Diplomarbeit, 2007
110 Seiten, Note: 2,0
1. EINFÜHRUNG
1.1 Problematik
1.2 Aufbau der Arbeit
2. DIE ROLLE DES FINANZSYSTEMS IN EINER VOLKSWIRTSCHAFT
2.1 Theoretischer Rahmen
2.1.1 Traditionelle Finanzwirtschaftslehre
2.1.2 Neoklassische Finanzierungstheorie
2.1.3 Neue Institutionenökonomik
2.2 Finanzintermediäre im volkswirtschaftlichen Entwicklungsprozess
2.3 Funktion von Banken
2.3.1 Transformationsfunktion
2.3.2 Kontrollfunktion
2.3.3 Abwicklung des Zahlungsverkehrs
2.4 Funktion des Kapitalmarktes
2.5 Finanzsektorentwicklung und Wirtschaftswachstum
2.6 Zwischenfazit
3. ZIELE UND INSTRUMENTE DER CHINESISCHEN LIBERALISIERUNG DES FINANZSEKTORS
3.1 Bedeutung des Finanzsektors im chinesischen Transformationsprozess
3.1.1 Die Gründung von Investitionsförderzonen
3.1.2 Die Rolle der Banken
3.1.3 Die Rolle des Kapitalmarktes
3.1.4 Die Bedeutung von ausländischen Direktinvestitionen
3.1.5 Der informelle Finanzsektor
3.2 Ziele der chinesischen Führung
3.3 Zwischenfazit
4. HISTORISCHE ENTWICKLUNG DES FINANZSYSTEMS IN CHINA
4.1 Vorreformzeit (1949-1978)
4.2 Die ersten Reformschritte (1979-1984)
4.3 Die zweite Phase (1985-1993)
4.4 Die dritte Phase (1994-1997)
4.5 Die aktuelle Phase (seit Ende 1997)
4.6 Das chinesische Finanzsystem heute
4.7 Reformagenda
4.8 Zwischenfazit
5. BEWERTUNG AUSGEWÄHLTER REFORMPARAMETER
5.1 Asset Management Companies
5.2 Kreditvergabepraxis
5.3 WTO-Beitritt und Implementierung von Wettbewerbselementen
5.4 Teilprivatisierung der Staatsbanken
5.5 Aufsicht und Regulierung des Finanzsystems
5.6 Zwischenfazit
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit analysiert die Rolle und Entwicklung des chinesischen Finanzsystems im laufenden Transformationsprozess. Dabei wird untersucht, wie die chinesische Regierung durch schrittweise Reformen trotz struktureller Defizite und fehlender klassischer Institutionen ein hohes Wirtschaftswachstum erreichen konnte, ohne eine Transformationskrise zu durchlaufen.
1.1 Problematik
Die VR China gilt vielen Beobachtern als Paradebeispiel für eine gelungene schrittweise gestaltete Transformation des Wirtschaftssystems von einer Planwirtschaft hin zu einer marktorientierten Ordnung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der zentralistischen politischen Machtstruktur. Seitdem die Kommunistische Partei Chinas 1978 den Beschluss fasste marktwirtschaftliche Reformen und damit den Transformationsprozess einzuleiten, hat China einen Wachstumsprozess erlebt, der bestenfalls mit der Dynamik der südostasiatischen Tigerstaaten in den siebziger und achtziger Jahren vergleichbar ist, erlebt. Die hohen Wachstumsraten der letzten Jahre von jährlich durchschnittlich fast 10% (siehe Anlage 1) zogen Milliardeninvestitionen aus dem Ausland an. Die dabei vorherrschende Dominanz der Reformen im industriellen Sektor war von der chinesischen Regierung durchaus erwünscht um Produktions- und Technikwissen sowie Erfahrung zu gewinnen. Erste zaghafte gradualistische Reformen des Finanz- und Bankensektors wurden erst Mitte der achtziger Jahre eingeleitet. Erst allmählich setzte sich dabei in China die Erkenntnis, dass ein nach Regeln des Wettbewerbs funktionierendes Bankensystem eine wesentliche Vorbedingung für eine marktwirtschaftlich funktionierende Volkswirtschaft ist, durch.
1. EINFÜHRUNG: Erläuterung des Transformationsprozesses Chinas, der Problematik des Finanzsystems und des Aufbaus der Arbeit.
2. DIE ROLLE DES FINANZSYSTEMS IN EINER VOLKSWIRTSCHAFT: Theoretische Fundierung der Funktionen von Banken und Kapitalmärkten sowie deren Einfluss auf das Wirtschaftswachstum.
3. ZIELE UND INSTRUMENTE DER CHINESISCHEN LIBERALISIERUNG DES FINANZSEKTORS: Analyse des "chinesischen Weges" der schrittweisen Liberalisierung und der Nutzung verschiedener Finanzinstrumente für politische Ziele.
4. HISTORISCHE ENTWICKLUNG DES FINANZSYSTEMS IN CHINA: Detaillierter Rückblick auf die verschiedenen Phasen der Reformen von der Vorreformzeit bis zur aktuellen Phase.
5. BEWERTUNG AUSGEWÄHLTER REFORMPARAMETER: Kritische Untersuchung spezifischer Reformaspekte wie Asset Management Companies, Kreditvergabepraxis und WTO-Implikationen.
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Resümee der Ergebnisse und Einschätzung der zukünftigen Herausforderungen und Risiken für das chinesische Modell.
Transformation, chinesisches Finanzsystem, Bankensektor, Wirtschaftswachstum, Liberalisierung, Staatsbanken, notleidende Kredite, NPL, Kapitalmarkt, informeller Finanzsektor, FDI, Wirtschaftsreformen, KPCh, Geldpolitik, Wettbewerb.
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Funktion des chinesischen Finanzsystems während des Übergangs von der Planwirtschaft hin zur marktorientierten Ordnung.
Zu den Schwerpunkten zählen der Bankensektor, der Kapitalmarkt, der informelle Finanzsektor sowie die Rolle ausländischer Direktinvestitionen und die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf das Finanzwesen.
Das Ziel ist es zu analysieren, wie China durch einen gradualistischen Reformansatz ein hohes Wirtschaftswachstum erzielte, ohne die Stabilität des Systems durch eine Transformationkrise zu gefährden.
Die Arbeit nutzt einen institutionenökonomischen Ansatz, um den historischen Reformverlauf und die Interaktion zwischen Staat, Banken und Wirtschaft zu erklären.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Reformphasen, die Rolle der Staatsbanken bei der Industrieförderung und die Herausforderungen im Umgang mit notleidenden Krediten.
Transformation, Finanzsystem, Gradualismus, Bankensektor-Reform und chinesische Wirtschaftspolitik.
Die vier großen Staatsbanken fungieren maßgeblich als Instrumente der staatlichen Industriepolitik und der sozialen Absicherung, sind jedoch durch hohe Quoten an notleidenden Krediten und geringe operationelle Effizienz geprägt.
Da der private Sektor formalen Zugang zu Bankkrediten oft erschwert bekommt, dient der informelle Sektor als essenzielle Finanzierungsquelle für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und innovative Firmen.
Die Gründung der Asset Management Companies wird als notwendiger, aber bisher wenig erfolgreicher Schritt gesehen, da die Cash Recovery Raten weit hinter den Erwartungen und internationalen Vorbildern zurückbleiben.
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