Diplomarbeit, 2008
84 Seiten, Note: 2,7
1 VORWORT
2 KINDHEIT UND BEWEGUNG
2.1 Das Kindergartenkind
2.1.1 Spiel als kindliche Daseinsform
2.1.2 Die Bewegungsentwicklung des Kindes
2.2 Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung
2.2.1 Entwicklung des Selbst
2.2.2 Kognitive Entwicklung
2.2.3 Soziale Entwicklung
2.3 Bewegung im heutigen Alltag von Kindern
2.4 Folgen von Bewegungsmangel
3 TANZ – EINE URSPRÜNGLICHE BEWEGUNGSFORM
3.1 Verschiedene Arten des Tanzes
3.2 Ausrichtungen von Tanz- und Ballettunterricht
3.3 Bedeutung von Tanz für die kindliche Entwicklung
4 PÄDAGOGISCHE GRUNDLAGEN DER BEWEGUNGS- UND TANZERZIEHUNG
4.1 Verschiedene Konzepte der Elementarerziehung
4.2 Ziele der Bewegungs- und Tanzerziehung
4.3 Inhalte und Methoden der Bewegungserziehung
4.4 Inhalte und Methoden der Tanzerziehung
4.5 Modell einer Bewegungsstunde
5 RÄUME FÜR BEWEGUNG UND TANZ IM KINDERGARTEN UND IN DER FREIZEIT
5.1 Familie und häusliches Umfeld
5.2 Bewegungsräume im Kindergarten
5.3 Eltern-Kind-Gruppen
6 SCHLUSSBETRACHTUNG
Diese Diplomarbeit untersucht die zentrale Bedeutung von Bewegung und Tanz für die ganzheitliche Entwicklung und Persönlichkeitsbildung von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren unter Berücksichtigung der heutigen Lebensumstände.
2.1.1 Spiel als kindliche Daseinsform
Das Spiel wird als Daseinsform des Kindes bezeichnet, denn nahezu alle seine Aktivitäten verlaufen spielerisch. Spiel wird definiert „als eine lustvolle körperliche, geistige oder soziale Tätigkeit, die sich selbst genügt und keine außer ihren selbst liegenden Ziele verfolgt“ (Rüssel, 1959 in Feser, 2000 in Baur 2002, S.38).
Dem Kind dient das Spiel - theoretisch betrachtet - zur Ausbildung seiner sinnlichen, kognitiven und motorischen Fähigkeiten sowie dem Erproben wichtiger Fertigkeiten, der Geschicklichkeit und des Sozialverhaltens (Baur 2002, S.39 nach Groos, 1899). Vor allem im Kleinkind- und Kindergartenalter ist das Spiel die vorherrschende Tätigkeit, die wichtige Funktionen in der kindlichen Entwicklung erfüllt. Durch das Spielen verstehen Kinder die Welt, lernen sich selbst kennen und bauen soziale Kontakte auf. Sie empfinden Freude und Lust beim Spielen und des Öfteren sind sie so darin versunken, dass sie alles um sich herum vergessen, sogar physische Bedürfnisse wie essen, trinken oder zur Toilette gehen.
Im Spiel werden Fantasie und Kreativität des Kindes sowie die Einsicht in sachliche und soziale Zusammenhänge und die Fähigkeit, Probleme zu lösen entwickelt bzw. gefördert. Das Kind lernt beim Spielen, indem es seine Umwelt erforscht, sie begreift. Es kann sich aber auch von jener zurückziehen. Im spielerischen Umgang mit einem Gegenstand erhält es wichtige Informationen über ihn, deutet ihn aber auch um, z. B. einen Holzbaustein zu einem Auto oder einen Stuhl zu einem Haus. Ein Kind spielt aber niemals, um zu lernen, sondern weil es ihm Spaß bereitet (Zimmer 2004, S.88f).
1 VORWORT: Die Autorin erläutert ihre persönliche Motivation und die Relevanz der Thematik angesichts zunehmenden Bewegungsmangels bei Kindern.
2 KINDHEIT UND BEWEGUNG: Dieses Kapitel behandelt die Grundlagen der kindlichen Bewegungsentwicklung sowie die Bedeutung von Bewegung für die Selbst-, kognitive und soziale Entwicklung.
3 TANZ – EINE URSPRÜNGLICHE BEWEGUNGSFORM: Hier wird der Tanz als menschliche Ausdrucksform definiert und die verschiedenen Tanzstile sowie deren Eignung für Kinder beleuchtet.
4 PÄDAGOGISCHE GRUNDLAGEN DER BEWEGUNGS- UND TANZERZIEHUNG: Das Kapitel erläutert pädagogische Konzepte, Ziele und methodische Ansätze zur Vermittlung von Bewegung und Tanz im Elementarbereich.
5 RÄUME FÜR BEWEGUNG UND TANZ IM KINDERGARTEN UND IN DER FREIZEIT: Die Autorin untersucht notwendige Rahmenbedingungen und Gestaltungsoptionen für Bewegungsräume in Familie, Kindergarten und Eltern-Kind-Gruppen.
6 SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und die Notwendigkeit unterstrichen, Bewegung und Tanz stärker in die Erziehungspraxis und die Soziale Arbeit zu integrieren.
Bewegungserziehung, Tanzerziehung, Kindesentwicklung, Kindergarten, psychomotorische Förderung, Spielformen, Bewegungsmangel, Selbstkonzept, soziale Kompetenz, Pädagogische Konzepte, Tanzpädagogik, Bewegungsraum, Eltern-Kind-Arbeit, Körpererfahrung, Elementarerziehung
Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung von Bewegung und Tanz als essenzielle Bestandteile einer ganzheitlichen Förderung von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren.
Die zentralen Felder umfassen die kindliche Bewegungsentwicklung, die pädagogische Einbettung von Tanz, die Gestaltung entwicklungsförderlicher Umgebungen sowie die negativen Auswirkungen von Bewegungsmangel.
Das Ziel ist es, den hohen Stellenwert von Bewegung und Tanz für die Persönlichkeitsentwicklung deutlich zu machen und Pädagogen sowie Eltern zur verstärkten Förderung in diesen Bereichen anzuregen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die sich auf eine umfassende Literaturanalyse bestehender fachwissenschaftlicher Erkenntnisse zur Bewegungs- und Tanzpädagogik stützt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Bedeutung von Bewegung, eine Darstellung der verschiedenen Tanzformen, pädagogische Grundlagen für die Praxis sowie eine Analyse geeigneter Bewegungsräume.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Bewegungs- und Tanzerziehung, psychomotorische Förderung, ganzheitliche Entwicklung und der Situationsansatz in der Kindergartenarbeit.
Das Rollenspiel ermöglicht Kindern die Auseinandersetzung mit der eigenen Umwelt, die Verarbeitung von Spannungen und die Erprobung sozialer Verhaltensweisen in einer geschützten, spielerischen Form.
Im Gegensatz zu isolierten Lernprogrammen orientiert sich dieser Ansatz an den aktuellen Lebenssituationen, Interessen und Bedürfnissen der Kinder, um Lernen unmittelbar und bedeutungsvoll zu gestalten.
Bewegungsräume sollten flexibel nutzbar sein, Anregungen durch Materialien bieten und dem Kind genügend Handlungsspielraum sowie Entscheidungsfreiheit lassen, um eigenverantwortlich tätig zu werden.
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