Fachbuch, 2008
152 Seiten
1 Ein paar einleitende Worte zum Anfang
1.1 Warum noch ein neuer Trainingskurs?
1.2 Einzelne Trainingskurse – ein Abriss
1.2.1 Die Rahmenbedingungen von AAT / CT ®
1.2.2 Konfrontatives Soziales Training (KST) ®
1.2.3 Sozialer Trainingskurs (STK)
1.3 Konflikttrainingskurs „Alles klar!“
1.4 Zum Aufbau dieser Schrift:
2 Zielsetzung des Konflikttrainings
2.1 Empathieerfahrung: Grundlage für den Trainingskurs
2.2 Zielsetzung
2.3 Zielgruppe
2.4 Unterschiedliche Ehrbegriffe
2.4.1 Versuch einer allgemeingültigen Definition
2.4.2 Geschichtliche Betrachtung
2.4.3 Ehre im westlichen Kulturkreis heute
2.4.4 Ehre im muslimischen Kulturkreis
2.4.5 Der Ehrbegriff und das Konflikttraining
2.5 Bildliche Darstellung als zentrales Element
2.5.1 Das Phasenmodell nach Weidenmann
2.5.2 Zwei Arten des Bildverstehens
2.5.3 Zusammenfassung
3 Der Aufbau des Kurses
3.1 Motivationsgespräche
3.2 Einführungsphase
3.3 Verfestigungsphase
3.3.1 Die Modelle – Methoden zu Konfliktlösungen
3.3.1.1 Das ABC-Modell
3.3.1.2 Das BAC-Modell
3.3.2 Rollenspiel und Präsentation
3.3.3 Was ist Gewalt?
3.3.3.1 Ursachen von Gewalt:
3.3.3.2 Jugendgewalt:
3.4 Abschlussphase
4 Die Umsetzung
4.1 „Wir lernen uns kennen“(1. Treffen)
4.2 „Wer bin ich?“ – die Eigenwahrnehmung (2. Treffen)
4.3 Begriffsklärungen: Mut und Respekt (3. Treffen)
4.3.1 Ergebnisse zum Thema „Mut“
4.3.2 Ergebnisse zum Thema „Respekt“
4.4 Erarbeitung einer Gewaltdefinition (4. Treffen)
4.4.1 Ergebnisse zum Thema „Gewalt“
4.4.2 Jugendliche üben Gewalt aus, weil ...
4.5 Wir sprechen mit Fachleuten (5. Treffen)
4.6 Konfliktanalyse nach dem ABC-Modell (6. Treffen)
4.7 Der Santa-Fu-Besuch (7. Treffen)
4.7.1 Die Vorbereitung der Santa-Fu-Fahrt
4.7.2 Der Santa-Fu-Besuch
4.7.3 Die Nachbereitung
4.8 Der Tag danach und das BAC-Modell (8. Treffen)
4.9 Das Abschlusswochenende (9. Treffen)
4.10 Einzelgespräche
4.11 Nachbereitung und Nachhaltigkeit (10. Treffen)
5 Die Schulung Konfliktfähigkeit
5.1 Angesprochene Handlungsebenen
5.2 Regeln für die Trainer:
5.3 Schritt für Schritt
6 Das Kurstagebuch zum Konflikttraining „Alles klar“
6.1 Ein kleines Vorwort:
6.2 Das persönliche Kurstagebuch
Diese Arbeit stellt den Konflikttrainingskurs „Alles klar!“ (KonTAK) vor, ein präventives, niedrigschwelliges Konzept für Kinder und Jugendliche, das darauf abzielt, kommunikative Grundfertigkeiten zu stärken und alternative Konfliktlösungsstrategien jenseits von Gewalt oder Rückzug zu entwickeln.
2.1 Empathieerfahrung: Grundlage für den Trainingskurs
Das Konflikttraining wird, wie die bereits genannten Trainingsprogramme auch, getragen von einem optimistischen Menschenbild. Den Menschen zu mögen, mit seinem Handeln aber nicht einverstanden zu sein, sind keine Widersprüche. Dieses zu vermitteln ist Aufgabe des Trainers.
