Diplomarbeit, 2006
71 Seiten, Note: 1,00
1. Das Modell der Selektiven Optimierung mit Kompensation (SOC)
1.1 Die Position des Modells der Selektiven Optimierung mit Kompensation innerhalb der deutschen Entwicklungspsychologie
1.1.1 Entwicklungspsychologie bezogen auf die Lebensspanne
1.1.2 Lebensspannenpsychologie und Intelligenzforschung
1.1.3 Die Alternsforschung als Teilgebiet der Lebensspannenpsychologie
1.2 Das Modell der Selektiven Optimierung mit Kompensation
1.2.1 Die Prozesse des Modells der Selektiven Optimierung mit Kompensation und deren Orchestrierung
1.2.2 Die Veränderungen der Nutzung von SOC-Strategien im Verlauf der Lebensspanne
2. Die Anwendung des Modells der Selektiven Optimierung mit Kompensation auf die Kunsttherapie
2.1 Bedingungen der Übertragbarkeit
2.2 Ressourcen als Arbeitsgrundlage
2.2.1 Der Ressourcenbegriff innerhalb des SOC-Modells
2.2.2 Der Ressourcenbegriff in der Kunsttherapie
2.3 Wohlbefinden als Spiegel erfolgreicher Entwicklung
2.3.1 Emotionales, kognitives und psychologisches Wohlbefinden als Kriterien erfolgreicher Entwicklung im Rahmen des SOC-Modells
2.3.2 Beziehungen zwischen Ressourcen, SOC und Wohlbefinden
2.3.3 Wohlbefinden als Erfolgskriterium der Kunsttherapie
2.4 Exemplarische Übertragung auf die Kunsttherapie
2.4.1 Anwendung des SOC-Modells auf den kunsttherapeutischen Prozess nach Marianne Altmaier
2.4.2 Ableitung eines Modellvorschlages zum Auftreten von SOC Funktionen im kunsttherapeutischen Prozess
2.4.3 Untersuchung des Modellvorschlages anhand anderer kunsttherapeutischer Konzepte
2.4.4 Untersuchung der Hypothese anhand SOC-basierter verhaltenstherapeutischer Interventionen
2.5 Reformulierung der Hypothese
2.6 Schlussfolgerungen für eine SOC-Strategien-bewusste Kunsttherapie
3. Kritik
3.1 Kritik der Ausführungen zum Modell der Selektiven Optimierung mit Kompensation
3.2 Kritik der Ausführungen zur Übertragung des SOC-Modells auf den kunsttherapeutischen Prozess
3.3 Kritik der Arbeitsweise
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Übertragbarkeit des Modells der Selektiven Optimierung mit Kompensation (SOC-Modell) auf den Bereich der Kunsttherapie. Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie die SOC-Prozesse Selektion, Optimierung und Kompensation als Lebensmanagementstrategien innerhalb kunsttherapeutischer Prozesse wirken und wie sie durch therapeutische Begleitung zur Förderung der individuellen Entwicklung genutzt werden können.
2.4.2 Ableitung eines Modellvorschlages zum Auftreten von SOC Funktionen im kunsttherapeutischen Prozess
Aufbauend auf der Ähnlichkeit der Wirkungsrichtung beider Modelle und der Bedingungen dieser Wirksamkeiten soll nun der Versuch einer Übertragung des SOC-Modells auf die einzelnen Phasen des Therapieprozesses nach Marianne Altmaier unternommen werden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass der Therapeut die Mechanismen des SOC-Modells sowohl theoretisch als auch praktisch kennt, der Patient diese jedoch nur unbewusst anwendet. Altmaier beschreibt eine Aufgabe des Therapeuten im therapeutischen Prozesses folgendermaßen: “Dem individuellen Menschen bei seinem Werdenwollen durch die Verwirrung der Krankheitsprozesse hindurch zu helfen, ist eine wichtige Herausforderung für die Kunsttherapie.“ (Altmaier, 1995, S. 126) Thema ist also die Förderung der individuellen Entwicklung. Im übertragenen Sinne moderiert der Therapeut den Prozess in Richtung einer ausgewogenen Orchestrierung der SOC-Prozesse. SOC-Strategien bezeichnen dabei sowohl Strategien im Umgang mit den Herausforderungen der therapeutischen Situation, dem Handeln in der Begegnung mit dem Therapeuten, als auch gestalterische Verhaltensweisen um künstlerische Probleme zu lösen.
In der Gesamtschau der Therapieprozessphasen nach Marianne Altmaier wird die Wandlung des Patiente von der externen Bestimmtheit hin zu seinem bewussten, selbst bestimmten Handeln deutlich. Dabei lassen sich drei Abschnitte unterscheiden:
1. Das Modell der Selektiven Optimierung mit Kompensation (SOC): Dieses Kapitel führt in die entwicklungspsychologischen Grundlagen des Modells ein, erläutert die zentralen Prozesse Selektion, Optimierung und Kompensation sowie deren dynamisches Zusammenspiel im Lebenslauf.
2. Die Anwendung des Modells der Selektiven Optimierung mit Kompensation auf die Kunsttherapie: Hier wird der theoretische Rahmen auf die Kunsttherapie übertragen, wobei Ressourcen und Wohlbefinden als zentrale Arbeitsgrundlagen definiert und anhand von Praxismodellen konkretisiert werden.
3. Kritik: Das letzte Kapitel reflektiert kritisch die Methodik, die theoretische Herleitung sowie die Grenzen der exemplarischen Anwendung des Modells auf den kunsttherapeutischen Prozess.
SOC-Modell, Selektive Optimierung mit Kompensation, Kunsttherapie, Lebensspannenpsychologie, Ressourcen, Wohlbefinden, Therapieprozess, Marianne Altmaier, Lebensmanagementstrategien, Individuation, Entwicklung, Adaptation, psychische Plastizität, Gesundheitszustand, Selbstbestimmung
Die Arbeit untersucht die Anwendung des psychologischen Modells der Selektiven Optimierung mit Kompensation (SOC) auf den kunsttherapeutischen Prozess.
Im Zentrum stehen die Konzepte der Lebensspannenpsychologie, die Rolle von persönlichen Ressourcen, das Streben nach Wohlbefinden und die Übertragung von SOC-Strategien auf künstlerische Therapiephasen.
Die Arbeit verfolgt die Fragestellung, wie das SOC-Modell als Metamodell für erfolgreiche Entwicklung auf die Kunsttherapie angewandt werden kann und welche Rolle der Therapeut dabei spielt.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und die exemplarische Übertragung des Modells auf den Therapieprozess nach Marianne Altmaier, ergänzt durch eine kritische Reflexion.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der SOC-Grundlagen, die Definition von Ressourcen und Wohlbefinden im therapeutischen Kontext sowie die detaillierte Ableitung eines Modellvorschlags für den kunsttherapeutischen Prozess.
Wichtige Begriffe sind SOC-Modell, Kunsttherapie, Ressourcen, Wohlbefinden, Lebensmanagementstrategien, Entwicklung und Therapieprozess.
Der Wandel beschreibt die Entwicklung vom unbewussten Reagieren und der Abhängigkeit von externen Vorgaben hin zu einem bewussten, selbstbestimmten Handeln, bei dem der Patient eigene Entwicklungsziele definiert.
Der Therapeut moderiert den Prozess in Richtung einer ausgewogenen Orchestrierung von SOC-Strategien, indem er Umfeld und Aufgaben so gestaltet, dass der Patient seine Fähigkeiten erfahren und verfeinern kann.
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