Diplomarbeit, 2007
99 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau und Gang der Arbeit
2 Struktur des deutschen Erstversicherungsmarktes
2.1 Anzahl und Rechtsformen der Versicherungsunternehmen in Deutschland
2.2 Marktteilnehmer und ihre Marktanteile
2.2.1 Vorbemerkungen
2.2.2 Lebensversicherung
2.2.3 Schaden-/Unfallversicherung
2.2.4 Krankenversicherung
2.3 Marktkonzentration im Zeitverlauf
2.4 Marktwachstum und Prognose
2.5 Zwischenfazit
3 Entwicklungen und Trends in der Versicherungswirtschaft
3.1 Vorbemerkungen
3.2 Druck durch externe Marktfaktoren
3.3 Anspruchsvolle Versicherungsnehmer
3.4 Veränderte Vertriebsstrukturen
3.5 Reduktion der Fertigungstiefe
3.6 Internationalisierung und Expansion in neue Märkte
3.7 Zwischenfazit
4 Versicherungsmärkte Republik Indien und Volksrepublik China
4.1 Makroökonomisches Umfeld
4.2 Geschichte und Entwicklung
4.3 Marktanalyse
4.3.1 Prämienvolumen und Marktwachstum
4.3.1.1 Gesamtmarkt
4.3.1.2 Lebensversicherung
4.3.1.3 Nichtlebensversicherung
4.3.1.4 Exkurs: Mikroversicherung
4.3.2 Marktteilnehmer und ihre Marktanteile
4.4 Markteintritt ausländischer Versicherungsunternehmen
4.4.1 Aufsichtskonforme Markteintrittsmöglichkeiten
4.4.2 Formelle Anforderungen für die Zulassung zum Geschäftsbetrieb
4.5 Marktbearbeitungsstrategie eines deutschen Erstversicherers am Beispiel der Allianz
4.6 Zwischenfazit
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Globalisierung auf die deutsche Erstversicherungsbranche. Dabei wird untersucht, wie Versicherungsunternehmen auf den zunehmenden Wettbewerbsdruck und veränderte Kundenbedürfnisse reagieren und welche Strategien zur Markterschließung in aufstrebenden Schwellenländern wie China und Indien angewendet werden.
1.1 Problemstellung
Globalisierung ist in aller Munde. Auf der einen Seite bei Unternehmen jeglicher Branchen zum Schlagwort für diverse strategische Konzepte avanciert, rückte „Die Globalisierung“ in jüngster Zeit vor allem durch ihre Gegner ins öffentliche und politische Interesse. Doch was ist Globalisierung eigentlich? Gemeinsamer Nenner verschiedenster Definitionen ist zweifelsohne die steigende Interaktion zwischen Volkswirtschaften der ganzen Welt. Da für die vorliegende Arbeit weniger die kulturelle oder ökologische, sondern vielmehr die wirtschaftliche und politische Dimension im Mittelpunkt steht, kann Globalisierung hier als Zunahme grenzüberschreitender finanz- und realwirtschaftlicher Verflechtungen aufgrund steigender ökonomischer Integration, Liberalisierung und Deregulierung verstanden werden.
Hinzu kommen technische Fortschritte, die Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten schaffen, welche noch vor einem Jahrzehnt unvorstellbar waren. Diese Entwicklungen begünstigen einerseits die weltweite Integration, führen andererseits aber auch zu einer steigenden Dynamisierung des Wirtschaftslebens. Zusammen mit der parallel verlaufenden demographischen Entwicklung und sich wandelnden Kundenbedürfnissen vollzieht sich durch die Dynamisierung und Globalisierung der Marktprozesse eine Intensivierung des Wettbewerbs, die in der Folge auch zu Neuordnungen in der Unternehmenslandschaft führt. Allein die Errichtung des gemeinsamen europäischen Wirtschafts- und Währungsraumes, die zweifelsohne unter die oben genannte Globalisierungsdefinition fällt, ist direkter oder indirekter Auslöser zahlreicher Veränderungsprozesse quer durch alle Geschäftsbereiche. Vorläufiger Höhepunkt für die Versicherungswirtschaft war die Vollendung des europäischen Versicherungsbinnenmarktes am 1.7.1994, als die nationale Kontrolle von Bedingungen und Prämien aufgehoben und der Marktzutritt in vollem Umfang liberalisiert wurde.
1 Einleitung: Einführung in das Thema Globalisierung und deren Auswirkungen auf die Versicherungswirtschaft sowie Erläuterung des Gangs der Untersuchung.
2 Struktur des deutschen Erstversicherungsmarktes: Analyse der aktuellen Marktsituation, der Anbieterstruktur sowie der historischen Konzentrationsentwicklung im deutschen Markt.
3 Entwicklungen und Trends in der Versicherungswirtschaft: Untersuchung der wichtigsten Branchentrends wie Solvency II, Kundenverhaltensänderungen und Sourcing-Strategien zur Optimierung der Wertschöpfungskette.
4 Versicherungsmärkte Republik Indien und Volksrepublik China: Detaillierte Betrachtung des Marktumfelds, der Eintrittsmöglichkeiten und spezifischer Strategien für die Expansion in diese Emerging Markets.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der wesentlichen Erkenntnisse über die Chancen und Risiken der Internationalisierung der Versicherungswirtschaft.
Globalisierung, Erstversicherung, Marktkonzentration, Solvency II, Wertschöpfungskette, Vertriebsstrukturen, Emerging Markets, China, Indien, Markteintritt, Konsolidierung, Lebensversicherung, Schaden- und Unfallversicherung, Krankenversicherung, Wettbewerb.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Globalisierung auf die deutsche Erstversicherungsbranche und analysiert, wie diese auf Wettbewerbsdruck und neue regulatorische Anforderungen reagiert.
Die Schwerpunkte liegen auf der Marktstruktur in Deutschland, aktuellen Trends wie Solvency II, der Neuausrichtung der Wertschöpfungskette sowie den Expansionsmöglichkeiten in China und Indien.
Ziel ist es, einen Überblick über die Auswirkungen der Globalisierung zu geben und Handlungsoptionen für deutsche Erstversicherer sowohl im heimischen Markt als auch bei der Expansion in Schwellenländer aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine strukturierte Marktanalyse, die auf Basis von Fachliteratur, Wirtschaftsdaten und empirischen Studien die Situation und Entwicklung der Branche untersucht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des deutschen Marktes, die Identifikation von fünf zentralen Branchentrends sowie eine detaillierte Fallstudie zur Markterschließung in China und Indien.
Neben Globalisierung und Erstversicherung sind Begriffe wie Marktkonzentration, Solvency II, Emerging Markets (China/Indien) und Wertschöpfungsoptimierung zentral.
Es erfordert einen mentalen Wechsel hin zu einem ganzheitlichen Risikomanagement und beeinflusst durch die neue Kapitalanforderung maßgeblich die Unternehmenssteuerung und die strategische Ausrichtung.
In Ländern wie China und Indien sind Joint Ventures oft die notwendige Voraussetzung für ausländische Versicherer, um Marktzutritt zu erhalten, wobei die Wahl des richtigen lokalen Partners eine entscheidende Erfolgsbedingung ist.
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