Examensarbeit, 2008
33 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
2. Theoretische Betrachtung
2.1. Einstellung, Verhalten und Kognition
2.2. Konsonanz und Dissonanz
2.2.1. Konsonanz
2.2.2. Dissonanz
2.2.2.1. Ursachen kognitiver Dissonanz
2.2.2.2. Stärke der Dissonanz
2.2.2.3. Reduktion von Dissonanz
2.2.2.3.1. Änderung eines kognitiven Elements des Verhaltens
2.2.2.3.2. Änderung eines kognitiven Elements der Umwelt
2.2.2.3.3. Hinzufügen neuer kognitiver Elemente
2.2.2.4. Vermeidung von Dissonanz
3. Ausgewählte Anwendungen auf Basis der Theorie der kognitiven Dissonanz
3.1. Selbstverpflichtung (Commitment)
3.1.1. Commitments und der Einfluss auf das Selbstbild
3.1.2. Anwendungsbereiche
3.1.2.1. Allgemeine Anwendungen
3.1.2.2. Spezielle Anwendung: Foot-in-the-door Technik
3.2. Dissonanz nach Entscheidungen
3.2.1. Entscheidungen und unvermeidbare Dissonanz
3.2.2. Faktoren zur Bestimmung der Dissonanzstärke nach Entscheidungen
3.2.2.1. Wichtigkeit der Entscheidung
3.2.2.2. Relative Attraktivität der nichtgewählten Alternative
3.2.2.3. Grad der kognitiven Überlappung
4. Zusammenfassender Überblick
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis der Theorie der kognitiven Dissonanz nach Leon Festinger zu vermitteln und deren praktische Anwendbarkeit in alltäglichen sowie psychologischen Kontexten aufzuzeigen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Menschen mit widersprüchlichen Kognitionen umgehen und welche Mechanismen zur Wiederherstellung eines inneren Gleichgewichts initiiert werden.
2.2.2.3.1. Änderung eines kognitiven Elements des Verhaltens
Zunächst kann dies über die Änderung eines kognitiven Elementes des Verhaltens geschehen. Es sei eine dissonante Relation zwischen einem kognitiven Element des Verhaltens und einem mit einer bestimmten Kenntnis über die Umwelt korrespondierenden Verhalten. Eine Reduktion kann hier geschehen, indem das Element des Verhaltens an das Element der Umwelt angepasst wird und die Beziehung somit Konsonanz erfährt. Man ändert die Handlung oder jenes Gefühl, das das Element des Verhaltens abbildet.35
Es ist Sonntag. Herr A und Frau B wollen den freien Tag nutzen, um hinaus in die Natur zu fahren und packen ihre Rucksäcke für eine gemeinsame Fahrradtour. Sie ziehen sich sportliche Kleidung an, ölen ihre Drahtesel und machen sich auf den Weg. Nach einigen Minuten Fahrt ziehen dunkle Wolken am Himmel auf. Die Vermutung liegt nahe, dass es sehr wahrscheinlich in nächster Zeit regnen wird. Die beiden entschließen sich, umzukehren. Ihr Verhalten, das Radfahren in freier Natur, stand in dissonanter Beziehung zur Erkenntnis, dass es bald regnen wird. Sie ändern das Element des Verhaltens.36
Selbstverständlich ist dies nicht in allen Fällen möglich, Änderungen des Verhaltens können weitere Dissonanzen erzeugen oder können eine zu große Hürde darstellen, was folglich die Realisierung behindern kann.37
1. Einführung: Es wird die Bedeutung der Theorie der kognitiven Dissonanz in der Psychologie erläutert und der Fokus auf die ursprüngliche Theorie Leon Festingers gelegt.
2. Theoretische Betrachtung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Einstellung, Verhalten und Kognition und erörtert die Zustände von Konsonanz sowie Dissonanz inklusive deren Ursachen und Reduktionsmöglichkeiten.
3. Ausgewählte Anwendungen auf Basis der Theorie der kognitiven Dissonanz: Hier werden die Anwendungsbereiche Selbstverpflichtung (Commitment) und Dissonanz nach Entscheidungen detailliert analysiert und durch praktische Beispiele sowie Taktiken wie die Foot-in-the-door Technik ergänzt.
4. Zusammenfassender Überblick: Eine Synthese der theoretischen Grundlagen und der untersuchten Anwendungsbereiche zur Veranschaulichung der Wirkungsweise der Dissonanztheorie.
5. Fazit und Ausblick: Abschließende Reflexion über den hohen Universalitätsgrad der Theorie sowie deren anhaltende wissenschaftliche Relevanz trotz einzelner theoretischer Schwachpunkte.
Kognitive Dissonanz, Konsonanz, Einstellung, Verhalten, Kognition, Selbstverpflichtung, Commitment, Dissonanzreduktion, Entscheidungsfindung, Foot-in-the-door Technik, Selbstbild, Konsistenzstreben, Leon Festinger, Sozialpsychologie, psychologisches Gleichgewicht.
Die Arbeit behandelt die Theorie der kognitiven Dissonanz nach Leon Festinger, untersucht die theoretischen Grundlagen und zeigt auf, wie diese Theorie zur Erklärung von menschlichem Verhalten in Alltagssituationen und Anwendungsfeldern dient.
Die zentralen Themen sind das Entstehen und die Reduktion von Dissonanz, der Einfluss von Commitments auf das Selbstbild sowie die psychologischen Auswirkungen von Entscheidungsprozessen.
Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für das Streben nach kognitiver Konsistenz zu schaffen und Wege aufzuzeigen, wie Dissonanz im Alltag erkannt und reduziert wird.
Die Arbeit nutzt eine theoretisch fundierte Darstellung und stützt sich auf eine Literaturanalyse klassischer sowie weiterführender psychologischer Quellen zur Dissonanztheorie.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Dissonanz sowie eine detaillierte Analyse der Anwendungen in den Bereichen Selbstverpflichtung (Commitment) und Dissonanz nach Entscheidungen.
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Kognitive Dissonanz, Konsonanz, Selbstverpflichtung, Entscheidungsfindung und Dissonanzreduktion.
Ein echtes Commitment zeichnet sich dadurch aus, dass die Zustimmung aktiv, öffentlich, mit Anstrengung verbunden und vor allem freiwillig erfolgt, während bloße Belohnung nur äußeren Druck ausübt.
Sie ist erfolgreich, weil sie eine Person zunächst zu einer kleinen, trivialen Zustimmung bewegt, die das Selbstbild beeinflusst und die Hemmschwelle für spätere, größere Forderungen senkt.
Die Stärke hängt maßgeblich von der Wichtigkeit der Entscheidung, der Attraktivität der nicht gewählten Alternative sowie dem Grad der kognitiven Überlappung zwischen den Optionen ab.
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