Bachelorarbeit, 2018
52 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Begriffserklärung
2.2 Schriftspracherwerb
2.3 Symptome
2.4 Prävalenz
2.5 Ursachen
2.6 Begleiterscheinungen
2.7 Diagnose
2.8 Fördermaßnahmen
3 Aktueller Forschungsstand
4 Grundlagen der Förderplanung
4.1 Förderpläne entwickeln und umsetzen
4.2 Der individuelle Förderplan
4.3 Kooperative Förderplanung
5 Zusammenfassung
6 Empirischer Teil
6.1 Zielsetzung und Fragestellung
7 Methodisches Vorgehen
7.1 Forschungsdesign
7.2 Forschungsinstrumente
7.3 Stichprobe
7.4 Diagnostik
7.4.1 Quantitative Auswertung
7.4.2 Qualitative Auswertung
7.5 Entwicklung eines individuellen Förderplanes
7.6 Einsatz des Fördermaterials
7.7 Förderverlauf
7.8 Exemplarische Förderstunde
7.9 Diagnostik
7.9.1 Quantitative Auswertung
7.9.2 Qualitative Auswertung
8 Ergebnisse
9 Methodendiskussion
10 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Effektivität einer individuellen Lernförderung bei einem Kind mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS). Im Zentrum steht dabei die Frage, wie ein auf einer systematischen Fehleranalyse basierender, differenzierter Förderplan die Schreibkompetenz innerhalb der alphabetischen und orthographischen Strategien verbessern kann.
2.1 Begriffserklärung
Legasthenie, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Lese-Rechtschreib-Störung, Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten – all das sind Begriffe, die synonym benutzt werden, aber für eine Sache stehen: Die Beeinträchtigung der Lese- und Rechtschreibkompetenz einer Person. Mit der Zeit ist die Verwendung des Ausdrucks Legasthenie für eine „umschriebene Beeinträchtigung im Erlernen des Lesens und des Rechtschreibens, die im Zusammenhang mit der biologischen Reifung des zentralen Nervensystems zu verstehen ist“ (Warnke, Hemminger, Roth & Schneck, 2002, S. 12) immer mehr zurückgegangen. Heutzutage wird eine solche Beeinträchtigung meist als Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)bezeichnet. Definitionen zu den Begriffen gibt es einige. Günther fasst die Lese-Rechtschreib-Schwäche als „eine kombinierte Schwäche der Sprache, der einzelnen Wahrnehmungsbereiche, insbesondere der auditiven und visuellen Wahrnehmung, der Motorik, der Psyche und dem sozialen Kontext, in dem das Kind aufwächst“ (Günther, 2002, S. 20) zusammen. In dem Begriff Lese-Rechtschreib-Schwäche steckt demnach mehr als nur eine Schwäche im Lesen und Rechtschreiben. Nicht nur Probleme beim Lesen und Schreiben führen zu einem Rückstand in der Schule, sondern oft sind es auch Situationen im Umfeld, die das Kind beeinflussen und sich auf den verzögerten Schriftspracherwerb des Kindes auswirken.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der LRS-Thematik und definiert das Ziel der Arbeit, die Effektivität einer individuellen Förderung empirisch zu untersuchen.
2 Theoretischer Teil: Dieser Abschnitt definiert LRS, erläutert den Prozess des Schriftspracherwerbs, beschreibt Symptome sowie Ursachen und gibt einen Überblick über Diagnose- und Förderansätze.
3 Aktueller Forschungsstand: Hier werden aktuelle Erkenntnisse, wie die Kritik an der Diskrepanzdefinition und die Notwendigkeit individueller Förderung im Schulalltag, dargestellt.
4 Grundlagen der Förderplanung: Kapitel 4 erörtert das Fundament der Förderplanarbeit, die Bedeutung der Individualität und die Notwendigkeit einer kooperativen Planung zwischen allen Beteiligten.
5 Zusammenfassung: Der theoretische Teil wird hier resümiert, wobei die Vielfalt der Definitionen und die Bedeutung eines frühen, individuellen Förderbeginns hervorgehoben werden.
6 Empirischer Teil: Das Kapitel erläutert das Ziel der empirischen Untersuchung, den Leistungsstand eines Kindes mittels Hamburger Schreib-Probe zu analysieren und darauf basierend einen Förderplan zu evaluieren.
7 Methodisches Vorgehen: Hier werden das Forschungsdesign (Einzelfallstudie), die Instrumente (HSP, Fragebogen) sowie die Durchführung der individuellen Förderung detailliert beschrieben.
8 Ergebnisse: Dieser Teil präsentiert die Auswertung der Testergebnisse vor und nach der Intervention und belegt den Erfolg der Förderung in den spezifischen Strategiebereichen.
9 Methodendiskussion: Kritische Reflexion der gewählten Einzelfallmethode und der Datenerhebungsinstrumente im Hinblick auf Validität und Reliabilität.
10 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass ein differenzierter Förderplan auch bei kurzer Dauer signifikante Fortschritte in der Lese- und Rechtschreibkompetenz bewirken kann.
Lese-Rechtschreib-Schwäche, LRS, individuelle Förderung, Förderplan, Schriftspracherwerb, Einzelfallstudie, Hamburger Schreib-Probe, Rechtschreibstrategie, Diagnostik, Silbensegmentierung, Orthographie, Förderdiagnose, pädagogische Intervention, Legasthenie, Rechtschreibstörung
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit einer individuellen, auf einer differenzierten Fehleranalyse basierenden Förderung eines Kindes mit Lese-Rechtschreib-Schwäche.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Schriftspracherwerbs, Ansätze der Förderplanung und die praktische Durchführung einer Einzelfallstudie im schulischen Kontext.
Das primäre Ziel ist es, den individuellen Leistungsstand eines Kindes mittels standardisierter Diagnostik zu ermitteln, einen passgenauen Förderplan zu entwickeln und dessen Effektivität durch eine erneute Testung zu überprüfen.
Die Arbeit nutzt die Methode der quantitativen Einzelfallforschung (N=1-Studie) in Kombination mit qualitativen Elementen wie Lehrer-Fragebögen.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der LRS die konkrete Förderplanung, der Einsatz spezieller Fördermaterialien sowie die Analyse der Testergebnisse vor und nach der Förderung dokumentiert.
Wichtige Begriffe sind LRS, individuelle Förderung, Förderplan, Hamburger Schreib-Probe, Einzelfallstudie und Rechtschreibstrategien.
Da Kinder mit LRS oft in unterschiedlichen Entwicklungsphasen (alphabetisch, orthographisch, morphematisch) Schwierigkeiten haben, ermöglicht die Trennung der Leistungen eine gezielte und passgenaue Förderung anstatt eines unspezifischen Trainings.
Ein kooperatives, horizontales Verhältnis zwischen Lehrkräften, Diagnostikern und Eltern stellt sicher, dass alle Beteiligten ihr spezifisches Expertenwissen einbringen und das Kind aktiv in den Lernprozess einbezogen wird, statt nur "Objekt" der Planung zu sein.
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