Bachelorarbeit, 2020
74 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Forschungsüberblick
3. Textsorte: Werbeanzeige
4. Text-Bild-Relationen
5. Emoticons und Emojis
5.1. Emoticons
5.2. Funktionen von Emoticons
5.3. Emojis
5.4. Vergleich Emojis-Emoticons
5.5. Funktionen von Emojis
5.6. Zeichentheoretischer Status von Emojis und Emoticons
6. Der Einfluss der Bildzeichen auf die Sprache
7. Emojis als Universalsprache
8. Facebook als Marketing Kanal
9. Emojis auf Facebook
10. Emojis in der (Internet-) Werbung
11. Analyse
11.1. Rahmung
11.2. Darstellungsfunktion
11.3. Referenzfunktion
11.4. Modalisierung
11.5. Kommentarfunktion
11.6. Ausschmückung/Illustration
11.7. Strukturierung
12. Emoji-Reaktionen in Werbeanzeigen
13. Fazit
Diese Arbeit untersucht aus einer linguistischen Perspektive, wie Emojis und Emoticons in Werbeanzeigen auf dem sozialen Netzwerk Facebook eingesetzt werden und welche Funktionen sie dabei erfüllen.
11. Analyse
Die Funktion der Rahmung übernehmen die Emojis in jeder der hier untersuchten Facebook-Werbeanzeigen. Die Bildzeichen verhelfen den Unternehmen dabei, die Kommunikation mit ihren KundInnen aufzulockern und persönlicher zu gestalten. Die Verwendung von Emojis stellt einen gewissen Grad an Informalität her, was die Facebook-NutzerInnen die jeweilige Interaktion als „Nähesituation“ auffassen lässt. Die Bildzeichen werden also in die Werbetexte eingebettet, um den Facebook-NutzerInnen den Eindruck zu vermitteln, dass sie von den Unternehmen als Bekannte oder Freunde und nicht als KonsumentInnen betrachtet werden. Der Gebrauch von Herz-Emojis zum Beispiel, die ein Ausdruck von Zuneigung sind, könnte als ein Merkmal einer Interaktion zwischen Personen, die sich nahe stehen, aufgefasst werden. Dennoch werden diese Bildzeichen auch von Marken wie Balea (Abb. 4) und damit Unternehmen wie dm (Abb. 5) in ihre Werbetexte integriert, um den AdressatInnen ein Gefühl von Vertrautheit und Nähe zu vermitteln. Die Basisfunktion überschneidet sich zum Teil mit der Funktion der Beziehungsgestaltung, da die Emojis zugleich auch Ausdruck der Kommunikationsbereitschaft der Unternehmen sind. Auch die ludische Funktion trifft auf alle Emoji-Verwendungen in Facebook-Werbeanzeigen zu, da die farbigen Bildzeichen in der Werbung vor allem der Unterhaltung der AdressatInnen dienen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der digitalen Kommunikation, bei dem Bildzeichen zunehmend als symbiotische Ergänzung zu Schriftzeichen verwendet werden.
2. Forschungsüberblick: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zur Emoji-Kommunikation und deren Etablierung in der Linguistik.
3. Textsorte: Werbeanzeige: Hier werden die Merkmale von Werbeanzeigen als persuasive und informative Texte im digitalen Raum definiert.
4. Text-Bild-Relationen: Es wird erörtert, wie die Verbindung von Text und Bild die multimodale Kommunikation prägt.
5. Emoticons und Emojis: Dieses Kapitel beschreibt die Merkmale, Funktionen sowie den zeichentheoretischen Status von Emoticons und Emojis.
6. Der Einfluss der Bildzeichen auf die Sprache: Die wissenschaftliche Debatte darüber, ob Emojis die Sprachkompetenz gefährden oder als neue Ausdrucksform dienen, wird hier betrachtet.
7. Emojis als Universalsprache: Die Frage nach der Evolution von Emojis zu einer globalen, universellen Sprache wird kritisch analysiert.
8. Facebook als Marketing Kanal: Dieses Kapitel untersucht Facebook als Plattform für Unternehmen und deren Bestreben, durch Emojis eine nähere Bindung zur Zielgruppe aufzubauen.
9. Emojis auf Facebook: Die spezifischen Funktionen von Emojis als Reaktionen und Stimmungsmacher innerhalb der Facebook-Infrastruktur stehen hier im Fokus.
10. Emojis in der (Internet-) Werbung: Es wird aufgezeigt, wie Emojis gezielt als Marketingstrategie zur Steigerung der Kaufintention eingesetzt werden.
11. Analyse: Der zentrale Analyseteil untersucht die verschiedenen Funktionen (Rahmung, Darstellung, Referenz, Modalisierung, Kommentar, Illustration, Strukturierung) anhand von Korpusbeispielen.
12. Emoji-Reaktionen in Werbeanzeigen: Hier wird die Rolle interaktiver Emoji-Reaktionen bei der Nutzerschaft und deren Auswertung durch Unternehmen betrachtet.
13. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Emojis Sprachhandlungen erweitern, jedoch nicht durch eine Universalsprache oder Ersatz ersetzen können.
Emojis, Emoticons, Facebook, Werbeanzeigen, Multimodalität, Linguistik, Internetkommunikation, Marketing, Bild-Text-Relation, soziale Medien, digitale Kommunikation, Werbesprache, Semiotik, Textsorte, Konsumentenverhalten.
Die Arbeit untersucht die linguistische Funktion und den Einsatz von Emojis und Emoticons in Werbeanzeigen auf der sozialen Plattform Facebook.
Zu den Schwerpunkten gehören die multimodale Kommunikation, die Text-Bild-Beziehung, die Funktionen von Bildzeichen in der Online-Werbung sowie die Auswirkungen auf die digitale Sprache.
Das Ziel ist es, detailliert zu beschreiben, in welcher Weise und mit welcher Intention Unternehmen Emojis in ihren Facebook-Werbeanzeigen einsetzen, um ihre KundInnen anzusprechen.
Die Untersuchung basiert auf einer linguistischen Korpusanalyse, wobei aktuelle Facebook-Werbeanzeigen von bekannten deutschen Einzelhandelsunternehmen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil analysiert spezifische Funktionstypen wie die Rahmung, Darstellungs-, Referenz- und Kommentarfunktion sowie die dekorative Illustration, unterstützt durch zahlreiche Abbildungen.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Emojis, Facebook-Marketing, Multimodalität, Werbesprache und Internetlinguistik definieren.
Sie dienen als Aufmerksamkeitssteuerer, da sie sich visuell vom Text abheben und somit von Rezipienten schneller wahrgenommen werden als reine Schriftzeichen.
Da Emojis ambig sind, grammatikalische Funktionen vermissen lassen und in ihrer Bedeutung stark von kulturellen Konventionen abhängen, ist eine komplexe und universelle Kommunikation ohne Begleittext nicht möglich.
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