantwortung zugeschrieben, während der Therapeut als verlässlicher Partner fungiert, ohne die Autonomie durch direktives Eingreifen zu untergraben.
Es hilft zu verstehen, wie Diskrepanzen zwischen Selbstkonzept und Erfahrung zu Symptomen wie Depression führen, und leitet den Therapeuten dazu an, die Selbstaktualisierungsprozesse des Jugendlichen gezielt zu fördern.
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