Bachelorarbeit, 2007
48 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
Diese Arbeit untersucht die Kommunikationsstrategie der ersten Generation der Roten Armee Fraktion (RAF) und analysiert, wie sich die Selbstbezüglichkeit dieser Gruppe bereits kurz nach ihrer Entstehung manifestierte. Ziel ist es, die Rolle von Kommunikation im Kontext des politisch motivierten Terrorismus anhand der RAF-Strategie zu beleuchten.
Kapitel 1 beleuchtet die Entstehung der RAF und stellt den Widerspruch zwischen dem programmatischen Anspruch auf soziale Revolution und der tatsächlichen Praxis der Gruppe heraus. Es wird die Bedeutung der Selbstbezüglichkeit der RAF und die Bedeutung von Kommunikation im Kontext des Terrorismus betont.
Kapitel 2 analysiert die RAF-Schrift "Das Konzept Stadtguerilla" als Beispiel für die Propaganda des Wortes. Hier wird die Argumentation der RAF für den bewaffneten Kampf und die Strategie der Gegenöffentlichkeit untersucht.
Kapitel 3 widmet sich der Propaganda der Tat und analysiert fünf Anschläge der RAF im Mai 1972. Es wird die Codierung der Anschlagsziele und die damit verbundenen kommunikativen Strategien der RAF betrachtet.
Die Arbeit fokussiert auf die folgenden Schlüsselbegriffe: Terrorismus, Kommunikation, RAF, Selbstbezüglichkeit, Propaganda, Gegenöffentlichkeit, Bewusstseinsbildung, Medien, Anschläge, Kommunikationsstrategie.
Die RAF versuchte durch „bewaffnete Propaganda“ und theoretische Schriften eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen und das Bewusstsein der Bevölkerung zu revolutionieren.
Es ist das erste theoretische Positionspapier von 1971, in dem die Gruppe versucht, ihren bewaffneten Kampf ideologisch zu begründen und Rechenschaft abzulegen.
Dies bezieht sich auf die Anschläge (wie die Mai-Offensive 1972), die selbst als kommunikative Akte fungieren sollten, um die Macht des Staates zu demaskieren.
Trotz des Anspruchs, das Volk zu erreichen, adressierte die Kommunikation der RAF zunehmend nur noch die eigene Gruppe und Sympathisanten, was zur Isolation führte.
Die Ziele wurden durch Bekennerschreiben in einen historischen und politischen Kontext gesetzt, um sie als Symbole der „herrschenden Unterdrückung“ zu markieren.
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