Diplomarbeit, 2007
101 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Instabilisierender Einfluss der Kostenasymmetrie auf Kollusion
2.1 Modellannahmen
2.2 Kennzeichen der Kostenfunktion
2.3 Friedman-Theorem
2.4 Analyse
2.4.1 Kollusionsgewinn und Ineffizienzparameter
2.4.2 Ausbruchsgewinn und Ineffizienzparameter
2.4.3 Cournot-Gewinn und Ineffizienzparameter
2.4.4 Kollusionsgleichgewicht und Ausbruchsanreiz
2.6 Zusammenfassung
3. Stabilisierender Einfluss der Kostenasymmetrie auf Kollusion
3.1 Modellannahmen
3.2 Analyse
3.2.1 Cournot-Gewinn, Kollusionsgewinn und Ausbruchsgewinn
3.2.2 Der kritische Diskontfaktor
3.3 Langfristige Stabilität kollusiver Absprachen
3.4 Zusammenfassung
4. Kollusion und Kapitalallokation
4.1 Modellannahmen
4.2 Proportionales teilspielperfektes Gleichgewicht
4.3 Die Analyse der perfekten Kollusion
4.3.1 Ausbruch aus der kollusiven Periode
4.3.2 Ausbruch aus der optimalen Bestrafung
4.3.3 Notwendige und hinreichende Bedingungen perfekter Kollusion
4.4 Der Einfluss von Fusionen
4.5 Zusammenfassung
5. Fazit und kritische Würdigung
Die Arbeit analysiert den Einfluss von Kostenasymmetrien zwischen Unternehmen auf die Stabilität von kollusiven Absprachen in Oligopolmärkten. Dabei wird untersucht, ob und unter welchen Bedingungen Unternehmen trotz unterschiedlicher Effizienz kooperieren können und wie sich Fusionen auf diesen Kollusionsspielraum auswirken.
2.1 MODELLANNAHMEN
Betrachtet wird eine Branche mit n Unternehmen i, wobei i = 1, 2, ..., n und n ≥ 3. Der Industriezweig ist über die Zeit stabil, es besteht also keine Möglichkeit für Unternehmen, in die Branche ein- beziehungsweise aus dieser auszutreten. Die Outputmenge stellt die einzige Entscheidungsvariable der Unternehmen dar, wobei jedes Unternehmen die Menge qi eines homogenen Produktes herstellt, d.h. die Güter sind vollständig substituierbar und die Konsumenten kaufen bei dem Produzenten, der das Produkt am günstigsten anbietet. Die Mengenwahl der Unternehmen erfolgt unabhängig und simultan.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des kollusiven Unternehmensverhaltens in Märkten mit asymmetrischer Kostenstruktur ein und erläutert die Relevanz des Themas im Kontext der Globalisierung und des Kartellrechts.
2. Instabilisierender Einfluss der Kostenasymmetrie auf Kollusion: Kapitel 2 untersucht das Modell von Rothschild (1999) und zeigt auf, dass Kostenheterogenität die Stabilität kollusiver Absprachen unter Verwendung einer klassischen Grim-Trigger-Strategie tendenziell erschwert.
3. Stabilisierender Einfluss der Kostenasymmetrie auf Kollusion: Kapitel 3 analysiert den Ansatz von Collie (2004) und demonstriert, dass Kostenasymmetrie bei einer flexiblen Verteilung der Produktionsanteile die Kollusionsstabilität sogar fördern kann.
4. Kollusion und Kapitalallokation: Kapitel 4 betrachtet das Modell von Vasconcelos (2005), welches Bestrafungsstrategien im Stile von Abreu verwendet, um den Einfluss von Kapitalbesitz und Fusionen auf die Stabilität in Oligopolen zu untersuchen.
5. Fazit und kritische Würdigung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse der drei behandelten Modelle zusammen und diskutiert die Implikationen für die wettbewerbspolitische Analyse sowie den Forschungsbedarf.
Kollusion, Kostenasymmetrie, Oligopol, Kartell, Diskontfaktor, Spieltheorie, Bestrafungsstrategie, Fusion, Kapitalallokation, Marktmacht, Wettbewerb, Ineffizienzparameter, Nash-Gleichgewicht, Preisbildung, Produktionsmenge
Die Arbeit untersucht wissenschaftlich, wie Kostenunterschiede zwischen Unternehmen in einem Oligopol die Stabilität von geheimen Absprachen (Kollusion) beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Anreizstrukturen in wiederholten Spielen, dem Einfluss von Unternehmensgröße bzw. Effizienz auf die Stabilität von Kartellen und den wettbewerblichen Folgen von Fusionen.
Die Arbeit fragt, unter welchen Bedingungen kostenasymmetrische Unternehmen kollusive Vereinbarungen langfristig aufrechterhalten können und wie sich strukturelle Marktveränderungen wie Fusionen darauf auswirken.
Es werden dynamische ökonomische Modelle (Spieltheorie) verwendet, insbesondere Ansätze zu unendlich wiederholten Super-Spielen unter Anwendung von Trigger-Strategien.
Der Hauptteil gliedert sich in drei zentrale Modellanalysen: Rothschild (1999), Collie (2004) und Vasconcelos (2005), die jeweils unterschiedliche Sichtweisen auf die Auswirkungen von Kostenunterschieden bieten.
Kollusion, Kostenasymmetrie, Oligopol, Diskontfaktor und Spieltheorie bilden die Kernpunkte der Analyse.
Während Rothschild zu dem Schluss kommt, dass Kostenasymmetrie Kollusion destabilisiert, zeigt Collie, dass bei einer strategischen Umverteilung der Produktionsanteile Kollusion trotz Asymmetrie stabil oder gar begünstigt sein kann.
Im Gegensatz zur klassischen Grim-Trigger-Strategie erlaubt Vasconcelos eine endliche und potenziell härtere Bestrafung sowie eine Rückkehr zur Kollusion nach der Bestrafungsphase, was die Stabilität der Absprache effizienter regeln kann.
Der Kapitalanteil dient als Proxy für die Unternehmensgröße und Effizienz, um zu analysieren, wie eine unterschiedliche Kapazitätsverteilung den Spielraum für Kollusion und die Stabilität nach Fusionen beeinflusst.
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