Diplomarbeit, 2007
132 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung und Ziele der Arbeit
2 Die Relevanz des Falles und methodologischer Rahmen der gesamten Arbeit
2.1 Zur Relevanz des Falles
2.2 Methodologischer Rahmen für die gesamte Arbeit
3 Historischer Hintergrund Russlands
4 Konzept zur Klassifikation der Grauzonenregime und seine Anwendung am Fall Russland
4.1 Entwicklungen in der Demokratie- und Autoritarismusforschung
4.2 Verschiedene Strategien zur Klassifikation der Regime in der Grauzone
4.2.1 Strategie der Bildung autoritärer Subtypen
4.2.2 Die Strategie der Bildung hybrider Regimetypen
4.2.3 Die Strategie dichotomer Klassifikation
4.2.4 Die Strategie der Bildung unvollständiger Subtypen
4.2.5 Kritik an den vier oben genannten Strategien
4.2.6 Unterschiedliche Indizes. Indizesbildung als Lösung?
4.3 Forschungsdesign:
4.4 Entwicklung des Konzepts zur Klassifikation der Grauzonenregime Das neue Erhebungsinstrument
4.4.1 Definition von Demokratie, Autoritarismus und Totalitarismus
4.4.2 Klassifikation der Regimetypen in der Grauzone
4.4.2.1 Operationalisierung: Näheres zu Dimensionen und Indikatoren
4.5 Erhebung
4.5.1 Pluralismus, pluralistischer Wettbewerb
4.5.1.1 Politischer Pluralismus
4.5.1.2 Meinungspluralismus
4.5.1.3 Gesellschaftlicher Pluralismus: Zivilgesellschaft
4.5.2 Bürgerliche Freiheitsrechte
4.5.3 Gewaltenkontrolle
4.6 Klassifikation des Regimetyps in Russland
5 Suche nach den Ursachen für den Misserfolg der Demokratisierung in Russland
5.1 Fragestellung und Vorgehen
5.2 Theorien und daraus abgeleitete Hypothesen
5.2.1 Theorie des Veto-Spielers und Politisch-Institutionelle Reformtheorie und die daraus abgeleitete Hypothese
5.2.2 Sozioökonomische Theorien, Politische Kultur und die daraus abgeleitete Hypothese
5.2.3 Staatlichkeit und die daraus abgeleitete Hypothese
5.2.4 Historisches Erbe. Typ des Vorgängerregimes und Transitionsmodus und die daraus abgeleitete Hypothese
5.2.5 Internationaler Kontext und die daraus abgeleitete Hypothese
5.3 Überprüfung der Hypothesen und empirische Befunde
5.3.1 PIR: Politisch Institutionelle Reformtheorie
5.3.2 Sozioökonomische Faktoren
5.3.3 Staatlichkeit
5.3.4 Historisches Erbe
5.3.5 Internationales Umfeld
5.4 Zusammenfassung
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das politische System Russlands seit 1991, um zu klären, ob es sich um eine konsolidierte Demokratie handelt oder ob das Land eine autoritäre Wende vollzogen hat. Basierend auf einer neu entwickelten Typologie für Grauzonenregime analysiert der Autor die Entwicklung unter Jelzin und Putin und sucht nach den Ursachen für den Misserfolg der Demokratisierung.
Die Strategie der Bildung autoritärer Subtypen
Der Autoritarismus zog bislang am wenigsten Aufmerksamkeit in der Forschung auf sich. Zum einen lag es daran, dass man lange Zeit die politischen Systeme nur in Demokratien und Autokratien unterschieden hat. Die Autokratien wiederum wurden oftmals in autoritäre und totalitäre Subtypen unterteilt. Zum anderen konzentrierte sich die westliche Forschung vor allem auf die Erforschung von entwickelten Demokratien. Erst in den 60en und 70en Jahren des 20. Jahrhunderts machte die Zweiteilung in Demokratien und Autokratien einer Dreiteilung Platz. Es war Juan Linz (1975), der die Kennzeichen des autoritären Systems herausarbeitete und Autoritarismus als eigenen Systemtyp von Demokratie und Totalitarismus abgrenzte.
