Diplomarbeit, 2007
100 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Vom Hersteller zum Dienstleister: Der Wandel im Maschinen- und Anlagenbau
2.1 Ausgangssituation
2.2 Differenzierung durch industrielle Dienstleistungen
2.3 Entwicklung hybrider Leistungsbündel als konsequenter und notwendiger Entwicklungsschritt
2.4 Dienstleistungsorientierte Geschäftsmodelle als Bezugsrahmen
3 Das Konzept der Lebenszykluskostenrechnung
3.1 Lebenszykluskonzept
3.2 Grundlagen und Aufgaben der Lebenszykluskostenrechnung
3.3 Gestaltungsmöglichkeiten einer Lebenszykluskostenrechnung
3.3.1 Zeit als Gestaltungsmöglichkeit
3.3.2 Kosten als Gestaltungsmöglichkeit
3.3.3 Weitere Gestaltungsmöglichkeiten
3.4 Gründe für den Einsatz
3.5 Anwendungsprobleme
3.6 Einordnung der Lebenszykluskostenrechnung in das Kostenmanagement
4 Die Anwendung der Lebenszykluskostenrechnung bei hybriden Leistungsbündeln
4.1 Anwendungsvoraussetzungen und Rechenzweck
4.1.1 Anwendungsvoraussetzung
4.1.2 Rechenzwecke
4.2 Ausgestaltung der Lebenszykluskostenrechnung im Kontext hybrider Leistungsbündel
4.2.1 Objektspezifizierung
4.2.2 Abgrenzung des Lebenszyklus und der einzelnen Phasen
4.2.3 Weitere Ausgestaltungen
4.3 Lebenszyklusbezogene Planung der Kosten und Erlöse
4.3.1 Planung der Erlöse
4.3.1.2 Ermittlung der Zahlungsbereitschaft
4.3.1.3 Bestimmung der Lebenszykluserlöse
4.3.2 Planung der Kosten
4.3.2.1 HLB-Besonderheiten im Bezug auf die Kostenplanung
4.3.2.2 Bestimmung der Lebenszykluskosten
4.3.2.3 Forderung nach dem Einsatz der Prozesskostenrechnung
4.4 Verwendung der ermittelten Daten
4.4.1 Ermittlung der Wirtschaftlichkeit eines hybriden Leistungsbündels
4.4.2 Fundierung preispolitischer Entscheidungen und Alternativauswahl
4.5 Frühzeitige Beeinflussung der HLB-Lebenszykluskosten
4.5.1 Management der Leistungsbereitschaftskosten
4.5.2 Management der Integrationskosten
4.5.3 Instrumente zur Unterstützung der frühzeitigen Kostenbeeinflussung
4.5.3.1 Target Costing
4.5.3.2 Prozesswertanalyse
4.5.3.3 Service-Blueprinting
4.6 Ausnutzung dynamischer Kostenbeziehungen bei HLB
4.7 Kontrolle der prognostizierten Daten
5 Resümee und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, durch die Anwendung der Lebenszykluskostenrechnung mehr Transparenz über die wirtschaftlichen Konsequenzen hybrider Leistungsbündel zu schaffen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie die Auswirkungen dieser Bündel über ihren gesamten Lebenszyklus abgebildet werden können, um sowohl die Wirtschaftlichkeit zu ermitteln als auch eine frühzeitige Beeinflussung der Kosten zu ermöglichen.
3.3.2 Kosten als Gestaltungsmöglichkeit
In diesem Zusammenhang sind vor allem drei Aspekte von Bedeutung. Zunächst ist zu klären, wie weit der Verrechnungsumfang greifen soll. Anschließend muss sich mit der Frage auseinandergesetzt werden, wie der Problematik von Verbundeffekten bei der Kostenzurechnung begegnet wird, bevor abschließend die zu verwendende Rechengröße ausgewählt wird.
Im Bezug auf den Verrechnungsumfang kann zwischen der in der Kostenrechnung vorzufindenden Voll- und Teilkostenrechnung unterschieden werden. Diese Unterscheidung kann auch auf die Lebenszykluskostenrechnung übertragen werden, wobei von einer Vollkostenrechnung nur dann gesprochen werden kann, wenn auch tatsächlich alle Kosten, auch objektübergreifende, in der Rechnung erfasst werden. Im Zusammenhang damit steht die Frage nach dem zu wählenden Kostenträger. Zweckmäßig erscheint hier eine Orientierung an der untersten Ebene der Bezugsobjekthierarchie, welche dann auch als die unterste Kostenträgereinheit verwendet wird.
