Diplomarbeit, 2007
111 Seiten, Note: 2,3
0. Vorbemerkung
1. Rechenschwäche – Definition, und Ansätze einer Teilleistungsschwäche
1.1. Die Definitionsproblematik
1.2. Ansätze
2. Neuropsychologische Voraussetzungen für mathematisches Denken
2.1. Visomotorische Koordination und visuelle Wahrnehmung
2.1.1. Die Auge-Hand Koordination
2.1.2. Figur-Grund Unterscheidung
2.1.3. Raum-Lage Orientierung
2.2. Die Zeitwahrnehmung
2.2.1. Der Rhythmus
2.2.2. Räumlich –zeitliche Übersetzung
2.2.3. Die Reihenfolge
2.3. Die Bedeutung der Sprache
3. Ursachen für Rechenschwäche
3.1. Organisch-neurologische Ursachen
3.1.1. Das Gehirn weist kein Rechenzentrum auf:
3.1.2. Ausreifungsstörungen des Gehirns
3.1.3. Mangelnde Vernetzung der beiden Gehirnhälften:
3.1.4. Erbanlagen
3.1.5. Komplikationen bei Schwangerschaft und Gebirt
3.1.6. Störungen in der frühkindlichen Entwicklung
3.2. Psychosoziale Ursachen
3.2.1. Störungen der frühen Eltern-Kind-Beziehung
3.2.2. Fehler in der Erziehung:
3.2.3. Problematisches Umfeld
4. Symptome, und praktische Diagnostik im Rahmen der Früherkennung
4.1. Symptome und Diagnostik
4.2. Früherkennung von Rechenschwäche in Kindergarten
4.2.1. Beobachtung der Rechenfähigkeit durch gezielten Einsatz von Förderspielen
4.2.1.1. Magdeburger Förderprogramm
4.2.1.2. Evaluationsstudie der Förderspiele an einem Magdeburger Kindergarten zur Überprüfung der Wirksamkeit
4.3. Problem beim Einsatz herkömmlicher Rechentests
4.3.1. Die Inhalte des Osnabrücker Zahlentests
4.3.2. Problematik bei der Durchführung und Auswertung des Tests
4.4. Alternative Testmethoden für den Vorschulbereich
4.4.1. Rechenbeobachtung
4.4.1.1. Mengenbilderfassung mit der „Hochhaus-Methode“
4.4.1.2. Mengenbilderfassung mit der „Wassergläser-Methode“
5. Fördermöglichkeiten für rechenschwacher Kinder durch die soziale Arbeit
5.1. Körperarbeit zur Förderung rechenschwacher Kinder
5.1.1. Raumerfahrungen im Bereich des Ergozentrischen Raums
5.1.2. Raumerfahrung im Bereich des Außenraums
5.1.3. Taktil-Kinästhetischer Bereich
5.1.4. Visuelle Wahrnehmung
5.1.4.1. Auge-Hand-Koordination
5.1.4.2. Figur-Grund-Unterscheidung
5.2. Den Bezug zum Lernen verändern
5.2.1. Handelndes, mehrkanaliges und spielerisches Lernen
5.2.2. Lernen in der Gruppe
5.2.3. Geeignetes Materialien
5.2.3.1. Montessori Material
5.2.3.2. Arbeit mit Kühnel´schen Zahlenbildern
5.3. Projektarbeit
5.3.1. Durchführung des Projekts
5.3.2. Ergebnisse
6. Sozialpädagogische Elternarbeit
6.1. Präventive Elternarbeit durch soziale Arbeit im Kindergarten
6.1.1. Problematik und Herausforderung präventiver Elternarbeit
6.1.2. Inhalte und Ziele
6.1.3. Interdisziplinäre Zusammenarbeit
6.2. Aktive Sozialpädagogische Elternarbeit auf der Basis neuropädagogischen Handelns
6.2.1. Schulung des neuropädagogischen Verständnisses
6.2.1.1. Komplexität der Situation
6.2.1.2. Der Raum, das Material, die Zeit
6.2.1.3. Die Abhängigkeit von der eigenen Leistungsgrenze
6.2.1.4. Der Umgang mit Widerstand
6.2.2. Methodik und Didaktik des kindzentrierten Lernens
6.2.2.1. Zuwendung zum Kind
6.2.2.2. Lernvorbereitung und Zielbestimmung
6.2.2.3. Das Kind auf dem Weg halten, - Geschwindigkeit des Fortschritts
6.2.2.4. Gestaltung eines Gesamtprozeßförderlichen Umfeldes
7. Der Blick über den großen Belt
7.1. Das finnische Betreuungssystem
7.2. Finanzierung und Organisation
7.3. Formen der Betreuung
7.4. Inhalte der Betreuung
7.5. Bildungstechnische Voraussetzungen
7.6. Der Stellenwert in der finnischen Gesellschaft
Die Arbeit untersucht das Erscheinungsbild der Rechenschwäche (Dyskalkulie) als Teilleistungsstörung bei Kindern im Vorschulalter und beleuchtet Möglichkeiten der präventiven Früherkennung sowie die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Förderung betroffener Kinder.
