Diplomarbeit, 2004
77 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Grundverständnis: Business Intelligence
2.1. Wesen und Anforderungen an Business Intelligence
2.2. Daten bzw. Informationen für das Management
2.3. Zielsetzung eines Business Intelligence-Systems
3. Entwicklung des Business Intelligence
3.1. Vom Managementinformationssystem zum Business Intelligence-System
3.2. Wachstumsmotive des Business Intelligence
3.2.1. Real-time-Enterprise
3.2.2. Wertsteigerung von betriebswirtschaftlichen Anwendungen
3.2.3. Informationskonsolidierung und Integration heterogener Systeme
3.2.4. Wirtschaftliche Beschränkungen und Regulierungen
3.2.5. Nutzung analytischer Ergebnisse in operativen Geschäftsprozessen
4. Aufgaben und Prozesse des Business Intelligence
4.1. Datensammlung
4.1.1. Datenintegration
4.1.2. Datenspeicherung
4.2. Datenaufbereitung
4.3. Informationsdarstellung
5. Business Intelligence-Architektur
5.1. Allgemeines
5.2. Extrahieren-Transformieren-Laden (ETL)
5.3. Data Warehouse/Data Marts
5.4. Aufbereitung – OLAP und seine Speichermodi
5.5. Analyse- und Anwenderwerkzeuge
5.5.1. Mining Verfahren
5.5.1.1. Data Mining
5.5.1.2. Text Mining
5.5.1.3. Web Mining
5.5.2. Suchvarianten
5.5.3. Case Based Reasoning
5.5.4. Balanced Scorecard
5.5.5. Berichtswesen
5.5.6. Ad hoc Analysen & Reportings
5.5.7. Planung, Budgetierung & Simulation
6. Business Intelligence-Produktvergleich
6.1. Business Intelligence-Anbieter
6.2. Smart Business Intelligence der zetVisions AG
6.2.1. Das Unternehmen
6.2.2. Business Intelligence-Definition aus Sicht der zetVisions AG
6.2.3. Die zetVisions-Lösung zetControl
6.2.3.1. zetSmartPortal
6.2.3.2. zetConnect
6.2.4. Architektur der Smart Business Intelligence-Lösung
6.3. MI DecisionWare der MIS AG
6.3.1. Das Unternehmen
6.3.2. Zielsetzung und Kernkompetenz des Business Intelligence-Ansatzes der MIS AG
6.3.3. Die MIS-Lösung MIS DecisionWare
6.3.3.1. MIS Application Server
6.3.3.2. MIS DecisionWare Applications
6.3.3.3. MIS Frontends
6.3.3.4. MIS DecisionWare Studio
6.3.4. Architektur der Business Intelligence-Lösung
6.4. Vergleich der Business Intelligence-Lösungen
7. Neue Trends im Bereich der Managementunterstützung
7.1. Trendentwicklung von Business Intelligence
7.2. Business Performance Management
7.3. Decision Intelligence-System
8. Resümee
Die Arbeit untersucht das Feld der Business Intelligence, um aufzuzeigen, wie Unternehmen Datenmassen in strategisch wertvolles Wissen transformieren können, um den Wettbewerbsdruck zu bewältigen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
2.1. Wesen und Anforderungen an Business Intelligence
Das Schlagwort Business Intelligence ist äußerst jung, verspricht allerdings zu einem viel versprechenden Trend zu werden. Vor allem der englische Ausdruck Intelligence assoziiert etwas Positives. Das kommt daher, dass der Begriff Intelligence die Fertigkeit interpretiert, Informationen in Wissen zu transformieren und Wissen in konkrete Vorgänge umzusetzen. Martin Grothe übersetzt den Ausdruck Intelligence mit der Suche nach Informationen und definiert den Themenkomplex Business Intelligence wie folgt: „Business Intelligence bezeichnet den analytischen Prozess, der – fragmentierte – Unternehmens- und Wettbewerbsdaten in handlungsgerichtetes Wissen über die Fähigkeiten, Positionen, Handlungen und Ziele der betrachteten internen oder externen Handlungsfelder (Akteure und Prozess) transformiert.“
Diese Definition weist darauf hin, dass hinter der Bezeichnung Business Intelligence keine feste Größe steht, sondern ein Prozess charakterisiert wird. Ebenso wird ersichtlich, dass dieser gesamte Prozess die Entscheidungsfindung im Unternehmen durch die Auswertung verfügbarer Daten beschreibt. Grothe leitet daher aus dieser Definition die folgenden drei Prozessphasen ab:
1. „Bereitstellung quantitativer und qualitativer, strukturierter oder unstrukturierter Basisdaten.“
2. „Entdeckung relevanter Zusammenhänge, Muster und Musterbrüche oder Diskontinuitäten gemäß vorbestimmter Hypothesen oder hypothesenfrei.“
3. „Kommunikation der Erkenntnisse und Integration in das Wissens management der Unternehmung: Teilen und Nutzung der gewonnen Erkenntnisse zur Stützung von Maßnahmen und Entscheidungen sowie Umsetzung des generierten Wissens in Aktionen.“
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Business Intelligence für das Management angesichts des globalen Wettbewerbsdrucks und der Notwendigkeit, Daten in nutzbares Wissen zu transformieren.