Der Verteilung von Vor- und Nachlaufkosten auf die einzelnen Objekte kommt im Rahmen der Lebenszykluskostenrechnung eine große Bedeutung zu. Die Verrechnung kann grundsätzlich perioden- und/oder produktbezogen erfolgen. Obwohl eine periodenbezogene Verrechnung in der Praxis als Regelfall zu betrachten ist, ist diese Vorgehensweise kostenrechnerisch als falsch zu beurteilen. Innerhalb einer lebenszyklusorientierten Betrachtungsweise ist eine objektbezogene Vorgehensweise vorzuziehen, weil eine verursachungsgerechte Verteilung somit gewährleistet wird. Allerdings ist es fraglich, ob eine vollständige Verrechnung nicht dem Grundgedanken der Lebenszykluskostenrechnung entgegensteht.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel im deutschen Maschinen- und Anlagenbau hin zu hybriden Leistungsbündeln und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, mittels Lebenszykluskostenrechnung Transparenz und Wirtschaftlichkeit zu fördern.
2 Vom Hersteller zum Dienstleister: Der Wandel im Maschinen- und Anlagenbau: Dieses Kapitel stellt die steigende Bedeutung industrieller Dienstleistungen zur Differenzierung im Wettbewerb dar und führt das Konzept der hybriden Leistungsbündel sowie zugehörige Geschäftsmodelle ein.
3 Das Konzept der Lebenszykluskostenrechnung: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Lebenszykluskonzepts, die Aufgaben der Kostenrechnung sowie deren Gestaltungsmöglichkeiten und Anwendungsprobleme detailliert erörtert.
4 Die Anwendung der Lebenszykluskostenrechnung bei hybriden Leistungsbündeln: Der Hauptteil widmet sich der praktischen Anwendung, der spezifischen Ausgestaltung der Kostenplanung für hybride Leistungsbündel sowie Instrumenten zur frühzeitigen Kostenbeeinflussung und Kontrolle.
5 Resümee und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bewertet die Umsetzbarkeit der Lebenszykluskostenrechnung im Kontext mittelständisch geprägter Unternehmen.
Lebenszykluskostenrechnung, Hybride Leistungsbündel, Maschinen- und Anlagenbau, Kostenmanagement, Prozesskostenrechnung, Target Costing, Prozesswertanalyse, Service-Blueprinting, Betreibermodelle, Leistungsbereitschaftskosten, Integrationskosten, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Lebenszykluskonzept, Kostenbeeinflussung.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Lebenszykluskostenrechnung auf hybride Leistungsbündel im Maschinen- und Anlagenbau, um Transparenz über langfristige Kosten und Erlöse zu schaffen.
Im Zentrum stehen der Wandel zu hybriden Dienstleistungsgeschäften, die theoretische Konzeption der Lebenszykluskostenrechnung und deren praktische Anwendung durch spezifische Controlling-Instrumente.
Das Ziel ist die Ermittlung der Wirtschaftlichkeit hybrider Leistungsbündel sowie die Identifikation von Wegen zur frühzeitigen Beeinflussung der Lebenszykluskosten.
Die Arbeit nutzt die Lebenszykluskostenrechnung als Analyseinstrument und integriert ergänzende Methoden wie Target Costing, Prozesswertanalyse und Service-Blueprinting zur fundierten Entscheidungsunterstützung.
Der Hauptteil analysiert die Anwendungsvoraussetzungen bei hybriden Bündeln, die spezifische Ausgestaltung der Rechnung, die Planung von Kosten und Erlösen sowie Kontrollmechanismen für die prognostizierten Daten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lebenszykluskostenrechnung, hybride Leistungsbündel, Kostenmanagement und Prozessorientierung geprägt.
Da in der frühen Entwicklungsphase bereits 70-80 % der Kosten festgelegt werden, ist eine frühzeitige Beeinflussung essenziell, um negative wirtschaftliche Auswirkungen in späteren Lebenszyklusphasen zu vermeiden.
Sie wird gefordert, um den hohen Gemeinkostenanteil bei hybriden Leistungsbündeln verursachungsgerecht zu verteilen, da herkömmliche Zuschlagskalkulationen hier an ihre Grenzen stoßen.
Es handelt sich um die strategische Erhöhung von Anfangskosten (z.B. in der Forschung & Entwicklung), um im weiteren Lebenszyklus deutlich höhere Einsparungen bei den Folgekosten zu realisieren.
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