Examensarbeit, 2005
157 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Rettungsschwimmen in Deutschland (allgemein)
3. Rettungsschwimmen in der Schule
3.1 Notwendigkeit von Rettungsschwimmen in der Schule
3.2 Aussagen des Rahmenplans Sport Sekundarstufe II/ Gymnasiale Oberstufe des Landes Brandenburg
3.3 Allgemeine Inhalte von Rettungsschwimmunterricht
3.4 Allgemeine Lernziele schulsportlichen Rettungsschwimmens
4. Vorstellung des Unterrichtskonzepts
4.1 Beschreibung des Konzepts
4.2 Erläuterungen zu den Praxisstunden
4.3 Erläuterungen zu den Theoriestunden
5. Auswertung des Konzepts
5.1 Erfahrungsbericht zu den Praxisstunden
5.2 Erfahrungsbericht zu den Theoriestunden
5.3 Zusammenfassung
6. Möglichkeiten und Grenzen von Rettungsschwimmen in der Schule – Schlussbetrachtung
9. Anhang
9.1 Stundenübersicht Praxis
9.2 Stundenübersicht Theorie
9.3 Auswertung der Interviews
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, ein didaktisches Konzept für die Einführung des Rettungsschwimmens in der gymnasialen Oberstufe zu entwickeln, um die Schwimmkompetenz der Schüler im Hinblick auf lebensnahe Notsituationen zu erhöhen und sie zu befähigen, als Rettungsschwimmer agieren zu können.
1. Einleitung
Ein effektiver und zukunftsorientierter Schwimmunterricht muss die Schüler nicht zu perfekten Schwimmern mit fehlerfreier Freistil-, Rücken- oder Delfintechnik ausbilden sondern zu fähigen Rettungsschwimmern. Warum soll bei der aktuell existierenden geringen Schwimmfähigkeit der Schüler Kraft und Energie in das Entwickeln von hohen Geschwindigkeiten und Ausprägen solch komplizierter Techniken verwendet werden, wenn sie diese in ihrem Leben kaum oder sogar nie wieder anwenden. Vielleicht landen vereinzelt Schüler im Breitensport Schwimmen oder sehen sich durch den Schwimmunterricht so motiviert, ihr Leben lang in der Freizeit vereinsunabhängig schwimmen zu gehen.
Die Statistiken beweisen jedoch, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist. In Deutschland besucht jeder Bundesbürger im Durchschnitt pro Jahr nur vier bis fünf mal ein Hallen- oder Freizeitbad. Das erscheint sehr wenig, bietet doch das Medium Wasser zahlreiche Möglichkeiten. Als flüssiger Körper mit einer höheren Dichte als der des menschlichen Körpers erzeugt es bei diesem einen statischen Auftrieb und entlastet ihn folglich. Besonders Schwimmanfänger können durch Übungen wie beispielsweise der Hockschwebe erfahren, dass der Mensch aufgrund unterschiedlicher Dichteverhältnisse von Natur aus schwimmt.
Orthopäden empfehlen die gelenkschonende Fortbewegungsmöglichkeit des Schwimmens oft zu therapeutischen Zwecken. Für Übergewichtige ist das Medium Wasser gut geeignet, um das Herz-Kreislauf-System zu belasten. Ein weiterer Vorteil des Wassers ist der gefühlte Kältereiz, der zwar zu ständigem Wärmeverlust führt, jedoch aufgrund des hohen Energieverbrauchs die Stoffwechseltätigkeit anregt. Mit einher geht die Schulung der Regulationsmechanismen, welche auch als Abhärtung bezeichnet und als positiv für den Körper bewertet wird. Trotz der Vorteile des Mediums Wasser und der Durchführung von Schwimmunterricht in der Schule betreiben noch zu wenige Menschen das Schwimmen als Hobby oder Gesundheitssport.
1. Einleitung: Begründung der Notwendigkeit einer Neuausrichtung des Schwimmunterrichts hin zum Rettungsschwimmen zur Erhöhung der Sicherheit an Gewässern.
2. Rettungsschwimmen in Deutschland (allgemein): Historischer Rückblick auf die Entstehung der DLRG und deren Bedeutung als größte Wasserrettungsorganisation.
3. Rettungsschwimmen in der Schule: Erörterung der Notwendigkeit, der didaktischen Verankerung im Rahmenplan und der allgemeinen Lernziele für den schulischen Kontext.
4. Vorstellung des Unterrichtskonzepts: Detaillierte Darstellung der Unterrichtssequenz mit zehn Theorie- und zehn Praxisstunden.
5. Auswertung des Konzepts: Erfahrungsberichte aus der Erprobung in Sportkursen der gymnasialen Oberstufe inklusive Optimierungsvorschlägen.
6. Möglichkeiten und Grenzen von Rettungsschwimmen in der Schule – Schlussbetrachtung: Kritische Reflexion der Ergebnisse, der Rolle der DLRG und der Realisierbarkeit im Sportunterricht.
Rettungsschwimmen, Schule, Schwimmunterricht, Sekundarstufe II, DLRG, Wasserrettung, Handlungsorientierung, Rahmenplan Sport, Rettungstechniken, Erste Hilfe, Selbstrettung, Fremdrettung, Schwimmfähigkeit, Sportunterricht, Ertrinkungsprävention.
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der Integration von Rettungsschwimmen in den Sportunterricht der gymnasialen Oberstufe und entwickelt ein entsprechendes Unterrichtskonzept.
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit des Rettungsschwimmens, der didaktischen Grundlage des Rahmenplans Sport, der Entwicklung von Unterrichtsreihen und der praktischen Evaluation durch Schülerinterviews und Leistungsüberprüfungen.
Ziel ist es, ein Konzept zu erarbeiten, das Schülern der gymnasialen Oberstufe ermöglicht, rettungsschwimmerische Grundfertigkeiten zu erlernen und diese bei Bedarf in Notsituationen anzuwenden.
Die Evaluation erfolgte durch die Erprobung des Unterrichtskonzepts in Sportkursen, die Durchführung von Schülerinterviews sowie die Analyse von Leistungsüberprüfungen und Statistiken.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Inhalte, wie die Geschichte der DLRG und Unfallstatistiken, als auch praktische Rettungstechniken, wie Abschleppgriffe und Befreiungstechniken, vorgestellt.
Zentrale Begriffe sind Rettungsschwimmen, Schwimmunterricht, Schulsport, DLRG, Fremdrettung und Handlungsorientierung.
Die DLRG ist die führende Instanz in der Wasserrettungsausbildung. Eine Kooperation ermöglicht den Zugriff auf Fachwissen, Rettungsgeräte und Prüfer, was die Qualität der schulischen Ausbildung erhöht.
Die Auseinandersetzung mit Statistiken soll den Schülern die Relevanz der Thematik verdeutlichen und ihre Motivation fördern, Kompetenzen zur Selbst- und Fremdrettung zu erwerben.
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