Examensarbeit, 2007
135 Seiten, Note: 1,0
Teil A Allgemeine Grundlagen integrativer Arbeit
1. Sprachbehinderung und Integration
1.1 Begriffsverständnis von Integration
1.2 Sprach- und Kommunikationsstörung
1.3 Verständnis einer integrativen Sprach- und Kommunikationsförderung
1.4 Kriterien zur Überprüfung der Qualität von Sprachförderung
2. Rahmenbedingungen schulischer Integration
2.1 Bildungspolitische Grundlagen der Integration
2.2 Rechtliche Rahmenbedingungen in Bremen
2.3 Strukturelle Anforderungen
2.3.1 Aspekte des integrativen Unterrichts
2.3.2 Klassenfrequenz
2.3.3 Organisationsformen
2.3.4 Leistungsbewertung
2.3.5 Räumliche und materielle Anforderungen
2.4 Personelle Anforderung
2.4.1 Kommunikative Kompetenzen
2.4.2 Kooperationsbereitschaft und –fähigkeit
2.4.3 Die veränderte Rolle des Regel- und Sonderpädagogen
Teil B Praktische Erkundung - Darstellung der aktuellen Situation integrativer Arbeit im Förderschwerpunkt Sprache in Bremen / eine Analyse, inwieweit theoretische Ausarbeitungen in die reale pädagogische Arbeit einfließen
3. Entwicklung der Untersuchungsinstrumente Experteninterview durch Leitfaden gestützt - und standardisierter Fragebogen
3.1 Verfahren und Erkenntnisgewinn „standardisierter Fragebogen“
3.1.1 Auswahl der Informanten „standardisierter Fragebogen“
3.1.2 Durchführung der Befragung mittels standardisiertem Fragebogen
3.1.3 Auswertung der Daten aus der E-Mail-Befragung
3.2 Verfahren und Erkenntnisgewinn „Experteninterview – leitfadengestützt“
3.2.1 Auswahl der Informanten „Experteninterview – leitfadengestützt“
3.2.2 Durchführung der Experteninterviews
3.2.3 Auswertung der Daten aus den Experteninterviews
3.2.3.1 Inhaltliche Zusammenfassung der Experteninterviews nach Lütje-Klose
1. Sonderpädagogin
2. Sonderpädagogin
3. Sonderpädagogin
3.2.3.2 Vergleich der Aussagen der Experten aus den Interviews
4. Ergebnisse der empirischen Untersuchung - eine Zusammenfassung
4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse der Befragung mittels standardisiertem Fragebogen und entsprechende Schlussfolgerungen für die integrative Arbeit an den Grundschulen Bremens
4.2 Zusammenfassung der Ergebnisse der Datenanalyse der Experteninterviews
5. Allgemeine Probleme während der Untersuchung
6. Konsequenzen für die integrative Arbeit im Förderschwerpunkt Sprache in den Grundschulen Bremens entsprechend den empirisch belegten Defiziten
7. Ausblick – Im Hinblick auf integrative Arbeit im Förderschwerpunkt Sprache an den Grundschulen Bremens und im Bezug auf zukünftige Untersuchungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Umsetzung theoretischer Grundlagen in die Praxis der integrativen pädagogischen Arbeit im Förderschwerpunkt Sprache an Bremer Grundschulen. Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie diese Konzepte in den realen Arbeitsalltag einfließen, wobei die Forschungsfrage darauf fokussiert, wie die integrative Arbeit in Bremen konkret gestaltet wird und welche Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis existieren.
1.1 Begriffsverständnis von Integration
Grundlegend habe ich festgestellt, dass der Begriff Integration in der Literatur und im all täglichen Sprachgebrauch ein vielseitig angewandter Begriff ist, der in den verschiedensten Zusammenhängen und mit den unterschiedlichsten Bedeutungen benutzt wird. Jeder der sich mit dem Begriff auseinandergesetzt hat, sieht in den verschiedenen Aspekten des Be griffs seinen eigenen Schwerpunkt.
