Bachelorarbeit, 2007
38 Seiten, Note: 1,3
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema der Entfremdung im lyrischen Werk von Schalom Ben-Chorin, wobei sie sich speziell auf seine Gedichtsammlungen „Das Mal der Sendung“ und „In dieser Zeit“ konzentriert. Die Analyse fokussiert auf die vielfältigen Facetten des Entfremdungsbegriffs und dessen Manifestation in Ben-Chorins Werk, wobei sie die Einwirkungen von politischer, gesellschaftlicher, religiöser und geographischer Entfremdung beleuchtet.
Das erste Kapitel führt in das Thema der Entfremdung im lyrischen Werk von Schalom Ben-Chorin ein und beleuchtet den Einfluss des Migrations-Traumas auf die poetische Sprache des Autors. Das zweite Kapitel untersucht den Begriff der Entfremdung aus verschiedenen philosophischen und soziologischen Perspektiven, wobei es auf Hegel, Marx und Freud eingeht. Das dritte Kapitel analysiert das Entfremdungsphänomen im lyrischen Werk von Schalom Ben-Chorin anhand seiner Gedichtsammlungen „Das Mal der Sendung“ und „In dieser Zeit“, wobei es sich auf politische und gesellschaftliche Entfremdung, Entfremdung im Glauben, sprachliche Entfremdung und geographische Entfremdung konzentriert.
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Entfremdung, Migration, Trauma, Glaube, Heimat, Nationalsozialismus, jüdische Identität, lyrische Sprache, Gedichtanalyse und Schalom Ben-Chorin. Diese Begriffe werden in einem interdisziplinären Kontext betrachtet, der philosophische, soziologische und literarische Perspektiven vereint. Die Arbeit beleuchtet die Verbindung zwischen den Erfahrungen der Entfremdung und der poetischen Sprache Ben-Chorins und trägt zur Analyse der literarischen Verarbeitung von Migrations-Traumen bei.
Schalom Ben-Chorin (1913–1999) war ein bedeutender jüdischer Journalist und Schriftsteller, der nach seiner Emigration aus Deutschland in Israel lebte. Sein Werk ist stark von den Erfahrungen des Exils und der Migration geprägt.
Entfremdung beschreibt das Gefühl der Entwurzelung und des Fremdseins – sowohl in der alten Heimat Deutschland als auch in der neuen Heimat Israel. Dies äußert sich geografisch, sprachlich und religiös.
Migration unter Zwang (Flucht vor dem Nationalsozialismus) führt oft zu Identitätskrisen. In Ben-Chorins Gedichten zeigt sich der schleichende Prozess der Neujustierung des Selbst zwischen zwei Welten.
In seinen Sammlungen wie „Das Mal der Sendung“ schwankt der Protagonist zwischen der Hinwendung zu Gott als Anker und der Abwendung durch das Erleben von Leid und Verfolgung.
Es ist der Konflikt zwischen der Muttersprache Deutsch (die Sprache der Täter) und der neuen Sprache Hebräisch. Die Sprache wird zum Ort der Entfremdung, wenn man sich in keiner Sprache mehr vollkommen zu Hause fühlt.
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