2. Grundverständnis: Business Intelligence: Dieses Kapitel definiert Business Intelligence als Prozess zur Entscheidungsunterstützung und grenzt die Begriffe Daten, Information und Wissen voneinander ab.
3. Entwicklung des Business Intelligence: Das Kapitel zeichnet die historische Evolution von Managementinformationssystemen hin zu modernen Business Intelligence-Systemen nach und erläutert die Wachstumsmotive wie Real-time-Enterprise.
4. Aufgaben und Prozesse des Business Intelligence: Hier werden die Kernfunktionen Datensammlung, Datenintegration, Datenaufbereitung und Informationsdarstellung als fundamentale Prozessschritte beschrieben.
5. Business Intelligence-Architektur: Dieser Abschnitt beschreibt die technischen Komponenten einer BI-Lösung, insbesondere ETL-Prozesse, Data Warehouse-Konzepte und die verschiedenen Anwenderwerkzeuge wie OLAP und Data Mining.
6. Business Intelligence-Produktvergleich: Die Arbeit vergleicht praxisnah die Lösungsansätze der zetVisions AG und der MIS AG, um unterschiedliche architektonische Implementierungen im Markt zu veranschaulichen.
7. Neue Trends im Bereich der Managementunterstützung: Es wird ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen wie Business Performance Management und Decision Intelligence-Systeme gegeben.
8. Resümee: Das Resümee fasst die zentrale Bedeutung von Business Intelligence für eine erfolgreiche Unternehmensführung zusammen und betont, dass Technologie stets durch menschliche Intelligenz ergänzt werden muss.
Business Intelligence, Data Warehouse, Managementinformationssystem, OLAP, Data Mining, Balanced Scorecard, Wissensmanagement, Entscheidungsprozess, ETL, Reporting, Unternehmensplanung, Echtzeit-Unternehmen, Analysewerkzeuge, Performance Management, Decision Intelligence
Die Arbeit analysiert das Konzept der Business Intelligence (BI) hinsichtlich seiner Aufgaben, Prozesse und technischen Architektur, um die Relevanz für moderne Unternehmen zu verdeutlichen.
Zu den Schwerpunkten gehören das Grundverständnis von BI, der technische Aufbau mittels Data Warehouse und ETL, die verschiedenen Analysemethoden sowie ein direkter Produktvergleich.
Das Ziel ist es, den Themenkomplex BI durchleuchtet darzustellen und aufzuzeigen, wie Unternehmen durch BI-Strategien aus Datenmassen handlungsrelevantes Wissen generieren können.
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie eine praxisorientierte Veranschaulichung anhand von Produktbeispielen und Architekturmodellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von BI-Grundlagen, die Prozessabläufe wie Datensammlung und -aufbereitung sowie eine detaillierte technische Architektur-Analyse.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Business Intelligence, Data Warehouse, OLAP, Managementunterstützung und Performance Management geprägt.
Das Data Warehouse wird als zentrale Komponente und Grundvoraussetzung für erfolgreiche BI-Systeme dargestellt, da es die Integration heterogener Datenbestände ermöglicht.
Der Vergleich verdeutlicht, dass trotz gleicher Grundkonzepte unterschiedliche architektonische Philosophien verfolgt werden, um den spezifischen Bedürfnissen verschiedener Unternehmensgrößen gerecht zu werden.
Der Autor betont im Resümee, dass die beste technische BI-Lösung wirkungslos bleibt, wenn sie nicht durch menschliche Intelligenz bei der Interpretation und Entscheidung unterstützt wird.
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