Diplomarbeit, 2006
198 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Das Feld
2.1 Neuregelung des SGB II
2.2 Durchführende Institution
2.2.1 Entwickler der Maßnahme
2.2.2 Durchführungsort
2.3 Rolle der Erwerbsarbeit in der Gesellschaft
2.3.1 Rolle der Erwerbsarbeit
2.3.1.1 Bedeutung der Arbeit für Jugendliche
2.3.2 Arbeitslosigkeit
2.3.2.1 Jugendarbeitslosigkeit
3. Entwicklung
3.1 Zielsetzung
3.1.1 Exkurs: Berufswahltheorie von Holland
3.1.2 Zielsetzung des ACs zur Förderung von Arbeitslosen unter 25 Jahren
3.2 Kompetenzfeststellung
3.2.1 Definition Kompetenz
3.2.2 Unterteilung von Kompetenzen
3.3 Eignungsdiagnostik
3.3.1 Passung
3.3.2 Methoden der Eignungsfeststellung
3.4 Die Assessment-Center- Methode
3.4.1 Geschichte des Assessment-Centers
3.4.2 Beschreibung der AC-Methode
3.5 Das Assessment-Center zur Förderung von Arbeitslosen unter 25 Jahren
3.5.1 ACs in der Berufsorientierung
3.5.2 Aufgabengestaltung nach der Leittextmethode
3.5.3 Feedback
3.5.4 Beobachterschulung
3.5.5 Workshop „Zukunftswerkstatt“
3.5.6 Leitbild
3.5.6.1 Das humanistische Menschenbild
3.5.6.2 Das Menschenbild der Transaktionsanalyse
3.5.6.3 Das Menschenbild nach McGregor
3.5.7 Gütekriterien und Qualitätsstandards
3.5.7.1 Objektivität
3.5.7.2 Validität
3.5.7.3 Soziale Validität
3.5.7.4 AC-Qualitätsstandards
4. Beschreibung des ACs zur Förderung von Arbeitslosen unter 25 Jahren
4.1 Beobachterschulung
4.2 Das Kriteriensystem
4.2.1 Das ursprüngliche Kriteriensystem
4.2.2 Das modifizierte Kriteriensystem
4.3 Bewertungssystem
4.4 Durchführung des AC s zur Förderung von Arbeitslosen unter 25 Jahren
4.4.1 Akquisition der Teilnehmer
4.4.2 Ablauf des ACs
4.4.3 Beschreibung des Ablaufs der Eignungsanalyse
4.4.4 Gruppengröße und Beobachterschlüssel
4.5 Aufgaben
4.5.1 Aufgabe: Herstellung eines Handyhalters
4.5.2 Aufgabe: Organisieren eines Imbisses
4.5.3 Aufgabe: PC-Aufgabe
4.5.4 Aufgabe: Produktentwicklung und -präsentation
4.6 Arbeitsunterlagen
4.6.1 Arbeitsunterlagen Teilnehmer
4.6.2 Arbeitsunterlagen Beobachter
4.7 Zukunftswerkstatt
4.8 Gutachten
4.9 Feedback-Gespräch
5. Erprobung
5.1 Durchführung
5.2 Teilnehmer
5.3 Beobachter
6. Ziel und Fragestellungen der Evaluation
6.1 Ziel der Evaluation
6.2 Summative Evaluation
6.3 Formative Evaluation
6.3.1 Beurteilungsstufen der Kriterien
6.3.2 Beobachterübereinstimmung
6.3.3 Position der Aufgaben
6.3.4 Urteilsdimensionen
6.3.5 Anforderungswerte der Berufsfelder
6.4 Deskriptive Fragen
7. Methode
7.1 Art der Untersuchung
7.2 Methodisches Vorgehen
7.2.1 Anonymisierung
7.2.2 Kodierung der Daten
7.3 Summative Evaluation
7.4 Formative Evaluation
7.4.1 Kriteriensystem
7.4.2 Beurteilerübereinstimmung
7.4.3 Position der Aufgabe
7.4.4 Urteilsdimensionen
7.4.5 Anforderungswerte der Berufsfelder
7.5 Deskriptive Auswertung
8. Ergebnisse
8.1 Ergebnisse der summativen Evaluation
8.2 Ergebnisse der formativen Evaluation
8.2.1 Kriteriensystems
8.2.2 Beurteilerübereinstimmung
8.2.3 Einflusses der Position der Aufgabe
8.2.4 Urteilsdimensionen
8.2.5 Anforderungswerte der Berufsfelder
8.3 Ergebnisse der deskriptiven Auswertung
8.3.1 Teilnehmer-Rückmeldungen
