Examensarbeit, 2016
57 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung: Begründung der Themenwahl
2. Fachwissenschaftliche Analyse
2.1 Der Terminus Mehrsprachigkeit
2.2 Bedeutung der Mehrsprachigkeit im schulischen Zusammenhang
2.3 Grundsätze des interkomprehensivbasierten Unterrichts
2.4 Verortung im Bildungsplan
3. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen und Analyse des Lerngegenstandes
3.1 Lerngruppe und Lernvoraussetzungen
3.2 Ziele und Vorgehensweise der Unterrichtseinheit
3.2.1 Sachanalyse
3.2.2 Methodisch-didaktische Analyse
4. Unterrichtspraktische Durchführung
4.1 Konzeption der Unterrichtseinheit
4.2 Darstellung der einzelnen Stunden
4.2.1 Die Einstiegsstunde
4.2.2 Die zweite Stunde
4.2.3 Dritte und vierte Stunde
4.2.4 Die fünfte Stunde
4.2.5 Die sechste Stunde
5. Abschließende Reflexion und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, SuS im Spanisch-Anfängerunterricht durch den Einsatz interkomprehensionsbasierter Methoden für Mehrsprachigkeit zu sensibilisieren, Sprachlernstrategien zu vermitteln und die Angst vor unbekannten Texten durch die gezielte Nutzung von Vorkenntnissen aus anderen Sprachen abzubauen.
2.1 Der Terminus Mehrsprachigkeit
Unter Mehrsprachigkeit versteht man im weiteren Sinne zunächst einmal die Fähigkeit einer Person mehr als eine Sprache zu sprechen. Der Begriff ist nicht zu verwechseln mit der Vielsprachigkeit – dem zusätzlichen Erlernen weiterer Sprachen. Mehrsprachigkeit wird vor allem durch den kulturellen Kontext erweitert: die verschiedenen Sprachebenen werden nicht voneinander getrennt betrachtet. Vielmehr stehen die unterschiedlichen Sprachen in einer Beziehung zueinander und bilden eine gemeinsame, kommunikative Kompetenz, mit Spracherfahrung umzugehen und diese auf den Erwerb weiterer Fremdsprachen zu übertragen. Je nach Situation kann man sich flexibel einer dieser Kompetenzen bedienen, um eine möglichst effektive Kommunikation zu führen. So kann man bspw. auf die Vorkenntnisse bereits bekannter Sprachen oder auch Wörter, die international ähnlich klingen, zurückgreifen. Von Bedeutung ist dabei, dass die unterschiedlichen Sprachen in Bezug zueinander stehen – durch den Sprachzuwachs lernt man zwischen den unterschiedlichen Sprachen zu operieren und der kontinuierliche Sprachvergleich fördert die Mehrsprachigkeit.
An dieser Stelle ist der Terminus der Interkomprehension zu definieren, der das partielle Verstehen einer Sprache beschreibt, das man durch die Kenntnisse einer anderen Sprache erlangt. Demzufolge versteht ein Individuum eine Sprache, ohne diese jemals erlernt zu haben. Die Fähigkeit, eine Sprache aus der gleichen Sprachfamilie zu verstehen, beschränkt sich dabei auf die rezeptiven Kompetenzen des Hör- und Leseverstehens, welche als Ziel der Forderung nach Mehrsprachigkeit verstanden werden. Interkomprehension zielt darauf ab, dass die rezeptive Kompetenz erworben wird – demnach wird das Ziel, eine Sprache aktiv zu beherrschen eher in den Hintergrund gerückt. Es geht vielmehr darum, Strategien für das Erschließen von Zusammenhängen zu optimieren und systematisieren.
1. Einleitung: Begründung der Themenwahl: Die Autorin begründet die Wahl des Themas Mehrsprachigkeit im Spanisch-Anfängerunterricht mit dem Ziel, den SuS den Spracherwerb durch die bewusste Nutzung von Vorkenntnissen zu erleichtern.
2. Fachwissenschaftliche Analyse: Es werden grundlegende Begriffe wie Mehrsprachigkeit und Interkomprehension theoretisch geklärt und deren Bedeutung sowie Verankerung im Bildungsplan dargelegt.
3. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen und Analyse des Lerngegenstandes: Dieses Kapitel beschreibt die Lerngruppe, die Voraussetzungen der Lehrperson und die konkreten Lernziele der Unterrichtseinheit basierend auf der Sach- und Methodenanalyse.
4. Unterrichtspraktische Durchführung: Detaillierte Planung, Durchführung und Reflexion der acht Unterrichtsstunden, die schwerpunktmäßig auf Sprach- und Texterschließungsstrategien fokussieren.
5. Abschließende Reflexion und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung des Unterrichts, inklusive Erfolgen bei der Motivationssteigerung sowie Optimierungspotenzialen bei der Textauswahl.
Mehrsprachigkeit, Interkomprehension, Spanisch, Anfängerunterricht, Sprachbewusstsein, Language Awareness, Transfer, Leseverstehen, Methodenkompetenz, Fremdsprachenerwerb, Sprachvergleich, Lernstrategien, Bildungsplan, Sprachvernetzung, Handlungs- und Inhaltsorientierung.
Die Dokumentation befasst sich mit der Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit im Fach Spanisch, die auf den Prinzipien der Interkomprehensionsdidaktik basiert.
Im Zentrum stehen die Förderung individueller Mehrsprachigkeit, der gezielte Aufbau von Sprachbewusstsein und die Vermittlung von Strategien zur Texterschließung unter Nutzung bekannter Sprachen.
Das Ziel ist es, SuS zu zeigen, dass sie durch ihre bereits vorhandenen Sprachkenntnisse komplexe spanische Texte rezeptiv verstehen können, um ihnen so den Einstieg in die dritte Fremdsprache zu erleichtern und die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen.
Es werden Ansätze der Fremdsprachendidaktik angewandt, insbesondere die Interkomprehension, bei der durch Sprachvergleich und Transferleistungen die rezeptive Kompetenz der SuS gestärkt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse, die detaillierte Vorstellung der einzelnen Unterrichtsstunden (von Diagnose bis Rahmenaufgabe) sowie die kritische Reflexion des Lehrerhandelns und der Lernergebnisse.
Die wichtigsten Begriffe sind Interkomprehension, Mehrsprachigkeit, Sprachbewusstsein (Language Awareness), Transfer, Texterschließung und Methodenkompetenz.
Die SuS verfügen bereits über Englisch- und Französischkenntnisse, was sie prädestiniert, um mittels Interkomprehension und Sprachvergleich (insbesondere zu romanischen Sprachen) ihr Sprachrepertoire systematisch zu erweitern.
Die SuS bearbeiteten die Aufgabe zur Rekonstruktion einer Chatunterhaltung, wobei sich das Niveau als herausfordernd erwies, was jedoch durch kooperative Lernformen (Expertenprinzip) erfolgreich bewältigt wurde.
Die Heterogenität der Klasse hinsichtlich ihrer Muttersprachen wurde als Potenzial genutzt, um durch den Austausch in Gruppen die Vernetzung und das Interesse an sprachlichen Ähnlichkeiten zu steigern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

