Diplomarbeit, 2008
148 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Arbeitsschutzmanagements
2.1 Definition Arbeitsschutzmanagementsystem
2.2 Entstehungsgeschichte des Arbeitsschutzes bis zur Vorkriegszeit
2.3 Traditioneller versus zeitgemäßer Arbeitsschutz
2.4 Prävention als Managementaufgabe
2.5 Sicherheit und Gesundheit als Wettbewerbsfaktor
2.6 § 3 Arbeitsschutzgesetz – die freiwillige Verpflichtung
2.7 Arbeitsschutzmanagementsysteme für kleine, mittlere und große Unternehmen
3 Verschiedene Arbeitsschutzmanagementsysteme zum Arbeitsschutz
3.1 Nationaler Leitfaden
3.2 OHRIS (Occupational Health- and Risk-Managementsystem)
3.3 ASCA-Modell (Arbeitsschutz und sicherheitstechnischer Check in Anlagen
3.4 LASI-Veröffentlichung 21 & LASI-Veröffentlichung 22
3.5 SCC* / SCC** (Sicherheits-Certifikat-Contraktoren)
3.6 Das geeignete Arbeitsschutzmanagementsystem
4 Aufbau eines Arbeitsschutzmanagementsystems
4.1 Arbeitsschutzverantwortliche Personen
4.2 Führungselemente im Arbeitsschutzmanagementsystem
4.2.1 Arbeitsschutzpolitik
4.2.2 Arbeitsschutzziele
4.2.3 Dokumentation
4.2.4 Bewertung durch die Unternehmensleitung
4.2.5 Interne und externe Kommunikation
4.3 Systemstützende Elemente im Arbeitsschutzmanagementsystem
4.3.1 Beschaffung von Ressourcen
4.3.2 Personal (Qualifikation, Schulung, Training und Unterweisung)
4.3.3 Lenkung der Aufzeichnungen
4.3.4 Auditsystem
4.3.5 Korrekturmaßnahmen
4.3.6 Vorbeugemaßnahmen
4.4 Prozessbezogene Elemente im Arbeitsschutzmanagementsystem
4.4.1 Arbeitsgestaltung
4.4.2 Genehmigungsverfahren und Überwachung
4.4.3 Beschaffung und Einrichten
4.4.4 Kennzeichnung und Betriebsanweisungen
4.4.5 Probebetrieb, Inbetriebnahme, Wartung und Instandsetzung
4.4.6 Persönliche Schutzmaßnahmen
4.5 Prozesssichernde Elemente im Arbeitsschutzmanagementsystem
4.5.1 Vorschriften- und Auflagenmanagement
4.5.2 Beauftragtenwesen
4.5.3 Fremdfirmeneinbindung
4.5.4 Notfallsystem
5 Arbeitsschutzmanagementsystem als Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)
5.1 Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)
5.1.1 Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter
5.1.2 Human-Ressourcen-Ansatz von McGregor
5.1.3 Ideenmanagement bzw. Betriebliches Vorschlagswesen als Baustein des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses
5.1.4 Visualisierungsmethoden zur Informationsvermittlung
5.1.5 Schulungsmaßnahmen
5.2 Motivationstheoretische Grundlagen
5.2.1 Maslows Bedürfnishierarchie
5.2.2 Herzbergs Zwei-Faktoren-Theorie
5.2.3 Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-Theorie von Vroom
5.2.4 Zieltheorie der Arbeitsmotivation nach Locke
6 Einführung eines Arbeitsschutzmanagementsystems
6.1 Projektorientiertes Einführungsvorgehen
6.1.1 Projektaktivitätenplan: Phase 1
6.1.2 Projektaktivitätenplan: Phase 2
6.1.3 Projektaktivitätenplan: Phase 3 und Phase 4
6.2 Widerstand der Belegschaft bei Neuerungen
6.3 Führung und Führungsstil
6.3.1 Kooperativer Führungsstil
6.3.2 Zielvereinbarungsgespräche
6.4 Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden
6.5 Einsatz von Methoden des Arbeitsschutzmanagements
6.5.1 Gefährdungsanalyse
6.5.2 Zusätzliche Programme zur Gesundheitsförderung
7 Bewertungsmöglichkeiten des Arbeitsschutzes
7.1 Statistische Auswertungen des Arbeitsschutzmanagements
7.2 Kosten-Nutzen-Analyse (KNA)
