Bachelorarbeit, 2018
75 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung und Zielsetzung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
2 Terminologische Wurzeln
2.1 Tourismus als gegebene Definition
2.2 Gesundheit, zu verständlich, um es zu definieren?
2.3 Gesundheit, ein handelbares Gut und Megatrend
3 Gesundheitstourismus
3.1 Gesundheitsreisen gleich Gesundheitstourismus?
3.2 Wechselbeziehung zwischen Gesundheits- und Erholungstourismus
3.3 Kernelemente des Gesundheitstourismus
3.4 Herauskristallisieren einer passenden Definition für Gesundheitstourismus
3.5 Divergente Unterteilung von Gesundheitstourismus
4 Medizintourismus
4.1 Nationale Betrachtung des Begriffs
4.2 Medizinreisen als passenderer Begriff für Medizintourismus
4.3 Internationale Betrachtung des Begriffs
4.4 Gegenüberstellung der deutsch und englischsprachigen Ergebnisse
4.5 Nachfrager-Seite des Medizintourismus
4.5.1 Bessere Behandlungsqualität
4.5.2 Zugang zu nicht verfügbaren oder unzulässigen Behandlungen
4.5.3 Niedrigere Behandlungskosten
4.5.4 Kürzere Wartezeiten
4.6 Medizintourismus genauer abgegrenzt
4.7 Medizintourismus als Teil des Gesundheitstourismus
5 Wellnesstourismus
5.1 Wellness, ein altbekanntes Wort in verspäteter Hochphase
5.2 Begriffsverständnis von Wellness
5.3 Wechselbeziehung zwischen Wellness und Gesundheit
5.4 Wellnesstourismus als eine neue Form des Kurtourismus?
5.5 Argumentationsstärke der Unterordnung von Wellness- unter Gesundheitstourismus
6 Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die mangelnde Transparenz in den Graubereichen zwischen Gesundheits-, Medizin- und Wellnesstourismus zu überwinden, indem sie durch einen systematischen Literaturvergleich die Kernelemente dieser Begriffe herausarbeitet und eine wissenschaftlich fundierte Abgrenzung vornimmt.
3.1 Gesundheitsreisen gleich Gesundheitstourismus?
Einen interessanten Ansatz, nachdem Gesundheitsreisen von Gesundheitstourismus unterschieden werden sollte, zeigen Kagelmann und Kiefl 2016 auf. Hierbei handelt es sich um eine der aktuellsten Quellen, die sich explizit mit diesem Thema und dem gegebenen Marktangebot auseinandergesetzt, sowie eigene empirische Auswertungen in ihre Schlussfolgerungen und Definitionen hat einfließen lassen.
Bisher wurde in der Branche eher selten zwischen Gesundheitsreisen und Gesundheitstourismus differenziert. Folglich heben sich Kagelmann und Kiefl mit ihrer Abgrenzung und Definition der Begriffe deutlich von vielen, bis dato bestehenden, ab. Gerade bei einem so komplexen Thema wie Gesundheit, gekoppelt mit dem ebenso umfangreichen Thema Tourismus, macht es jedoch durchaus Sinn, weitere Unterteilungen vorzunehmen. Unterstützt wird diese Ansicht ebenfalls von Freyer, dem zu Folge „(...) Reisen (...) oftmals den touristischen Reisen zugerechnet (werden), obwohl Reisen aus Gesundheitsgründen, zur Kur und Erholung, sicher nichts oder nur wenig mit „Vergnügen“ zu tun haben“ (Freyer, 2011, S. 79).
Gesundheitsreisen werden Kagelmann und Kiefls Ansicht nach durch folgende Merkmale charakterisiert:
• Ein vorherrschendes Bestreben, einen verbesserten persönlichen und zeitnahen Gesundheitszustand zu erzielen.
• Es kann in Form einer Kur, Rehabilitation oder in präventiver Absicht geschehen.
• Bedingung ist eine Experten-basierte Feststellung des Gesundheitszustandes.
• Ein detailliert geplanter Therapievorgang ist stets erforderlich. Die Effektivität der anzuwendenden Therapie muss als belegt gelten.
• Die zu behandelnden Experten vor Ort müssen über entsprechende, staatlich anerkannte Behandlungslizenzen verfügen.
1 Einleitung und Zielsetzung: Hinführung zur Problematik der unklaren Begriffsdefinitionen und Darlegung der wissenschaftlichen Zielsetzung der Arbeit.
2 Terminologische Wurzeln: Auseinandersetzung mit den Grundbegriffen Tourismus und Gesundheit als Basis für die weitere Untersuchung.
3 Gesundheitstourismus: Kritische Analyse des Gesundheitstourismus inklusive der Abgrenzung von Gesundheitsreisen und Erholungstourismus.
4 Medizintourismus: Detaillierte Untersuchung des Medizintourismus unter Berücksichtigung globaler Unterschiede und der Motive der Nachfrager.
5 Wellnesstourismus: Analyse des Wellnesstourismus, seiner historischen Wurzeln und der oft kontrovers diskutierten Abgrenzung zum Kurtourismus.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage zur begrifflichen Strukturierung.
Gesundheitstourismus, Medizintourismus, Wellnesstourismus, Gesundheitsreisen, Medizinreisen, Gesundheitsförderung, Prävention, Rehabilitation, Tourismusmanagement, Begriffsdefinition, Tourismusformen, Gesundheitswirtschaft, Patiententourismus, Urlaubsreisen, Tourismusforschung.
Die Arbeit befasst sich mit der begrifflichen Unschärfe und den Graubereichen zwischen den verschiedenen Formen des gesundheitsorientierten Tourismus.
Die zentralen Felder sind Gesundheitstourismus, Medizintourismus und Wellnesstourismus sowie deren gegenseitige Abgrenzung.
Das Ziel ist die Ableitung präziser Definitionen, um Transparenz in die touristische Angebotslandschaft zu bringen.
Die Autorin nutzt einen systematischen Literaturvergleich, um die Merkmale der verschiedenen Begriffe herauszuarbeiten und durch ein Ausschlussverfahren voneinander zu separieren.
Der Hauptteil analysiert die historischen und aktuellen Definitionen der Tourismusformen und prüft kritisch, wie diese zueinander in Bezug stehen.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Gesundheitstourismus, Medizintourismus, Begriffsdefinition und Gesundheitsförderung charakterisieren.
Da bei existenziellen medizinischen Reisen der Aspekt der Erholung und Freizeit fehlt, ist eine Abgrenzung zum "Tourismus" im klassischen Sinne sinnvoll.
Die Arbeit stellt fest, dass Wellness zwar oft mit Gesundheit in Verbindung gebracht wird, aber oft an einer wissenschaftlich fundierten Begründung fehlt, weshalb eine direkte Unterordnung unter den Gesundheitstourismus kritisch hinterfragt wird.
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