Die Empathieerfahrung hat im Trainingskurs eine zentrale Bedeutung. Das Gefühl, nicht gemocht zu werden, kann neben Rückzugs- und Fluchttendenzen auch gesteigerte Aggressivität und Gewaltakte bedingen: „Wenn andere Angst vor mir haben, akzeptieren sie mich mehr. Sie mögen mich, weil ich stark bin“. Sprüche wie diese hören wir oft in unserer Arbeit mit Jugendlichen. Empathie wird auf diese Art und Weise eingefordert; sie wird erzwungen und, das ist die Zwickmühle, die Jugendlichen wissen, dass diese Empathie nicht authentisch ist. Gerade deswegen müssen sie sich und der Gruppe immer wieder beweisen, wie „cool“ sie sind. Dieser Druck führt zu einer schnelleren und höheren Erregung, die erhebliche Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten bewirken. Dadurch vermindern sich die Problemlösungskompetenz und die Kommunikationsfähigkeit. Im Konfliktfall wird dann, wenn überhaupt, einseitig und eindimensional gedacht. Oft kommt nur noch eine Lösung in Betracht.
Dieses eindimensionale Denken trägt sich nicht nur in die Gruppe Gleichaltriger. Da Kritik gleichgesetzt wird mit Ablehnung, werden weitere Gruppen wie Schule, Jugendhäuser, z.T. auch das Elternhaus durch die Jugendlichen unter dieser Prämisse bewertet. Die Folgen sind „Einbildungen“ wie „meine Eltern mögen mich nicht“, „der Lehrer mag mich nicht“ und die „Sozialarbeiter mögen mich auch nicht“. Empathie wird nicht mehr zugelassen.
1 Ein paar einleitende Worte zum Anfang: Die Autorin begründet die Notwendigkeit des neuen Konzepts KonTAK im Vergleich zu bestehenden Angeboten wie dem Anti-Aggressivitätstraining.
2 Zielsetzung des Konflikttrainings: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Empathie, den Einfluss unterschiedlicher Ehrbegriffe auf Konfliktsituationen und die theoretische Fundierung des visuellen Lernens.
3 Der Aufbau des Kurses: Hier werden der zeitliche Ablauf des Trainings sowie zentrale Methoden wie Motivationsgespräche, Gruppenregeln und die Arbeit mit dem ABC- und BAC-Modell beschrieben.
4 Die Umsetzung: Dieses Kapitel dokumentiert praxisnah den Ablauf der zehn Treffen, inklusive Fallbeispielen und Erfahrungen aus Besuchen in der JVA Hamburg.
5 Die Schulung Konfliktfähigkeit: Die Autorin fasst die essenziellen Ebenen der Konflikttrainingsarbeit zusammen und reflektiert die Rolle und Regeln der Trainer.
6 Das Kurstagebuch zum Konflikttraining „Alles klar“: Dieses Kapitel stellt das Kurstagebuch als Werkzeug vor, das den Lernprozess individuell dokumentiert und als persönlicher Anker für die Jugendlichen dient.
Konflikttraining, Alles klar!, KonTAK, Jugendgewalt, Prävention, Empathieerfahrung, Sozialkompetenz, Kommunikation, Ehrbegriff, Gruppenregeln, Konfliktlösung, Rollenspiel, Bildmedien, JVA-Besuch, Nachhaltigkeit
Das Buch stellt das Konflikttraining „Alles klar!“ (KonTAK) vor, ein präventives Projekt für Kinder und Jugendliche zur Stärkung sozialer und kommunikativer Kompetenzen.
Zentrale Themen sind die Arbeit mit dem Ehrbegriff, die Reflexion über eigene Handlungsmuster, Gewaltprävention und der Aufbau sozialer Bindungen.
Ziel ist es, Jugendlichen Handlungsalternativen zu vermitteln, damit sie Konflikte ohne Gewalt oder Rückzug bewältigen können und ein selbstverantwortliches Leben führen.
Es wird ein aktions-, erlebnis- und gesprächsorientierter Ansatz genutzt, der stark mit bildlichen Darstellungen und Rollenspielen arbeitet, um kognitive Lernprozesse zu fördern.
Der Hauptteil beschreibt detailliert den Ablauf der Kurstreffen, die theoretischen Hintergründe wie das Phasenmodell nach Weidenmann und die praktische Arbeit an Konfliktbeispielen.
Wichtige Begriffe sind Konfliktfähigkeit, Empathie, Gewaltprävention, Sozialarbeit, Interaktion und handlungsorientiertes Lernen.
Das Training beleuchtet den Ehrbegriff im muslimischen wie westlichen Kulturkreis, um Verständnis für die Konfliktlage der Jugendlichen zu wecken und eine reflektierte Haltung zu ermöglichen.
Der Besuch dient der Realitätskonfrontation; Jugendliche sollen die tatsächlichen Folgen krimineller Laufbahnen erfahren, um ihr eigenes Handeln in der „Freiheit“ besser zu bewerten.
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