7.2.1 Berechnung der durch Unfälle ungestörten Arbeitsstunde
7.2.2 Gesundheitsquote
7.3 Kosten-Wirksamkeits-Analyse (KWA)
7.4 Nutzwertanalyse (NWA)
7.5 Grenzen der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
8 Integrierte Managementsysteme – Einbindung in bestehende Managementsysteme
8.1 Qualitätsmanagementsysteme
8.2 Umweltmanagementsysteme
8.3 Organisation in einem Integrierten Managementsystem (IMS)
9 Arbeitsschutz in Deutschland und Schweden im Vergleich
9.1 Genereller Ländervergleich von Deutschland und Schweden
9.2 Deutsches Arbeitsschutzsystem
9.3 Schwedisches Arbeitsschutzsystem
9.4 Gemeinsamkeiten des Deutschen und Schwedischen Rechts
9.5 Unterschiede im Deutschen und Schwedischen Recht
9.6 Umsetzung des Arbeitsschutzes in einem deutschen Unternehmen
10 Resümee
Ziel dieser Arbeit ist es, die wesentlichen Gründe für die Einführung und den Betrieb eines Arbeitsschutzmanagementsystems zusammenzufassen, die wichtigsten bestehenden Modelle darzustellen und den Aufbau sowie die Einführung eines solchen Systems in Unternehmen zu erläutern. Zudem wird durch einen Systemvergleich zwischen Deutschland und Schweden untersucht, wie unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen und Ansätze die Implementierung von Arbeitsschutzmanagement beeinflussen.
2.3 Traditioneller versus zeitgemäßer Arbeitsschutz
Der traditionelle Arbeitsschutz, wie er noch von den meisten Unternehmen vollzogen wird, ist durch den Gedanken geprägt, dass es sich um eine Spezialaufgabe handelt, welche ausgewählten Experten übertragen wird und von der Geschäftsführung als solche eingestuft wird. Sowohl die Reaktionen auf Sicherheitsprobleme und Unfälle als auch die Überprüfung der Einhaltung von Vorschriften stehen dabei im Vordergrund und sind folglich zentraler Bestandteil der traditionellen Arbeitsschutzaktivitäten.
Der Aufbau eines modernen Arbeitsschutzes und ein damit verbundener Neuorientierungsprozess bewirken eine grundlegende Veränderung des Arbeitsschutzverständnisses. Der rasante und stetige Wandel unserer heutigen Arbeitsgesellschaft und die gestiegene Dynamik der technischen Entwicklung, die im Übrigen auch für die Aspekte Kompetenzerwerb und Kompetenztransfer eine entscheidende Rolle spielen, erfordern eine dauerhafte Anpassung des Arbeitsschutzes. Die Vermeidung langer Reaktionszeiten, wie sie etwa bei neuen Gesetzesentwürfen im Bereich des Arbeitsschutzes entstehen könnten, sollte höchste Priorität genießen. Demzufolge sollten Unternehmen sehr schnell auf Veränderungen mit eigenverantwortlichen Anpassungsmaßnahmen reagieren. Um dies zu ermöglichen, muss der reaktive Arbeitsschutz durch ein präventives Vorgehen ersetzt werden. Die Auslöser für Arbeitsschutzaktivitäten sollten in erster Linie also keine Unfälle oder Erkrankungen sein, sondern die Einleitung systematischer Arbeitsschutzprogramme, die jedoch verstärkte organisatorische Aktivitäten des gesamten Unternehmens erfordern und demnach ein Arbeitsschutzmanagementsystem bedingen. Außerdem verlagert sich seit einigen Jahren das Augenmerk der arbeitsbezogenen, gesundheitlichen Vorsorge zunehmend auch auf nervliche, psychische und soziale Arbeitsbelastungen, die sich vorzugsweise in Stress äußern und teilweise zu neuen, bislang unzureichend erforschten Befindlichkeitsstörungen und Krankheitsbildern führen.