8.3.2 Erfahrungen und Anregungen der Beobachter
8.3.3 Das Erleben der Arbeitslosigkeit aus Sicht der Betroffenen
9. Interpretation und Diskussion
9.1 Wirkung der Maßnahme
9.2 Nutzen der Maßnahme
9.3 Formativen Evaluation
9.3.1 Kriteriensystem
9.3.2 Beurteilerübereinstimmung
9.3.3 Position der Aufgabe
9.3.4 Urteilsdimensionen
9.3.5 Faktorenanalyse
9.4 Deskriptive Auswertungen
9.4.1 Teilnehmer Rückmeldung
9.4.2 Erfahrungen und Anregungen der Beobachter
9.4.3 Das Erleben der Arbeitslosigkeit aus Sicht der Betroffenen
9.5 Methodische Reflexion
9.5.1 Stichprobe
9.5.2 Interne Validität
9.5.3 Externe Validität
9.6 Diskussion der Entwicklung und Erprobung
9.7 Gestaltungshinweise
9.8 Ausblick für die Forschung
9.9 Abschließende Bewertung
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Evaluation eines Assessment-Centers (AC FAU25), das zur Förderung junger Arbeitsloser unter 25 Jahren entwickelt wurde, um durch die Diagnose ihrer Kompetenzen eine verbesserte berufliche Orientierung und Planung zu ermöglichen.
Die Methode der Zukunftswerkstatt
Die Methode der Zukunftswerkstatt geht auf Zukunftsforscher und Schriftsteller Robert Jungk zurück (Kuhnt & Müllert, 2000), der diese Methode entwickelte und Anfang der siebziger Jahre erprobte In den folgenden Jahren entwickelte sich die Methode, ein soziales Problemlöseverfahren, weiter. Die Methode dient dazu, das Ideenpotential und die Kreativität der Teilnehmer zu aktivieren. In einer Gruppe werden innovative Wege entwickelt und Problemlösungen erarbeitet. Die Methode wird überwiegend eingesetzt, um politische und gesellschaftliche Veränderungen in Gang zu bringen. Sie kann aber auch zur Erarbeitung einer Lösung im persönlichen Bereich angewandt werden. Um die anstehende Thematik zu durchdringen und Lösungen zu eruieren, werden drei Phasen durchlaufen (Alberts & Brous, 1999; Apel & Günther, 1999; Dauscher, 1998; Jungk & Müllert, 1995; Kuhnt & Müllert, 2000).
I. Die Kritikphase
Diese Phase dient dazu, den Ist-Zustand eines Problems zu benennen. Das Benennen des Problems und die Tatsache, dass die einzelnen Gruppenmitglieder mit ihrer Wahrnehmung nicht alleine dastehen, ermöglicht eine momentane Befreiung der bedrängenden und einengenden Wirkung des Problems (Jungk & Müllert, 1995; Kuhnt & Müllert, 2000).
II. Visionsphase
In der zweiten Phase kreieren die Teilnehmer nach dem Motto „alles ist möglich“ eine ideale Lösungsvision oder Lösungsvisionen. Auf diese Weise haben die Teilnehmer die Gelegenheit eine andere Sichtweise im Hinblick auf die Problemstellung einzunehmen. Diese Phase zeichnet sich durch ungebundenes Wünschen, Träumen und Phantasieren aus. So können zuvor nicht zugelassene, da utopische, Lösungsmöglichkeiten entstehen (Jungk & Müllert, 1995; Kuhnt & Müllert, 2000).
III. Realisationsphase
In der abschließenden Phase werden ausgehend von der Visionsphase umsetzbare Handlungen zu Lösung des Problems erarbeitet (Jungk & Müllert, 1995; Kuhnt & Müllert, 2000).
1. Einleitung: Beschreibt die Arbeitsmarktlage für junge Menschen unter 25 Jahren und begründet die Relevanz der Untersuchung des Assessment-Centers zur Förderung der Berufswahlentscheidung.
