Magisterarbeit, 2006
118 Seiten, Note: 1,5
1 Einführung
2 Gerechtigkeits- und Sozialstaatskonzeptionen
2.1 EGALITÄRE PERSPEKTIVE
2.1.1 Egalitäre Konzeptionen der Gerechtigkeit
2.1.2 Egalitäre Konzeptionen des Sozialstaates
2.1.3 Kritik am Egalitarismus
2.2 LIBERALE PERSPEKTIVE
2.2.1 Liberale Konzeptionen der Gerechtigkeit
2.2.2 Liberale Konzeptionen des Sozialstaates
2.2.3 Kritik am Liberalismus
2.3 MONISTISCHE PERSPEKTIVE
2.3.1 Monistische Konzeptionen der Gerechtigkeit
2.3.2 Monistische Konzeptionen des Sozialstaates
2.3.3 Kritik an monistischen Konzeptionen
3 Probleme, Ursachen und Auswege der Arbeitslosigkeit
3.1 PROBLEME DER ARBEITSLOSIGKEIT
3.2 URSACHEN DER ARBEITSLOSIGKEIT
3.3 ERWERBSARBEITSZENTRIERTE WEGE AUS DER ARBEITSLOSIGKEIT
3.4 IMPLIKATIONEN FÜR EINE PRAKTISCHE ARBEITSMARKT- UND SOZIALPOLITIK
4 Wege aus der Arbeitslosigkeit aus der Sicht von Gerechtigkeits- und Sozialstaatskonzeptionen
4.1 WEGE AUS DER ARBEITSLOSIGKEIT AUS EGALITÄRER PERSPEKTIVE
4.2 WEGE AUS DER ARBEITSLOSIGKEIT AUS LIBERALER PERSPEKTIVE
4.3 WEGE AUS DER ARBEITSLOSIGKEIT AUS MONISTISCHER PERSPEKTIVE
5 Zusammenfassung, Ausblick und Schlussbemerkung
5.1 ZUSAMMENFASSENDE BETRACHTUNG
5.2 EMPIRISCHER AUSBLICK
5.3 SCHLUSSBEMERKUNG
Diese Arbeit untersucht, inwieweit das politische Prinzip „Sozial ist, was Arbeit schafft“ (SIWAS) theoretisch und praktisch mit verschiedenen Gerechtigkeits- und Sozialstaatskonzeptionen vereinbar ist. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob die Schaffung von Beschäftigung als legitimes und gerechtes Ziel innerhalb egalitärer, liberaler und monistischer Ansätze anerkannt werden kann.
Die Rawlssche Gerechtigkeitskonzeption
Im Kern geht es Rawls darum zu zeigen, für welche Regelordnung sich rationale, freie und gleiche Bürger entscheiden würden, wenn sie ihre Regelwahl unter Ausschluss von Verhandlungsvorteilen und ohne Wissen über die konkreten Lebensumstände treffen müssten. Er verlegt die Diskussion der Regelsetzung weg vom Naturzustand der klassischen Vertragstheorie in die so genannte original position. In diesem Urzustand befinden sich die Individuen hinter einem Schleier der Unwissenheit, der einen vergessen lässt, welche soziale Stellung man einnimmt, und der sich von den Umständen des allumfassenden Handlungsrahmens loslöst und somit nicht durch sie verzerrt ist. Von diesem Standpunkt aus ist es möglich, eine faire Übereinkunft zu erreichen, die angemessenen Beschränkungen im Bezug auf all das unterliegt, was als guter Grund gelten soll.
Rawls erhebt selbst den Anspruch, auf Basis dieses Urzustandes eine öffentlich anerkannte Gerechtigkeitskonzeption für moderne demokratische Staaten entwickelt zu haben, die vielfältigen Weltanschauungen und konkurrierenden Konzeptionen des Guten gerecht wird. Zwar könne nicht auf alle Fragen eine Lösung bzw. ein Konsens gefunden werden. Doch sei es möglich, auf die in den politischen Institutionen und öffentlichen Traditionen verankerten grundlegenden Gedanken zurückgreifend, eine Basis zu finden, um über eine geeignete institutionelle Ordnung für Freiheit und Gleichheit zu entscheiden.
1 Einführung: Hinführung zur Fragestellung der Arbeit und Erläuterung des Prinzips „Sozial ist, was Arbeit schafft“ (SIWAS) im Kontext der deutschen Sozialstaatskrise.
2 Gerechtigkeits- und Sozialstaatskonzeptionen: Systematische Darstellung der drei grundlegenden Gerechtigkeitsperspektiven (Egalitarismus, Liberalismus, Monismus) und der daraus abgeleiteten Sozialstaatsmodelle.
3 Probleme, Ursachen und Auswege der Arbeitslosigkeit: Analyse der Ursachen der strukturellen Arbeitslosigkeit sowie Diskussion wirtschaftswissenschaftlich begründeter Ansätze zur Steigerung der Beschäftigung.
4 Wege aus der Arbeitslosigkeit aus der Sicht von Gerechtigkeits- und Sozialstaatskonzeptionen: Kritische Konfrontation der in Kapitel 3 identifizierten Maßnahmen mit den normativen Kriterien der in Kapitel 2 vorgestellten Konzeptionen.
5 Zusammenfassung, Ausblick und Schlussbemerkung: Synthese der theoretischen Ergebnisse sowie Ausblick auf die empirische Relevanz und politische Durchsetzbarkeit der behandelten Konzepte.
Soziale Gerechtigkeit, Sozialstaat, Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarktpolitik, SIWAS, Egalitarismus, Liberalismus, Monismus, Differenzprinzip, John Rawls, Beschäftigung, Beschäftigungsförderung, Markt, Verteilungsgerechtigkeit, Strukturwandel.
Die Arbeit analysiert die theoretische Vereinbarkeit des politischen Prinzips „Sozial ist, was Arbeit schafft“ (SIWAS) mit verschiedenen wissenschaftlichen Gerechtigkeitstheorien.
Die zentralen Felder sind die politische Philosophie (Gerechtigkeitstheorien) und die Arbeitsmarktökonomie, verknüpft durch die Frage der Sozialstaatlichkeit.
Ziel ist es zu klären, ob SIWAS wissenschaftlich als handlungsleitende Maxime für eine sozial gerechte Politik gerechtfertigt werden kann.
Die Arbeit nutzt eine komparative theoretische Analyse unterschiedlicher Gerechtigkeitskonzeptionen und konfrontiert diese mit ökonomischen Reformvorschlägen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Gerechtigkeitsmodelle, die Diagnose der Arbeitsmarktprobleme und die anschließende kritische Bewertung von Reformmaßnahmen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere die Unterscheidung zwischen egalitären, liberalen und monistischen Perspektiven sowie der Fokus auf das Differenzprinzip von John Rawls.
Monistische Ansätze betrachten SIWAS tendenziell positiv, da sie auf die Versöhnung von Wirtschaftlichkeit und sozialer Teilhabe abzielen.
Ja, das Rawlssche Differenzprinzip lässt sich theoretisch mit SIWAS in Einklang bringen, sofern die Maßnahmen dem am wenigsten begünstigten Teil der Bevölkerung zugutekommen.
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