1 Einleitung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Arbeitsschutzes ein und definiert das Ziel, die Grundlagen sowie den Aufbau und die Einführung eines Arbeitsschutzmanagementsystems zu analysieren.
2 Grundlagen des Arbeitsschutzmanagements: Dieses Kapitel liefert grundlegende Definitionen, einen historischen Rückblick und untersucht die Entwicklung des Arbeitsschutzes zur Managementaufgabe.
3 Verschiedene Arbeitsschutzmanagementsysteme zum Arbeitsschutz: Es werden verschiedene etablierte Systeme wie OHRIS, ASCA und SCC sowie der nationale Leitfaden für Arbeitsschutzmanagementsysteme vorgestellt.
4 Aufbau eines Arbeitsschutzmanagementsystems: Hier werden die Strukturbausteine (Führungs-, systemstützende, prozessbezogene und prozesssichernde Elemente) und die Verantwortlichkeiten in einem solchen System erläutert.
5 Arbeitsschutzmanagementsystem als Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP): Dieses Kapitel beleuchtet KVP als Kernkonzept und verknüpft es mit motivationstheoretischen Grundlagen zur Mitarbeiterbeteiligung.
6 Einführung eines Arbeitsschutzmanagementsystems: Das Kapitel beschreibt ein projektorientiertes Vorgehensmodell für die Implementierung sowie Strategien zur Überwindung von Widerständen in der Belegschaft.
7 Bewertungsmöglichkeiten des Arbeitsschutzes: Verschiedene Methoden zur Messung der Wirtschaftlichkeit und Effizienz von Arbeitsschutzmaßnahmen, wie Kosten-Nutzen- oder Nutzwertanalysen, werden kritisch diskutiert.
8 Integrierte Managementsysteme – Einbindung in bestehende Managementsysteme: Es wird die Verknüpfung von Arbeitsschutz mit Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen (IMS) erläutert.
9 Arbeitsschutz in Deutschland und Schweden im Vergleich: Ein systematischer Ländervergleich zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der rechtlichen Umsetzung und betrieblichen Praxis des Arbeitsschutzes.
Arbeitsschutz, Managementsystem, Arbeitssicherheit, Prävention, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess, KVP, Arbeitsschutzgesetz, Gesundheitsförderung, Unternehmensführung, Systemvergleich, Deutschland, Schweden, Wirtschaftlichkeit, Motivation, Projektmanagement.
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung und den Aufbau von Arbeitsschutzmanagementsystemen (AMS) und analysiert, wie diese in Unternehmen als Instrument zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz sowie zur wirtschaftlichen Erfolgssteigerung eingesetzt werden können.
Zu den zentralen Themen gehören die strukturellen Elemente eines AMS, der Kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP), motivationstheoretische Grundlagen, Methoden zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und ein vergleichender Blick auf die Arbeitsschutzsysteme in Deutschland und Schweden.
Das Hauptziel ist es, die wesentlichen Gründe für ein AMS zusammenzufassen, die wichtigsten Modelle darzustellen und einen Leitfaden für den Aufbau und die erfolgreiche Implementierung eines solchen Systems zu bieten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu bestehenden AMS-Konzepten, einer Darstellung systematischer Implementierungsphasen und einem rechtsvergleichenden Ansatz zwischen Deutschland und Schweden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung bekannter AMS-Modelle, die Detaillierung der Systemkomponenten (Führung, Unterstützung, Prozesse), das Management der kontinuierlichen Verbesserung sowie die praktische Einführung und Bewertung des Arbeitsschutzes.
Die zentralen Schlagworte sind Arbeitsschutzmanagementsystem, Arbeitssicherheit, Prävention, KVP, Gesundheitsförderung, Unternehmensführung und der Ländervergleich zwischen Deutschland und Schweden.
Während Deutschland durch ein duales Aufsichtssystem (Staat und Berufsgenossenschaften) geprägt ist, setzt Schweden auf ein zentrales staatliches System mit einer stärkeren Mitbestimmung der Gewerkschaften und Arbeitnehmer.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Akzeptanz des Managementsystems maßgeblich von der Bereitschaft der Belegschaft abhängt und dass Führungskräfte durch kooperative Stile Widerstände abbauen müssen, um nachhaltigen Erfolg zu sichern.
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