Fachbuch, 2021
112 Seiten
1 Einleitung
2 Stand der Forschung
2.1 Sportliche Aktivität
2.1.1 Abgrenzung sportliche vs. körperliche Aktivität
2.1.2 Nationale Bewegungsempfehlungen
2.1.3 Aktivitäts- & Inaktivitätsquote
2.2 Life-Span-Orientierung in der Entwicklungspsychologie
2.3 Sportliche Aktivität über die Lebensspanne
2.4 Forschungsdefizit und Forschungsfragen
3 Theoretische Überlegungen
3.1 Theorien und Konzepte
3.2 Determinanten der Aufnahme und des Abbruchs sportlicher Aktivität
3.2.1 Individuelle Ebene
3.2.1.1 Soziodemographische Faktoren
3.2.1.2 Motive
3.2.1.3 Barrieren
3.2.1.4 Stress
3.2.1.5 Selbstwirksamkeit
3.2.1.6 Aktivitätsgeschichte
3.2.1.7 Gesundheitszustand/-verhalten
3.2.2 Soziale Ebene
3.2.3 Umweltbezogene Ebene
3.2.4 Interaktionen der verschiedenen Ebenen
4 Methodik
4.1 Studiendesign
4.2 Stichprobenbeschreibung
4.3 Datenerhebung
4.4 Datenanalyse
4.4.1 Auswirken verschiedener Determinanten auf Sportaktivität
4.4.2 Formen von sportlichem Aktivitätsverhalten
5 Ergebnisse und Ergebnisdiskussion
5.1 Aufnahme sportlicher Aktivität
5.1.1 Individuelle Ebene
5.1.1.1 Interesse/Spaß
5.1.1.2 Fitness/Gesundheit
5.1.1.3 Stressabbau/Ausgleich
5.1.1.4 Sozialer Anschluss
5.1.1.5 Sonstiges
5.1.2 Soziale Ebene
5.1.2.1 Freunde
5.1.2.2 Familie
5.1.2.3 Partner
5.1.2.4 Nachbarn
5.1.2.5 Trainer
5.1.2.6 Schule
5.1.3 Umweltbezogene Ebene
5.1.3.1 Infrastruktur
5.1.3.2 Klima/Jahreszeit
5.1.4 Diskussion der Faktoren für die Aufnahme sportlicher Aktivität
5.2 Abbruch sportlicher Aktivität
5.2.1 Individuelle Ebene
5.2.1.1 Mangel an Lust/Spaß
5.2.1.2 Zeitmangel
5.2.1.3 Erwartungen nicht erfüllt
5.2.1.4 Beschäftigungsverhältnis
5.2.1.5 Finanzielle Gründe
5.2.1.6 Faulheit
5.2.1.7 Sonstiges
5.2.2 Soziale Ebene
5.2.2.1 Trainingspartner/-gruppe
5.2.2.2 Trainer
5.2.3 Umweltbezogene Ebene
5.2.3.1 Wohnortwechsel
5.2.3.2 Klima/Jahreszeit
5.2.3.3 Infrastruktur
5.2.4 Diskussion der Faktoren für den Abbruch sportlicher Aktivität
5.3 Barrieren sportlicher Aktivität
5.3.1 Individuelle Ebene
5.3.1.1 Beschäftigungsverhältnis
5.3.1.2 Keine Passung
5.3.1.3 Verletzung
5.3.1.4 Finanzielle Gründe
5.3.2 Soziale Ebene
5.3.2.1 Trainingspartner
5.3.3 Umweltbezogene Ebene
5.3.3.1 Klima/Jahreszeit
5.3.3.2 Wohnortwechsel
5.3.3.3 Ressourcen
5.3.4 Diskussion der Faktoren für die Barrieren sportlicher Aktivität
5.4 Typen nach sportlichem Aktivitätsverhalten
5.4.1 Freizeitsportinaktive
5.4.2 Wettkampfsportaussteiger
5.4.3 Freizeitsportaussteiger
5.4.4 Diskussion der Formen von sportlichem Aktivitätsverhalten
6 Diskussion und Limitation
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die Aufnahme und den Abbruch sportlicher Aktivität bei jungen Erwachsenen. Aus einer lebenslaufperspektivischen Sichtweise wird erforscht, warum sich Individuen für oder gegen ein fortlaufendes Sportengagement entscheiden, wobei ein Fokus auf individuellen, sozialen und umweltbezogenen Determinanten liegt.