In der letzten Zeit findet vor allem das Konzept „competitive authoritarianism“ von Levitsky und Way Aufmerksamkeit (vgl. Levitsky/Way 2002). Kompetitiver Autoritarismus ist eine „diminished“ Form von Autoritarismus. Es lässt sich problemlos von Demokratie und einem vollständigen Autoritarismus unterscheiden. Levitsky und Way (2002) definieren Demokratie durch: 1) eine offen, frei und fair gewählte Exekutive und Legislative; 2) ein inklusives Wahlrecht; 3) politische Rechte und bürgerliche Freiheitsrechte, inklusive Informations-, Meinungs-, und Versammlungsfreiheiten; und 4) tatsächliche Herrschaftsgewalt der gewählten Vertreter (vgl. Levitsky/Way 2002: 53). Diese vier Kriterien sind die Minimalkriterien für den demokratischen Regimetyp.
1 Einleitung und Ziele der Arbeit: Einführung in die Problematik der russischen Regimeklassifikation und Formulierung der zentralen Forschungsfragen.
2 Die Relevanz des Falles und methodologischer Rahmen der gesamten Arbeit: Begründung der Fallstudie zu Russland sowie Darstellung des methodologischen Ansatzes (Hermeneutik/Inhaltsanalyse).
3 Historischer Hintergrund Russlands: Überblick über die russische Geschichte, um das Verständnis für die Entwicklung nach 1991 zu erleichtern.
4 Konzept zur Klassifikation der Grauzonenregime und seine Anwendung am Fall Russland: Diskussion bestehender Forschungsstrategien und Entwicklung eines eigenen Analyserahmens zur Klassifikation Russlands.
5 Suche nach den Ursachen für den Misserfolg der Demokratisierung in Russland: Überprüfung verschiedener theoretischer Hypothesen zur Erklärung des Misserfolgs der Demokratisierung und der autoritären Regression.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung der zukünftigen Demokratisierungsaussichten Russlands.
Russland, Demokratisierung, Autoritarismus, Transformation, Grauzonenregime, Pluralismus, Institutionen, Jelzin, Putin, Zivilgesellschaft, Medienfreiheit, Herrschaftslegitimation, Systemwechsel, Rechtsstaatlichkeit, Wahlsystem.
Die Arbeit analysiert das politische System Russlands im Zeitraum von 1991 bis 2007 und hinterfragt, ob es sich dabei um eine Demokratie oder ein autoritäres Regime handelt.
Die zentralen Felder sind die Demokratie- und Autoritarismusforschung, das Konzept der Grauzonenregime, die Analyse des russischen Transformationsprozesses sowie die Ursachenforschung für das Scheitern der Demokratisierung.
Ziel ist es, den Regimetyp Russlands unter Boris Jelzin und Wladimir Putin systematisch zu klassifizieren und festzustellen, ob in diesem Zeitraum ein Regimetypwechsel stattgefunden hat.
Es handelt sich um eine qualitative Einzelfallstudie, die interpretativ vorgeht und sich primär auf die Inhaltsanalyse von Primär- und Sekundärliteratur stützt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Exploration zur Typologisierung des russischen Regimes und eine Explanation, die mittels Hypothesentests nach den Ursachen für den Misserfolg der Demokratisierung sucht.
Die wichtigsten Begriffe sind Demokratisierung, Autoritarismus, Pluralismus, Grauzonenregime, Transformation und die politische Entwicklung unter Jelzin und Putin.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Russland unter Putin als semi-autoritärer Regimetyp einzuordnen ist, da der Pluralismus systematisch eingeschränkt wurde.
Das historische Erbe Russlands, geprägt durch zaristische Autokratie und sowjetischen Totalitarismus, wird als negative Vorbedingung für eine demokratische Konsolidierung gewertet.
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