Bachelorarbeit, 2008
36 Seiten, Note: 2,00
1. Einleitung
1.1. Zentrale Fragestellungen
1.2. Methode
2. Begriffsdefinitionen
2.1. Entgeltbegriff im Arbeits-, Sozial- und Finanzrecht
2.1.1. Entgeltbegriff im Arbeitsrecht
2.1.2. Entgeltbegriff im Sozialrecht
2.1.3. Entgeltbegriff im Finanzrecht
2.2. Arbeitnehmer: Arbeiter / Angestellte
2.3. Überblick über Entgeltformen
2.3.1. Naturalentgelt
2.3.2. Akkordlohn
2.3.3. Provisionen
2.3.4. Beteiligung am wirtschaftlichen Ergebnis
2.3.5. Unternehmenswertorientierte Entlohnung
2.4. Prämien
2.5. Sonderzahlung
3. Prämien
3.1. Definition
3.2. Rechtsquellen
3.2.1. Arbeitsverfassungsgesetz
3.2.2. Kollektivverträge
3.3. Besondere Arten von Prämien
3.3.1. Qualitätsprämie
3.3.2. Anwesenheitsprämie
3.3.3. Diensterfindungsvergütung
3.4. Finanzrechtliche Behandlung von Prämien
3.5. Sozialrechtliche Behandlung von Prämien
4. Sonderzahlungen
4.1. Rechtsquellen
4.1.1. Kollektivverträge
4.1.1.1. Kollektivverträge für Angestellte
4.1.1.2. Kollektivverträge für Arbeiter
4.1.2. Freiwillige Gewährung von Sonderzahlungen
4.2. Sonderzahlungen im Sozialrecht
4.3. Sonderzahlungen im Finanzrecht
5. Resumée – Beantwortung der Forschungsfrage
Diese Arbeit zielt darauf ab, die rechtlichen Rahmenbedingungen von Lohn- und Gehaltssystemen – mit speziellem Fokus auf Prämien und Sonderzahlungen – in Österreich detailliert zu beleuchten und deren arbeits-, sozial- und finanzrechtliche Konsequenzen für Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber aufzuzeigen.
3.3.2. Anwesenheitsprämien
Ein besonderes Problem bei der Prämienvergütung stellen die sogenannten Anwesenheitsprämien dar. Diese gebühren dem Arbeitnehmer überhaupt bzw. in voller Höhe nur dann zusätzlich zum laufenden Entgelt, wenn er während eines bestimmten Zeitraumes tatsächlich und ununterbrochen gearbeitet hat. Diesen Anspruch verliert der Mitarbeiter selbst bei begründeten Fehlzeiten, wie beispielsweise Krankheit. Der Arbeitgeber will so die Nichtleistungslöhne möglichst gering halten und einem möglichen Missbrauch der sozialen Schutzgesetze des österreichischen Arbeitsrechtes bezüglich der Fälle der Entgeltfortzahlung durch finanzielle Anreize für den Arbeitnehmer verhindern.
Die Anwesenheitsprämien unterlaufen so regelmäßig den Schutzzweck des Entgeltfortzahlungsgesetzes (EFZG). Gemäß § 3 EFZG darf das Entgelt des Arbeitnehmers aufgrund der im § 2 EFZG aufgezählten begründeten Fehlzeiten nicht geschmälert werden. Dies wird selbstverständlich dann nicht erreicht, wenn der Arbeitnehmer aufgrund von Krankheit oder dergleichen die Prämie nicht erhält. Kranken Arbeitnehmern wird durch eine derartige Prämienkonstellation nahe gelegt, keine Rücksicht auf Krankheit und daraus resultierenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu nehmen. Diese Arten von Prämienvereinbarung sind somit unzulässig.
1. Einleitung: Darstellung der personalwirtschaftlichen Bedeutung des Entgelts sowie der hierarchischen Struktur der anzuwendenden Rechtsquellen.
2. Begriffsdefinitionen: Erläuterung der unterschiedlichen Entgeltbegriffe in den Bereichen Arbeits-, Sozial- und Finanzrecht sowie eine Übersicht gängiger Entgeltformen.
3. Prämien: Analyse von leistungsbezogenen Entlohnungsformen, deren Rechtsgrundlagen, speziellen Arten wie Qualitätsprämien und der steuer- sowie sozialversicherungsrechtlichen Behandlung.
4. Sonderzahlungen: Untersuchung von Remunerationen (z.B. Urlaubs- und Weihnachtsgeld), deren rechtliche Verankerung in Kollektivverträgen und arbeitsrechtliche Behandlung in Rumpfjahren.
5. Resumée – Beantwortung der Forschungsfrage: Synthese der Ergebnisse zur rechtlichen Handhabung von Prämien und Sonderzahlungen sowie Klärung der Unterschiede zwischen Arbeiter- und Angestelltenverhältnissen.
Entgelt, Arbeitsrecht, Sozialrecht, Finanzrecht, Prämien, Sonderzahlungen, Kollektivvertrag, Arbeitsverfassungsgesetz, Diensterfindungsvergütung, Anwesenheitsprämie, Einkommenssteuer, Remuneration, Leistungslohn, Aliquotierung, Arbeitnehmer
Die Arbeit untersucht die rechtlichen Aspekte von Entlohnungssystemen in Österreich, wobei der Schwerpunkt auf den beiden variablen Formen Prämien und Sonderzahlungen liegt.
Die Arbeit fokussiert sich auf die arbeits-, sozial- und finanzrechtliche Einordnung von Prämien und Sonderzahlungen sowie die unterschiedliche Rechtsstellung von Arbeitern und Angestellten.
Ziel ist es, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Entgeltgestaltung übersichtlich darzustellen und zu klären, wie Prämien und Sonderzahlungen rechtlich korrekt in die Entlohnung eingebettet werden können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturstudie unter Einbeziehung von Monographien, einschlägigen Lehrbüchern, OGH-Entscheidungen und diversen Kollektivverträgen.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung der Rechtsgrundlagen von Prämien (einschließlich Sonderformen wie Diensterfindungen) und Sonderzahlungen unter Berücksichtigung der jeweiligen gesetzlichen Behandlung in den Rechtsbereichen.
Die wesentlichen Begriffe sind Entgelt, Prämien, Sonderzahlungen, Arbeitsrecht, Kollektivvertrag und Aliquotierung.
Da sie den Schutzzweck des Entgeltfortzahlungsgesetzes unterlaufen, indem sie Anreize schaffen, trotz Krankheit zur Arbeit zu erscheinen, um keine finanziellen Einbußen zu erleiden.
Es besagt, dass Arbeitnehmer auch dann Anspruch auf anteilige Sonderzahlungen haben, wenn ihr Dienstverhältnis vor Fälligkeit der Auszahlung gelöst wird, was insbesondere für Angestellte zwingend geregelt ist.
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