3.2 Determinanten der Aufnahme und des Abbruchs sportlicher Aktivität
„Sporttreiben ist das Produkt eines komplexen Zusammenspiels biologischer Ausstattungen, selbstregulatorischer Fähigkeiten und soziostruktureller Einflüsse“ (Fuchs, 2003, S. 120). Um dieses Zusammenspiel aufzuschlüsseln, sind nach Fuchs interne Determinanten, also körperliche, emotionale und kognitive Faktoren, sowie externe Determinanten (soziale und strukturelle Faktoren) zu berücksichtigen. Der Gebrauch des Begriffs „Determinante“ ist genau genommen nicht korrekt, da die dahinter verborgene Kausalität meist nicht gegeben ist. Vielmehr geht es um Variablen, die in Quer- oder Längsschnittstudien einen signifikanten Zusammenhang mit der Sportaktivität aufweisen – also um eine „hypothetische Einflussgröße“ (Fuchs, 2003, S. 122). Eine von wenigen Ausnahmen sind Bauman und Kollegen (2012), die zwischen Korrelaten und Determinanten differenzieren: „Longitudinal observational studies and experimental data could identify factors that have strong causal associations with physical activity. When such factors are identified in studies of aetiological design, they are described as determinants“ (Bauman et al., 2012, S. 258). Da sich dieses Verständnis von Determinante in der einschlägigen Literatur durchgesetzt hat, soll es auch hier zu Grunde gelegt werden. Dabei kann eine Determinante das sportliche Aktivitätsverhalten insofern beeinflussen, dass entweder eine Aktivität begonnen oder beendet wird.
Viele Autoren weisen darauf hin, dass das Zusammenwirken der unterschiedlichen Determinanten zu betrachten sei (Fuchs, 2003; Pahmeier, 2008a; Sherwood & Jeffery, 2000; Woll, 2006). Dies soll in der Studie, die im Rahmen dieser Arbeit durchgeführt wurde, beachtet werden. Hierzu werden zunächst verschiedene Determinanten isoliert betrachtet.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, warum sportliche Aktivität trotz bekannter gesundheitlicher Vorteile von vielen jungen Erwachsenen nicht kontinuierlich aufrechterhalten wird.
2 Stand der Forschung: Hier werden zentrale Begrifflichkeiten, nationale Bewegungsempfehlungen und entwicklungspsychologische Perspektiven auf das lebenslange Sportengagement beleuchtet.
3 Theoretische Überlegungen: Dieses Kapitel verknüpft psychologische Theorien mit Public-Health-Ansätzen, um ein Modell für die Determinanten sportlichen Verhaltens zu entwickeln.
4 Methodik: Hier wird das qualitative Studiendesign beschrieben, das auf narrativen Interviews und biographischem System-Mapping basiert, um die Lebensverläufe sportlich inaktiver junger Erwachsener zu rekonstruieren.
5 Ergebnisse und Ergebnisdiskussion: Das Kapitel präsentiert die Analyse der Interviewdaten hinsichtlich der Motive zur Aufnahme und der Gründe für den Abbruch sportlicher Aktivität sowie der Barrieren.
6 Diskussion und Limitation: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert und in den breiteren Forschungszusammenhang eingeordnet, während die methodischen Einschränkungen der Studie erläutert werden.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Komplexität der Einflussfaktoren auf das Sportverhalten zusammen und gibt praxisorientierte Empfehlungen zur Förderung des Sportengagements.
Sportliche Aktivität, Lebensspanne, Gesundheitspsychologie, Drop-out, Determinanten, biographisches Mapping, Sportengagement, Prävention, Barrieren, Motive, Sportinaktivität, qualitative Inhaltsanalyse, soziale Unterstützung, Verhaltensänderung, Sportpartizipation.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, warum junge Erwachsene trotz der gesundheitlichen Vorteile sportliche Aktivitäten entweder gar nicht erst aufnehmen oder nach einer gewissen Zeit wieder abbrechen.
Die zentralen Themen umfassen die Identifikation von Barrieren, die Analyse von Beweggründen (Motiven) für den Sportbeginn sowie die Untersuchung von Abbruchursachen im Lebensverlauf.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Faktoren zu entwickeln, die ein langfristiges Sportengagement fördern oder behindern, um darauf aufbauend präventionsrelevante Erkenntnisse zu gewinnen.
Die Studie nutzt einen qualitativen Ansatz mit narrativen Interviews und der Methode des biographischen System-Mappings, um die individuelle Sportbiografie der Teilnehmenden abzubilden.
Der Hauptteil analysiert die Ergebnisse zu den verschiedenen Einflussbereichen (individuelle, soziale und umweltbezogene Ebene), die zur Aufnahme oder zum Abbruch sportlicher Aktivitäten führen.
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Sportinaktivität, Drop-out, biographisches Mapping und Determinanten des Sportverhaltens geprägt.
Die Ergebnisse zeigen, dass soziale Kontakte – insbesondere durch Freunde und Familie – einen entscheidenden Einfluss auf die Aufnahme sportlicher Aktivitäten ausüben.
Das Mapping ermöglicht es, komplexe individuelle Entwicklungsverläufe grafisch und mathematisch festzuhalten, was eine differenzierte Typologisierung des Sportverhaltens erlaubt.
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