Doktorarbeit / Dissertation, 1987
167 Seiten, Note: erfolgreich
Kapitel 1: Einleitung
Kapitel 2: Stochastisch-kinetische und deterministische Systemdynamik
Kapitel 3: Vielzellerevolution (Meiotische Stufe)
Erste Negation: Wachstumsvielzeller:
Zweite Negation: Einfaches Verhalten:
Dritte Negation: Instinktverhalten:
Vierte Negation: Lernen:
Fünfte Negation: Abstraktion:
Sechste Negation: Sprache:
Kapitel 4: Einzellerevolution (Replikative Stufe)
Ausgangsqualität: Polymere Replikatoren:
Kapitel 5: Die zeitliche Überlappung gegensätzlicher Evolutionstrends:
Begriffsbestimmungen:
Einführung eines geeigneten Zeitmaßstabes:
Definition einer Maßeinheit für Progressivität:
Die zeitliche Trennung evolutiver Trends:
Festlegung der Phasengrenzen:
Kapitel 6: Soziokulturelle Evolution (Anthropogene Stufe)
Ausgangsqualität: Tradierte Übermittlung von Wissen.
Erste Negation: Vorindustrielle Klassengesellschaften
Zweite Negation: Industrielle Revolution
Dritte Negation: Globale Zentralisation der Informationssysteme
Vierte bis sechste Negation:Extraterrestrische Intelligenz
Kapitel 7: Steuerung ökologisch-ökonomischer Systeme.
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Gesetzmäßigkeiten der Höherentwicklung in Natur und Gesellschaft zu identifizieren, indem sie das Phänomen der Evolution durch das dritte dialektische Grundgesetz nach Friedrich Engels – die doppelte Negation – interpretiert. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern sich progressive Entwicklung durch ein rhythmisches Schwingungsmuster zwischen deterministischer und stochastisch-kinetischer Systemdynamik beschreiben lässt und ob dieses Modell auf verschiedene Komplexitätsebenen von der Zell- bis zur Gesellschaftsebene anwendbar ist.
Die zeitliche Trennung evolutiver Trends
Abb. 4 A zeigt eine mögliche Form der Abhängigkeit des Progressionsniveaus von der Zeit. Die den sechs Negationen äquivalenten Entwicklungstendenzen sind als getrennte Kurven eingezeichnet. Da Phasenumwandlungen in der Natur oft als sigmoidale Abhängigkeiten erscheinen, wurde diese Kurvenform gewählt. Die genaue Form der Kurven (z. B. ihre Steilheit im Wendepunkt) ist hier ohne Bedeutung, denn es geht hier nur darum, die Einteilung der Progression in qualitativ exakt voneinander abgrenzbare Phasen begrifflich zu präzisieren.
Wichtig sind aber die Anfangs- und Endpunkte der Kurven. Verbal ausgedrückt bedeutet die Darstellung, dass der Zeitpunkt des „Einfrierens“ einer bestimmten progressiven Tendenz mit dem Startpunkt der progressiven Tendenz der übernächsten Negationsphase zusammenfiel. Zur gleichen Zeit hatte die Geschwindigkeit der zwischen beiden liegenden Progressionstendenz ihren Maximalwert erreicht. Aus Abb. 4 B gehen diese Zusammenhänge noch deutlich hervor.
Kapitel 1: Einleitung: Die Einleitung führt in die dialektisch-materialistische Auffassung der Höherentwicklung als doppelte Negation ein und legt den theoretischen Rahmen der Arbeit fest.
Kapitel 2: Stochastisch-kinetische und deterministische Systemdynamik: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Systemtypen und erörtert Paul Weiss' Prinzip des Schichtendeterminismus sowie die Dialektik zwischen System und Teilen.
Kapitel 3: Vielzellerevolution (Meiotische Stufe): Das Kapitel analysiert die Evolution der Vielzeller durch eine Abfolge von sechs Negationsphasen, von der Vielzelligkeit bis hin zur Sprache.
Kapitel 4: Einzellerevolution (Replikative Stufe): Hier wird untersucht, inwiefern die Zellevolution einem ähnlichen Periodisierungsschema wie die Vielzellerevolution folgt, basierend auf dem Modell der Evolutionsspirale.
Kapitel 5: Die zeitliche Überlappung gegensätzlicher Evolutionstrends: Es wird die Frage behandelt, wie sich aggregative und segregative Trends zeitlich zueinander verhalten, unter Verwendung eines relativen Zeitmaßstabes.
Kapitel 6: Soziokulturelle Evolution (Anthropogene Stufe): Das Kapitel überträgt das in der Biologie entwickelte Modell auf die soziokulturelle Entwicklung des Menschen, von der Urgemeinschaft bis zur extraterrestrischen Intelligenz.
Kapitel 7: Steuerung ökologisch-ökonomischer Systeme: Dieses Kapitel zieht Schlussfolgerungen für die theoretische Fundierung einer bewussten Natur- und Gesellschaftsbeherrschung unter Berücksichtigung der systemtheoretischen Erkenntnisse.
Höherentwicklung, Dialektik, Negation der Negation, Systemdynamik, Synergetik, Kybernetik, Bioevolution, Soziogenese, Anthropogenese, dissipative Strukturen, Schichtendeterminismus, Selbstorganisation, Wissensakkumulation, Informationsableitung.
Die Arbeit untersucht die Gesetzmäßigkeiten der Höherentwicklung in Natur und Gesellschaft unter Anwendung des dritten dialektischen Grundgesetzes, der Negation der Negation.
Zentrale Themen sind die biologische Evolution, die soziokulturelle Entwicklung des Menschen, Systemtheorie sowie die Steuerung ökologisch-ökonomischer Prozesse.
Das Ziel ist der Nachweis, dass progressive Entwicklung als ein rhythmisches Schwingungsmuster zwischen stochastisch-kinetischer und deterministischer Systemdynamik verstanden werden kann.
Die Arbeit stützt sich primär auf die Methode der Analogiebildung zwischen verschiedenen strukturellen Ebenen sowie auf die systemtheoretische und dialektisch-materialistische Analyse.
Der Hauptteil analysiert die Vielzellerevolution, die Einzellerevolution und die soziokulturelle Evolution in jeweils sechs Phasen, gegliedert nach ihrer stochastisch-aggregativen oder deterministisch-segregativen Natur.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Höherentwicklung, Dialektik, Systemdynamik, Synergetik, Kybernetik und Selbstorganisation charakterisiert.
Das Einfrieren beschreibt den Zustand, in dem ein mechanistischer Grundbaustein (wie der genetische Code) seine optimale Form erreicht hat und in der weiteren Evolution stabil bleibt, um als Grundlage für komplexere Ebenen zu fungieren.
Während die biologische Evolution über Populationen und Generationen hinweg erfolgt, vollzieht sich die anthropogene Evolution durch einen gesellschaftlichen Wissensspeicher, der die biologische Stammesgeschichte in ihrem Tempo überholt.
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