Masterarbeit, 2008
56 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Einleitung
1. Erzähltheoretische Grundlagen
1.1. Eingrenzung des Erzählbegriffs
1.2. Das narrative Schema
2. Anforderungen an eine didaktisch-methodische Auseinandersetzung mit dem schriftlichen Erzählen
2.1. Das Erzählen als Bestandteil des Niedersächsischen Kerncurriculums
2.2. Erforderliche Kenntnisse und Fertigkeiten für das Erzählen
3. Didaktisch-methodische Untersuchung des schriftlichen Erzählens im Sprachbuch
3.1. Das Sprach-Lese-Buch Piri: Umgang mit dem schriftlichen Erzählen
3.2. Didaktische und methodische Untersuchung einzelner Sprachbuchseiten
3.2.1. Piri 3: „Timos Drachen“
3.2.2. Piri 3: „Ein Pilz als Sonnenschein“
3.2.3. Piri 4: „Eine Bildergeschichte“
3.3. Resümee zu Piri 3 und Piri 4 in Bezug auf das schriftliche Erzählen
4. Erstellen alternativer Sprachbuchseiten zum schriftlichen Erzählen
4.1. Überlegungen für Alternativseiten zum schriftlichen Erzählen
4.2. Alternative Sprachbuchseiten: didaktisch-methodische Begründung der Aufgabenstellungen
4.2.1. Planung einer Erzählung
4.2.1. Schreiben einer Einleitung
4.3. Ausblick auf die folgenden Sprachbuchseiten
Fazit
Die Arbeit untersucht die didaktische und methodische Aufbereitung des schriftlichen Erzählens in Sprachbüchern der Grundschule. Ziel ist es, kritisch zu beleuchten, inwieweit aktuelle Lehrwerke wie "Piri" den Anforderungen des Niedersächsischen Kerncurriculums gerecht werden und Schülern die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten zur Textproduktion vermitteln können.
1. Erzähltheoretische Grundlagen
Eine didaktische sowie methodische Auseinandersetzung mit dem Thema des schriftlichen Erzählens kann prinzipiell nur dann erfolgen, wenn ein allgemeines Verständnis und somit eine Basis darüber vorhanden ist, was unter dem Begriff des „schriftlichen Erzählens“ verstanden wird. Aus diesem Grund werden zunächst einige theoretische Vorüberlegungen zum Erzählen dargelegt, die sich jedoch auf jene Grundlagen beschränken, die für die nachfolgenden Kapitel von Bedeutung sind, da eine Ausführung des gesamten Erzählbegriffs aufgrund seines weiten Spektrums den Rahmen dieser Arbeit überschreiten würde.
1.1. Eingrenzung des Erzählbegriffs
Der Auseinandersetzung mit dem schriftlichen Erzählen im Sprachbuch wird zunächst die Klärung und Eingrenzung des Erzählbegriffs vorausgehen. Ganz allgemein gesagt, wird beim Erzählen ein reales oder fiktives Geschehen entweder schriftlich oder mündlich dargestellt, wobei der Adressat und der damit verbundene Zweck des Erzählens eine wesentliche Rolle spielen, was Beck & Hofen folgendermaßen erläutern:
„Erzählen im weitesten Sinne umfaßt [sic] jegliche Form mündlichen oder schriftlichen Darstellens, bei dem ein wirkliches oder erdachtes inneres oder äußeres Geschehen in Sprache gefaßt [sic] wird i. d. R. mit dem Ziel, einen tatsächlich vorhandenen oder auch nur vorgestellten Hörer bzw. Leser anzusprechen, ihn in das Erleben einzubeziehen, zu erfreuen, mitunter auch zu informieren. Soweit literarisch ausgeprägt, begegnen wir erzählender Dichtung als einer der drei großen literarischen Gattungen (Epik, Lyrik, Dramatik) in allen Kulturen und zu allen Zeiten.“
1. Erzähltheoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert die Basis für die Arbeit, indem es den Begriff des Erzählens eingrenzt und das für das schriftliche Erzählen relevante narrative Schema theoretisch herleitet.
2. Anforderungen an eine didaktisch-methodische Auseinandersetzung mit dem schriftlichen Erzählen: Hier werden die curricularen Vorgaben des Landes Niedersachsen analysiert und die für Grundschüler erforderlichen Teilkompetenzen und Fertigkeiten für das schriftliche Erzählen definiert.
3. Didaktisch-methodische Untersuchung des schriftlichen Erzählens im Sprachbuch: Das Kapitel bietet eine kritische Evaluation der Sprach-Lese-Bücher Piri 3 und Piri 4 hinsichtlich der didaktischen Umsetzung des schriftlichen Erzählens auf ausgewählten Beispielseiten.
4. Erstellen alternativer Sprachbuchseiten zum schriftlichen Erzählen: In diesem Kapitel werden eigene Alternativseiten entworfen und didaktisch begründet, um aufzuzeigen, wie das Lehren und Lernen des schriftlichen Erzählens methodisch besser strukturiert werden kann.
Schriftliches Erzählen, Sprachbuch, didaktische Untersuchung, Piri, narratives Schema, Kerncurriculum, Grundschule, Schreibdidaktik, Erzählstruktur, Lernprozess, Textproduktion, Bildungsstandards, Aufsatzunterricht, Methodenkompetenz, Planung einer Erzählung.
Die Arbeit analysiert, wie das schriftliche Erzählen in aktuellen Sprachbüchern für die Grundschule didaktisch und methodisch aufbereitet wird.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen narrativer Strukturen, die Anforderungen des Niedersächsischen Kerncurriculums an die Schüler und die praktische Umsetzung dieser Anforderungen in Lehrwerken.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die gegenwärtige Darstellung des schriftlichen Erzählens in Sprachbüchern oft zu oberflächlich ist, und Möglichkeiten für eine didaktisch fundierte Verbesserung aufzuzeigen.
Die Autorin nutzt eine didaktische Analyse, bei der sie zunächst theoretische Modelle (narratives Schema) aufstellt und diese anschließend als Maßstab für die Untersuchung ausgewählter Sprachbuchseiten verwendet.
Im Hauptteil werden sowohl bestehende Sprachbuchseiten (Piri 3 und Piri 4) kritisch evaluiert als auch selbst entwickelte Alternativseiten für den Unterricht entworfen und begründet.
Schriftliches Erzählen, Sprachbuch, didaktische Untersuchung, Piri, narratives Schema, Kerncurriculum, Schreibdidaktik und Erzählstruktur.
Das Lehrwerk Piri wird gewählt, da es ein weit verbreitetes, aktuelles Lehrwerk ist, an dem sich die Problematik der eher unsystematischen Behandlung des schriftlichen Erzählens beispielhaft demonstrieren lässt.
Die Autorin folgert, dass schriftliches Erzählen eine komplexe Tätigkeit ist, die kleinschrittig und systematisch durch bewusste Planung und gezielte Aufgabenstellungen im Unterricht angeleitet werden muss.
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