Magisterarbeit, 2007
79 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Die Familie
3. Die Familienkrisen der Buddenbrooks
Exkurs: Die bürgerliche Familie im 19. Jahrhundert
3.1 Die Familie Buddenbrook
3.2 Spannungsverhältnisse zwischen den Familienmitgliedern
3. 2. 1 Vater-Sohn Konflikte
a) Die Konflikte zwischen Johann und Gotthold
b) Die Konflikte zwischen Thomas und Hanno
3.2.2 Streitigkeiten zwischen Brüdern
a) Die Beziehung von Jean und Gotthold
b) Die Beziehung von Thomas und Christian
3.2.3 Streit zwischen Thomas und seiner Mutter Elisabeth
3.3 Die Ehen der Familie Buddenbrook
3.3.1 Tony und Grünlich
3.3.2 Tony und Permaneder
3.3.3 Thomas und Gerda
3.3.4 Erika und Weinschenk
3.3.5 Christian und Aline
3.3.6 Clara und Tiburtius
3.4 Der Zusammenhang zwischen den Familienkrisen und dem Verfall der Familie
3.4.1 Verfall durch die Konflikte zwischen den Familienmitgliedern
3.4.2 Verfall durch die Ehen der Buddenbrooks
3.5 Abschließende Feststellungen zu den Familienkrisen der Familie Buddenbrook
3.6 Autobiographische Bezüge
4. Die Familienkrisen der Familie von Moor
4.1 Die Familie von Moor
4.2 Die Beziehungen der Familienmitglieder zueinander
4.2.1 Vater-Sohn Konflikte
a) Maximilian und Franz
b) Maximilian und Karl
4.2.2 Der Bruderzwist
4.3 Abschließende Feststellungen zu den Familienkrisen der Familie von Moor
4.4 Autobiographische Bezüge
5. Parallelen und Unterschiede der Familienkrisen in den Familien Buddenbrook und Moor
5.1 Parallelen
5.2 Unterschiede
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die familiären Krisen und Konflikte in Thomas Manns Roman "Die Buddenbrooks" und Friedrich Schillers Drama "Die Räuber". Das Hauptziel ist die Analyse der Entstehungsursachen dieser Konflikte, ihrer Auswirkungen auf den familiären Zusammenhalt sowie der Frage, inwiefern diese Krisen zum Verfall der jeweiligen Familienstrukturen beitragen.
3.2.1 Vater-Sohn Konflikte
Gleich zu Beginn des Romans stößt man auf den Vater-Sohn Konflikt zwischen Johann Buddenbrook und seinem ältesten Sohn Gotthold. Dass die Beziehung der beiden zueinander gestört ist und sogar schon ins Katastrophale ausartet, hat mehrere Gründe.
Ein Grund für das schlechte Vater-Sohn Verhältnis wird öfters erwähnt und auch von Gotthold in einem Brief an seinen Vater angesprochen. Gotthold folgte gegen den Willen seines Vaters seinem Herzen, heiratete seine Liebe Mamsell Stüwing und übernahm deren Laden. Johann hatte seinem Sohn diese Hochzeit, weil sie nicht standesgemäß war, streng verboten. Schließlich war es in der bürgerlichen Familie des 19. Jahrhunderts üblich, durch standesgemäße Ehen und entsprechende Mitgiften das eigene Vermögen zu sichern und das Ansehen zu steigern. Als Gotthold trotz Verbots Mamsell Stüwing heiratet, ist Johann in seinem Standesstolz verletzt, da sein Sohn es wagt, „die selbst gesetzte Grenze des großbürgerlichen Ranges zu durchbrechen“. Für Johann sind Standesstolz und gesellschaftliche Interessen wichtiger als sein eigener Sohn und so kündigt Johann seinem Sohn die Freundschaft, was einem Verstoß aus der Familie entspricht. Auch diese Reaktion ist nicht unüblich für die damalige Zeit, in welcher jede Schwächung der Familie und des Familienvermögens die Beziehung zur Familie stark belastete.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das zentrale Thema der familiären Krisen in den gewählten Werken ein und definiert die Forschungsziele sowie das methodische Vorgehen.
2. Die Familie: Dieses Kapitel erläutert den historischen Wandel des Begriffs "Familie" vom 18. bis ins 20. Jahrhundert und die Etablierung des bürgerlichen Familienmodells.
3. Die Familienkrisen der Buddenbrooks: Das Kapitel analysiert die vielfältigen Vater-Sohn-Konflikte, Geschwisterstreitigkeiten und die problematischen Ehen innerhalb der Familie Buddenbrook als Indikatoren für deren Niedergang.
4. Die Familienkrisen der Familie von Moor: Dieses Kapitel untersucht die spezifischen Familienkrisen in Schillers "Die Räuber", insbesondere die Vater-Sohn-Problematik und den eskalierenden Bruderzwist.
5. Parallelen und Unterschiede der Familienkrisen in den Familien Buddenbrook und Moor: Ein vergleichender Überblick, der Gemeinsamkeiten und Divergenzen in den Konfliktmustern beider Werke herausarbeitet.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bestätigt den Zusammenhang zwischen starren Traditionen, individuellen Bedürfnissen und dem schließlichen Zerfall der Familien.
Familienkrisen, Buddenbrooks, Die Räuber, Thomas Mann, Friedrich Schiller, Vater-Sohn-Konflikt, Bruderzwist, Verfall einer Familie, bürgerliche Gesellschaft, Standesbewusstsein, Tradition, Familienbindung, Literaturanalyse, Erziehung, Ehe.
Die Arbeit analysiert die familiären Krisen und Konflikte in Thomas Manns Roman "Die Buddenbrooks" und Friedrich Schillers Drama "Die Räuber" vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Erwartungen.
Im Fokus stehen Vater-Sohn-Konflikte, die Beziehung zwischen Brüdern, die Rolle von Eheschließungen und die Auswirkungen von Familientraditionen auf das Individuum.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Konflikte zwischen den Familienmitgliedern entstehen und ob diese maßgeblich zum Verfall der jeweiligen Familie beitragen.
Die Autorin wählt eine literaturwissenschaftliche Analyse, bei der Konfliktsituationen innerhalb der Werke untersucht und durch Sekundärliteratur gestützt interpretiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der Buddenbrooks und der Familie von Moor, wobei jeweils Beziehungen, Generationenkonflikte und die Rolle von Tradition und Erziehung im Vordergrund stehen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Familienkrise, Standesstolz, Verfall, Tradition und Individuum gegen Institution charakterisieren.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die schwache Erziehungsleistung Maximilians von Moor und sein mangelndes Durchsetzungsvermögen die Grundlage für die Intrigen und den darauf folgenden Zerfall der Familie bilden.
Die Familienpapiere dienen Tony als Quelle für ihr Selbstbewusstsein und als Mahnung, sich stets der Familientradition und der Wahrung des Ansehens unterzuordnen, selbst unter Verzicht auf persönliches Glück.
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