„Das Verb „integrieren“ findet vom 18. Jahrhundert, zunehmend dann im 20. Jahrhundert Eingang in den Sprachschatz: zunächst in der Philosophie, dann in verschiedenen Bedeutungsschattierungen, in zahlreichen Wissenschaftsbereichen“ (Kobi 1999, S.71). In seinem Aufsatz „Was ist Integration? Analyse eines Begriffs“ gibt Kobi hierzu einen Überblick zum Bedeutungswandel.
Des Weiteren beschreibt er Integration in Form von Gegensatzpaaren:
• Prozess versus Zustand
• Methode versus Ziel
• Individuale versus soziale Angelegenheit
• Vorgabe versus Aufgabe
• Parzellierbare versus ganzheitliche Daseinsform
• Struktur versus Wert
• Intentionale versus koexistenzielle Lebens- und Daseinsgestaltung
(vgl. Kobi 1999, S.75-78).
1. Sprachbehinderung und Integration: Definition zentraler Begriffe wie Integration und Sprachstörung vor dem Hintergrund systemischer und konstruktivistischer Ansätze.
2. Rahmenbedingungen schulischer Integration: Darstellung bildungspolitischer und struktureller Voraussetzungen sowie Anforderungen an den Unterricht und das pädagogische Personal.
3. Entwicklung der Untersuchungsinstrumente Experteninterview durch Leitfaden gestützt - und standardisierter Fragebogen: Beschreibung der angewandten qualitativen und quantitativen Erhebungsmethoden zur Datengewinnung in Bremer Grundschulen.
4. Ergebnisse der empirischen Untersuchung - eine Zusammenfassung: Analyse der gewonnenen Daten aus den Fragebögen und Interviews hinsichtlich der Praxis der integrativen Arbeit.
5. Allgemeine Probleme während der Untersuchung: Reflexion über methodische Schwierigkeiten, wie die Identifikation geeigneter Experten und die Zurückhaltung der Lehrkräfte.
6. Konsequenzen für die integrative Arbeit im Förderschwerpunkt Sprache in den Grundschulen Bremens entsprechend den empirisch belegten Defiziten: Formulierung von Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der integrativen Praxis basierend auf den erhobenen Defiziten.
7. Ausblick – Im Hinblick auf integrative Arbeit im Förderschwerpunkt Sprache an den Grundschulen Bremens und im Bezug auf zukünftige Untersuchungen: Fazit und Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen des Integrationsprozesses hin zu einer inklusiven Schule.
Integration, Sprachförderung, Sonderpädagogik, Grundschule, Sprachbehinderung, Kooperation, Inklusion, Förderkonzept, Teamarbeit, Diagnostik, Bremen, Unterrichtsentwicklung, Rahmenbedingungen, Schulentwicklung, Förderzentrum.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der aktuellen Situation und der praktischen Umsetzung von integrativer pädagogischer Arbeit im Förderschwerpunkt Sprache an Grundschulen in Bremen.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Integration, die strukturellen und personellen Rahmenbedingungen in Schulen sowie die Analyse, ob theoretische Konzepte in der Praxis Anwendung finden.
Die Forschungsfrage lautet: Wie sieht die integrative Arbeit im Förderschwerpunkt Sprache in Bremen aus und inwieweit fließen theoretische Ausarbeitungen in die reale pädagogische Praxis ein?
Es wird eine Kombination aus quantitativer Befragung mittels standardisierter Fragebögen und qualitativer Erhebung durch leitfadengestützte Experteninterviews verwendet (Triangulation).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der Integrationspädagogik und die empirische Darstellung der Praxis, wobei die Arbeitswelten von Sonderpädagogen detailliert untersucht werden.
Integration, Sprachförderung, Sonderpädagogik, Kooperation, Schulentwicklung und Förderdiagnostik sind maßgebliche Begriffe, die den Kern der Arbeit definieren.
Die Experten beurteilen die personellen Ressourcen als unzureichend; sie fordern insbesondere mehr Lehrerstunden und eine konsequentere Doppelbesetzung im Unterricht.
Kooperation wird als unverzichtbare Voraussetzung für den Erfolg integrativer Arbeit angesehen, wobei jedoch die praktische Ausgestaltung oft als mangelhaft oder von Unsicherheiten geprägt beschrieben wird.
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