Magisterarbeit, 2007
113 Seiten, Note: 1,7
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
0. Einleitung
1. Theoretische Grundlagen
1.1 Der Terminus Varietät
1.1.1 Die verschiedenen Ordnungsdimensionen von Varietäten
1.1.1.1 Die diatopische Dimension: lokale/ regionale Varietäten (Dialekte)
1.1.1.2 Die diastratische Dimension - Soziolekte
1.1.1.3 Die diaphasische Dimension - Situolekte
1.1.1.4 Die Standardvarietät
1.2 Zusammenfassung
1.3. Die deutsche Sprache und ihre nationalen und regionalen/ lokalen Varietäten
1.3.1 Plurizentrizität
1.3.1.1 Deutsch als plurizentrische Sprache und ihre nationalen Varietäten
1.3.2 Standarddeutsch vs. regionale Varietäten im Vollzentrum Deutschland
1.3.2.1 Die Kodifizierung der Standardsprache in Deutschland
1.3.2.2 Regionale Varietäten - von der Mundart zum Dialekt
1.3.2.4 Die innerdeutsche Dialektverteilung
1.3.2.5 Dialekttendenzen - Sprachwandel
1.3.3 Die Sprachsituation in den Vollzentren Schweiz und Österreich
1.3.3.1 Die Sprachsituation in der Schweiz
1.3.3.2 Die Sprachsituation in Österreich
1.4 Zusammenfassung
2. Regionale Varietäten der deutschen Sprache und deren Relevanz im Deutsch als Fremdsprachen - Unterricht
2.1 Regionale Varietäten im aktuellen DaF - Unterricht in den Vollzentren Deutschland, Schweiz und Österreich - eine situationsbeschreibende Fragebogenstudie
2.1.1 Zum Verfahren der Fragebogenstudie
2.1.2 Ergebnisse und Auswertung der in Deutschland durchgeführten Fragebogenstudie
2.1.3 Die regionalen Varietäten im schweizerischen und österreichischen DaF-Unterricht
2.1.4 Regionale Varietäten im deutschschweizerischen DaF-Unterricht
2.1.4.1 Ergebnisse und Auswertung der in der Deutschschweiz durchgeführten Fragebogenstudie
2.1.5 Regionale Varietäten im österreichischen DaF-Unterricht
2.1.5.1 Ergebnisse und Auswertung der in Österreich durchgeführten Fragebogenstudie
2.2 Zusammenfassung und Schlussfolgerung
2.3 Die Sonderstellung des bairischen Dialektraums
2.3.1 Schlussfolgerung und Konzeptansätze für den DaF-Unterricht im bairischen Dialektraum und im Bundesland Bayern
3. Forschungsauftrag - Forschungsansatz
4. Bilanz und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz der Integration regionaler Varietäten in den Unterricht "Deutsch als Fremdsprache" (DaF). Ziel ist es, basierend auf dem aktuellen Sprachgebrauch und einer Fragebogenstudie, zu evaluieren, ob und wie dialektale Elemente didaktisch sinnvoll in den DaF-Unterricht integriert werden können, um Lerner besser auf die reale sprachliche Situation in den Vollzentren Deutschland, Österreich und der Schweiz vorzubereiten.
