Diplomarbeit, 2007
79 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Gang der Arbeit
2 Grundgedanken des Rating
2.1 Ursprung und Entwicklung des Rating
2.2 Vorstellung verschiedener Ratingarten
2.2.1 Emissionsrating versus Emittentenrating
2.2.2 Solicited versus unsolicited Rating
2.2.3 Langfristiges versus kurzfristiges Rating
2.3 Ratingsymbole und ihre Bedeutung
2.4 Bedürfnisse der Investoren
2.4.1 Erläuterung der Kapitalanlageformen
2.4.2 Anforderungen der Investoren an ein Rating
3 Ratingansatz der Agentur Moody`s
3.1 Grundprinzipien des Ansatzes
3.2 Ratingprozess
3.3 Darstellung der Ratinganalyse
3.3.1 Analyse des Länderrisikos
3.3.2 Analyse von Branchenrisiken
3.3.3 Analyse von Unternehmensrisiken
4 Kritische Würdigung
4.1 Positive und negative Aspekte des Rating
4.2 Anpassungen des Rating
4.3 Mögliche Ansätze der Verbesserung
5 Fazit
Die Arbeit untersucht kritisch die Aussagekraft von Unternehmensratings für Eigen- und Fremdkapitalgeber, analysiert die Anforderungen dieser Stakeholdergruppen an Ratings und prüft, inwieweit Ratingagenturen wie Moody’s diese Bedürfnisse erfüllen können.
1.1 Problemstellung
Mit der Globalisierung und Internationalisierung der Geld- und Kapitalmärkte ist das Volumen der internationalen Finanzströme stark angestiegen. Aufgrund der Kapitalintensität der Produktionsprozesse vieler Unternehmen einerseits, und dem Anwachsen der zu bewegenden Geldmengen der Gesellschaft andererseits, hat die Bedeutung dieser Finanzmärkte in den vergangenen Jahren entsprechend zugenommen. Private und institutionelle Investoren treten dabei als Geldgeber auf und stellen den Emittenten über den Kapitalmarkt finanzielle Mittel zur Verfügung. Ziel der Kapitalüberlassung ist es, neben der Kapitalerhaltung einen Wertzuwachs zu erzielen. Dass dieses Vorhaben nicht immer erreicht wird, zeigen u.a. Insolvenzstatistiken. Zwar ist die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen in Europa in den letzten zwei Jahren zurückgegangen, dennoch gab es allein im Jahr 2006 141.448 insolvent gemeldete Unternehmen.
Der Anleger muss in diesem Fall befürchten, dass sein investiertes Kapital und/oder vereinbarte Zinsen nicht, nicht vollständig und/oder nicht fristgerecht gezahlt werden. Auch ohne das Eintreten einer Insolvenz kann ein Emittent in Zahlungsschwierigkeiten geraten, so dass insbesondere für Fremdkapitalgeber auch in diesem Fall ein Ausfall- und Verzugsrisiko besteht.
Ein Anleger hat in der Regel das Ziel, sein Geld möglichst ertragsreich und sicher anzulegen. Die beiden Ziele Ertrag und Sicherheit schließen einander zwar nicht aus, stehen jedoch grundsätzlich miteinander im Konflikt. Eine als allgemein weniger sicher eingeschätzte Anlage muss einen höheren Ertrag versprechen, um das höhere Ausfallrisiko auszugleichen. Dementsprechend bringt eine sichere Anlage einen geringeren Ertrag. Dieser Entscheidungsprozess ist komplex, da alle Anlagen erst in der Zukunft ihre Resultate zeigen. Erst im Nachhinein wird ersichtlich, ob und in wie weit eine Anlage für den Investor erfolgreich war.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Finanzmärkten und die damit verbundenen Risiken für Anleger sowie die Zielsetzung der kritischen Untersuchung von Ratings.
2 Grundgedanken des Rating: Dieses Kapitel erläutert den Ursprung, verschiedene Ratingarten sowie die Bedürfnisse der Investoren im Kontext der Kapitalanlage.
3 Ratingansatz der Agentur Moody`s: Es erfolgt eine detaillierte Analyse der methodischen Vorgehensweise von Moody’s, inklusive Prozessschritte und spezifischer Analysefelder wie Länderrisiken.
4 Kritische Würdigung: Hier werden positive Aspekte und Schwachstellen des Ratings diskutiert, insbesondere im Hinblick auf Transparenz, Subjektivität und Aktualität.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Ratings ein hilfreiches Instrument darstellen, jedoch keine eigene Analyse ersetzen sollten.
Unternehmensrating, Bonität, Moody’s, Kapitalmarkt, Investor, Ausfallrisiko, Finanzmarkt, Ratingagentur, Unternehmensanalyse, Emittentenrating, Emissionsrating, Globalisierung, Informationsasymmetrie, Investment Grade, Risikokapital.
Die Diplomarbeit widmet sich einer kritischen Würdigung von Unternehmensratings und deren Aussagekraft für Eigen- und Fremdkapitalgeber.
Zentrale Themen sind die Entstehung von Ratings, die Analyseprozesse von Agenturen wie Moody’s, die Bedürfnisse der Investoren sowie die Grenzen und potenziellen Probleme bei der Ratingerstellung.
Das Ziel ist die kritische Darstellung der Aussagekraft von Ratings für Kapitalgeber sowie die Ausarbeitung von Anforderungen an ein Rating zur besseren Befriedigung der Investorenbedürfnisse.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse sowie der detaillierten Untersuchung des Ratingansatzes der Agentur Moody’s, ergänzt durch kritische Würdigungen und Vergleiche.
Der Hauptteil umfasst die Grundlagen des Ratings, die detaillierte Darstellung des Ratingprozesses bei Moody’s, sowie eine umfassende kritische Auseinandersetzung mit der Qualität und Objektivität von Ratings.
Unternehmensrating, Bonität, Moody’s, Kapitalmarkt, Investor, Ausfallrisiko und Informationsasymmetrie sind prägende Begriffe.
Die Agenturen fungieren als Intermediäre, die Zugang zu internen Unternehmensdaten erhalten und diese in einem leicht interpretierbaren Ratingsymbol verdichten, um Anlegern die Risikoeinschätzung zu erleichtern.
Moody’s wurde aufgrund seiner weltweit hohen Reputation und seines großen Marktanteils als Marktführer sowie wegen der guten Verfügbarkeit der Dokumentation seiner Bewertungsmethoden ausgewählt.
Das Fazit lautet, dass Ratings eine sinnvolle Ergänzung bei Anlageentscheidungen sind, jedoch keine eigene, sorgfältige Untersuchung ersetzen können, da Agenturen fehlbar sind und Ratings nicht immer die aktuelle Bonität widerspiegeln.
Es beschreibt den Umstand, dass Ratingagenturen aufgrund von Geschäftsgeheimnissen die genaue Gewichtung der qualitativen und quantitativen Faktoren bei der Bewertung nicht öffentlich machen, was die Überprüfbarkeit für Anleger erschwert.
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