2. Das Feld: Analysiert die institutionellen Rahmenbedingungen durch das SGB II sowie die psychosoziale Bedeutung von Arbeit für Jugendliche und die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit.
3. Entwicklung: Erläutert die technologischen Theorien hinter dem Assessment-Center, wie die Berufswahltheorie nach Holland, das Kompetenzmodell nach Erpenbeck sowie die Leittextmethode.
4. Beschreibung des ACs zur Förderung von Arbeitslosen unter 25 Jahren: Detaillierte Darstellung des Ablaufs, der Beobachterschulung, der eingesetzten Arbeitssimulationen sowie der verwendeten Bewertungssysteme.
5. Erprobung: Präsentiert statistische Daten zur Durchführung der Maßnahme, den Teilnehmern und den Beobachtern.
6. Ziel und Fragestellungen der Evaluation: Definiert die Forschungsziele, insbesondere die summative Wirkungsprüfung sowie die formativen Evaluationsfragen zur Qualitätsverbesserung.
7. Methode: Beschreibt das methodische Vorgehen, die Datenerhebung, Anonymisierung sowie die angewandten statistischen Verfahren wie Faktorenanalysen und Mittelwertvergleiche.
8. Ergebnisse: Referiert die empirischen Befunde der quantitativen Evaluation sowie die Rückmeldungen der Teilnehmer und Beobachter.
9. Interpretation und Diskussion: Diskutiert die Ergebnisse vor dem theoretischen Hintergrund, reflektiert die methodische Vorgehensweise und leitet Gestaltungshinweise für zukünftige Maßnahmen ab.
Assessment-Center, Arbeitslose unter 25 Jahren, Berufswegeplanung, Kompetenzfeststellung, Selbsteinschätzung, Leittextmethode, Jugendberufshilfe, Eignungsdiagnostik, Evaluation, Berufsorientierung, Handlungskompetenz, SGB II, Arbeitslosigkeit, Berufswahltheorie, Zukunftswerkstatt
Die Arbeit evaluiert ein Assessment-Center, das speziell konzipiert wurde, um arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren in ihrer beruflichen Orientierung und persönlichen Entwicklung zu fördern.
Zentrale Felder sind die Kompetenzdiagnostik, die Bedeutung von Erwerbsarbeit im Jugendalter, die Anwendung der Leittextmethode in Arbeitssimulationen sowie die formative und summative Qualitätssicherung des Assessment-Verfahrens.
Primäres Ziel ist es zu untersuchen, ob die Teilnahme am Assessment-Center zu einer realistischeren Selbsteinschätzung der Teilnehmer führt und wie das Verfahren methodisch zur individuellen Förderung optimiert werden kann.
Es wird eine Evaluationsforschung im Feld durchgeführt. Methoden umfassen quantitative Mittelwertvergleiche (Summative Evaluation), Faktorenanalysen der Urteilsdimensionen sowie eine qualitative Analyse von Teilnehmer- und Beobachter-Rückmeldungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Theorien der Berufswahl, Kompetenzmodelle), die detaillierte Beschreibung der AC-Konzeption (Durchführung, Aufgaben, Schulung) sowie die umfangreiche statistische Auswertung und Interpretation der Evaluationsergebnisse.
Die wichtigsten Begriffe sind Assessment-Center, Jugend-Arbeitslosigkeit, Kompetenzfeststellung, Selbsteinschätzung, Berufswegeplanung und Leittextmethode.
Anders als bei Auswahl-Assessments für Führungskräfte steht hier nicht die Selektion im Vordergrund, sondern die individuelle Förderung und Entwicklung der Jugendlichen unter Verwendung eines speziellen Kompetenzrasters.
Die Zukunftswerkstatt dient als integraler Bestandteil der Maßnahme, um den Jugendlichen ausgehend von ihren persönlichen Visionen eine realistische berufliche Laufbahnplanung zu ermöglichen und Barrieren wie Perspektivlosigkeit abzubauen.
Durch ein systematisches Beobachtertraining, die Verwendung standardisierter Kriterienleitfäden sowie durch die Berechnung der Beurteilerübereinstimmung (Interrater-Reliabilität) wird die Objektivität der Beobachtung gesichert.
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