2.1.2. Die Figur-Grund Unterscheidung
Eine weitere Stufe dieser Raumerfahrung stellt die Unterscheidung von Figur und Grund dar. Bei der Differenzierung von Figur und Grund geht es um das Herausheben einer Gestalt von ihrer Umgebung und um das Erkennen einer Gestalt vor ihrem Hintergrund. Diese Fähigkeit des Kindes, ein Objekt vor ihrem Hintergrund hervorheben zu können setzt eine charakteristische Struktur der umgebenden Lichtsituation voraus. ( vgl. Gibson 1982 )
Es wird erleichtert, sofern das Objekt sich bewegt oder bewegt wird. In Fällen wo das visuelle Feld nicht in dieser Weise charakterisiert ist kann es für Kinder schwierig werden zwischen Figur und Grund zu differenzieren. Dieses Ansehen, Vorstellen und Wieder erkennen einer Figur setzen wiederum die Fähigkeiten der Auge-Hand-Koordination voraus. Das Kind muss in seiner Entwicklung zuvor Gegenstände taktil erfasst haben um sie jetzt mit den Augen abtasten und wieder erkennen zu können. Dabei beginnt die Entwicklung der Figur-Grund-Differenzierung vermutlich während der motorischen Differenzierung.
Wenn die Bewegung eines bestimmten Körperteils aus der Masse ausdifferenziert wird und wenn diese nun absichtsvoll ausgeführt wird, ist die Muskelanstrengung die für diesen Körperteil aufgewendet wird größer als für die übrige Muskulatur.
Vorbemerkung: Einführung in die Relevanz der Rechenschwäche als Forschungsfeld und Darstellung der interdisziplinären Vernetzung verschiedener Wissenschaften.
Rechenschwäche – Definition, und Ansätze einer Teilleistungsschwäche: Erörterung der schwierigen Begriffsbestimmung und der verschiedenen theoretischen Erklärungsansätze für Dyskalkulie.
Neuropsychologische Voraussetzungen für mathematisches Denken: Analyse der grundlegenden neurologischen und wahrnehmungsbasierten Funktionen, die für die Entwicklung mathematischer Kompetenzen notwendig sind.
Ursachen für Rechenschwäche: Untersuchung sowohl organisch-neurologischer als auch psychosozialer Faktoren, die zur Entstehung einer Rechenschwäche beitragen können.
Symptome, und praktische Diagnostik im Rahmen der Früherkennung: Überblick über Anzeichen einer Rechenschwäche und Vorstellung praktischer Testverfahren für den Vorschulbereich.
Fördermöglichkeiten für rechenschwacher Kinder durch die soziale Arbeit: Darstellung pädagogischer und therapeutischer Interventionsmöglichkeiten sowie der Bedeutung von Materialeinsatz.
Sozialpädagogische Elternarbeit: Fokus auf die präventive Einbindung der Eltern und die neuropädagogische Beratung im Kontext der Frühförderung.
Der Blick über den großen Belt: Analyse des finnischen Bildungssystems als Modell für eine ganzheitliche und frühkindliche Förderung.
Rechenschwäche, Dyskalkulie, Frühdiagnostik, Soziale Arbeit, Vorschulalter, Neuropädagogik, Elternarbeit, Mengenauffassung, Raum-Lage-Orientierung, Teilleistungsstörung, Mathematische Förderung, Frühförderung, Psychomotorik, Finnisches Bildungssystem, Mathematisches Denken.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rechenschwäche bei Kindern im Vorschulalter und zeigt Wege auf, wie diese frühzeitig erkannt und durch Soziale Arbeit wirksam gefördert werden kann.
Die zentralen Themen umfassen neuropsychologische Grundlagen, die Ursachen von Dyskalkulie, diagnostische Verfahren im Kindergarten sowie konkrete pädagogische Förderansätze und die Einbindung der Eltern.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten der Prävention und Diagnostik im Vorschulbereich aufzuzeigen und zu erörtern, wie Soziale Arbeit die Entwicklung betroffener Kinder durch ganzheitliche Konzepte und Elternarbeit unterstützen kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Integration verschiedener pädagogischer, neuropsychologischer und entwicklungspsychologischer Ansätze, untermauert durch eigene Beobachtungen und Projekterfahrungen.
Im Hauptteil werden die Voraussetzungen für mathematisches Denken, die Ursachen für Rechenschwäche, verschiedene Beobachtungsmethoden (wie die Hochhaus-Methode) und konkrete Fördermöglichkeiten durch Bewegung und Materialarbeit detailliert dargelegt.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Dyskalkulie, Frühdiagnostik, Soziale Arbeit, Neuropädagogik, Elternarbeit und mathematisches Verständnis im Vorschulalter.
Die Elternarbeit wird als essenziell betrachtet, da die soziale Arbeit nicht nur das Kind, sondern das familiäre System erreichen muss, um Ängste abzubauen und eine kindzentrierte Förderung zu ermöglichen.
Das finnische System zeigt, dass eine ganzheitliche Bildung, frühe und individuelle Förderung sowie eine starke interdisziplinäre Vernetzung der Institutionen entscheidende Faktoren sind, um Bildungsgerechtigkeit und Erfolg zu sichern.
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