1.1.1.1 Die diatopische Dimension: lokale/ regionale Varietäten (Dialekte)
Der Raum gilt hier als Klassifizierungsinstanz der lokalen/ regionalen Varietäten (Dialekt) und der Umgangssprache. Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern man Varietäten durch räumliche Faktoren, z.B. nach Maßgabe der Größenordnung von Räumen, abgrenzen kann. Gemäß der Raumskala kleinräumig - mittelräumig - großräumig unterscheidet Dittmar :
a) überregionale Varietät (Umgangssprache, Regiolekt)
b) städtische Varietät (Urbanolekt)
c) regionale Varietät (Dialekt)
d) lokale Varietät
Auf den Terminus Standardvarietät, der laut Dittmar die normativ - präskriptive Dimension darstellt, wird in Kapitel 1.1.1.4 näher eingegangen. In Kapitel 1.3.2.3 erfolgt eine intensive Auseinandersetzung mit dem Terminus Dialekt bzw. mit dialektalen Elementen in einer Varietät. An dieser Stelle soll darauf hingewiesen werden, dass sich eine genaue Definition als durchaus schwierig erweist. Jedoch können Dialekte, im Vergleich mit anderen Sprachvarietäten als „eigenständige Varietäten“ angesehen werden. Diese sprachliche Eigenständigkeit liegt darin, dass Dialekte auf allen sprachlichen Ebenen mehr oder weniger ausgeprägte Systeme entfaltet haben, und zwar auf den Ebenen der Phonologie, der Morphologie, der Syntax und der Lexik.“ (Braun, 1998: 22) Nach Mattheier ist Dialekt „ein historisches Phänomen, das seine Natur im Laufe der Zeit verändert und für jedes Land in unterschiedlicher Weise definiert werden kann“. (1980: 12ff.) Mattheier unterscheidet drei
0. Einleitung: Diese Einleitung führt in die plurizentrische Natur der deutschen Sprache ein und erläutert das Ziel der Arbeit, die Relevanz regionaler Varietäten im DaF-Unterricht zu untersuchen.
1. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert eine soziolinguistische Basis zur Varietätenforschung, definiert zentrale Termini und erläutert die verschiedenen Ordnungsdimensionen von Sprache.
2. Regionale Varietäten der deutschen Sprache und deren Relevanz im Deutsch als Fremdsprachen - Unterricht: Der Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der empirischen Fragebogenstudien in Deutschland, der Schweiz und Österreich und diskutiert die didaktischen Ansätze.
3. Forschungsauftrag - Forschungsansatz: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Erhebung der Daten und die wissenschaftliche Herangehensweise an die Fragestellung.
4. Bilanz und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Notwendigkeit weiterführender Forschung sowie aktualisierter Unterrichtskonzepte hervorgehoben.
Deutsch als Fremdsprache, DaF, Regionale Varietäten, Dialekt, Plurizentrizität, Soziolinguistik, Standarddeutsch, Sprachwandel, Umgangssprache, Sprachunterricht, Fragebogenstudie, Dialektologie, Deutschschweiz, Österreich, Bairischer Sprachraum
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und den Einbezug regionaler Sprachvarietäten und Dialekte in den Deutsch als Fremdsprache-Unterricht (DaF).
Zentrale Themen sind die plurizentrische Struktur des Deutschen, die soziolinguistische Definition von Varietäten sowie die praktische Umsetzung bzw. Integration dieser in den Fremdsprachenunterricht.
Das Ziel ist zu evaluieren, ob und wie regionale Varietäten in den DaF-Unterricht integriert werden sollten, um Lernern ein realistischeres Bild der deutschen Sprache in ihrer alltäglichen Anwendung zu vermitteln.
Die Autorin führt eine situationsbeschreibende Fragebogenstudie unter DaF-Lehrern und -Lernern in Deutschland, der Schweiz und Österreich durch.
Der Hauptteil analysiert die aktuelle Sprachsituation in den verschiedenen Sprachzentren sowie die Einstellung von Lehrkräften und Lernern zum Gebrauch dialektaler Elemente im DaF-Unterricht.
DaF, Regionale Varietäten, Dialekt, Plurizentrizität, Soziolinguistik, Standarddeutsch und Sprachwandel sind prägende Begriffe.
Der bairische Dialektraum nimmt aufgrund seiner ausgeprägten dialektalen Färbung und der damit einhergehenden Diskrepanz zur Standardsprache eine besondere Rolle ein, die spezifische didaktische Konzepte erfordert.
Die Autorin schlägt insbesondere für stark dialektal geprägte Regionen separate, fakultative Zusatzkurse vor, um Lernern ein besseres Verständnis für die regionale Alltagssprache zu ermöglichen, ohne den Standardunterricht zu überladen.
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