Bachelorarbeit, 2018
76 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Gesellschaftlicher Druck auf das Rentensystem
2.1 Demografischer Wandel
2.2 Verhältnis Erwerbstätige zu Rentenempfänger
2.3 Sinkende Beschäftigungsjahre
2.4 Wandel am Arbeitsmarkt
2.5 Sinkendes Leistungsniveau der gesetzlichen Rente
3 Finanzpolitisches Umfeld
3.1 Entwicklung der Leitzinsen
3.2 Ankaufprogramm der EZB
3.3 Wachsende Inflation
4 Auswirkungen auf den Sparer
4.1 Kaufkraftverlust der Bevölkerung
4.2 Struktur des Geldvermögens der Privathaushalte
4.3 Geringe Zinsen auf Spareinlagen
4.4 Rentenlücke im Alter
5 Zusätzliche Altersvorsorge
5.1 Versicherungen
5.2 Riester Rente
5.3 Rürup Rente
5.4 Die betriebliche Altersversorgung
6 Ausgewählte Anlageklassen zur Altersvorsorge
6.1 Anleihen
6.2 Aktien
6.3 Aktienfonds
6.4 Indexfonds
6.5 Steuerliche Behandlung von Kapitalerträgen
7 Wege aus dem Niedrigzinsumfeld
7.1 Kein alleiniger Verlass auf die gesetzliche Rente
7.2 Frühzeitiges Ansparen zur Nutzung des Zinseszinseffektes
7.3 Wandlung zum risikofreudigeren Anleger
7.4 Kombination zum langfristigen Vermögensaufbau
7.4.1 Nutzung starrer staatlicher Altersvorsorgeprodukte
7.4.2 Nutzung flexibler Sparpläne
8 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Herausforderung der privaten Altersvorsorge in Deutschland unter den Bedingungen eines anhaltenden Niedrigzinsumfelds. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie junge Berufseinsteiger trotz sinkender Leistungen der gesetzlichen Rente und inflationsbedingter Kaufkraftverluste durch eine gezielte Anlagestrategie einen angemessenen Lebensstandard im Alter sichern können.
6.1 Anleihen
Festverzinsliche Wertpapiere wie Staats- und Unternehmensanleihen sind bei den deutschen Sparern sehr beliebt. Dem Anleger bieten diese Papiere klare Rendite- und Rückzahlungsmodalitäten. Anleihen besitzen eine hohe Liquidität, da diese Produkte börsentäglich gehandelt und somit jederzeit veräußert werden können. Aber auch bei diesen Produkten ist die Anlage nicht zu 100 Prozent sicher. Die Funktionsweise von Anleihen, auch Bonds oder Rentenpapiere genannt, wird folgend untersucht. Ein Staat oder Unternehmen leiht sich auf eine bestimmte Zeit Geld über den Kapitalmarkt bei einem Anleger oder Gläubiger. Diese so genannten Schuldverschreibungen besitzen einen festen Nominalzins, der jährlich als Zinszahlung bezahlt wird. Dabei ist der Ausgabepreise festgelegt und die Rückzahlung entspricht dem Nennwert der Papiere. Während der Laufzeit an der Börse kann der Gläubiger die Anleihe handeln. Anleihen sind ein klassisches Instrument, um Fremdkapital ohne Bereitstellung zusätzlicher Sicherheiten zu beschaffen. Somit entstand in der Vergangenheit ein riesiger weltweiter Bondmarkt.
Alleine bei deutschen Bundeswertpapieren wechseln an einem durchschnittlichen Handelstag 20 Milliarden Euro den Besitzer. Derzeit befinden sich zehnjährige Bundesanleihen im Wert von fast 500 Milliarden Euro im Umlauf. Pro Jahr wird ein Volumen von etwa 2,6 Billionen Euro gehandelt. Hauptabnehmer von deutschen Staatsanleihen sind Versicherer und Pensionsfonds. Diese sind gesetzlich verpflichtet, einen Teil ihrer Gelder in Staatsanleihen anzulegen. Bundesanleihen gelten weltweit als sicheres Anlageinstrument und werden in Krisenzeiten zum Kapitalerhalt stark nachgefragt. Jedoch sinkt mit der weltweiten Nachfrage die Rendite kontinuierlich. Geschuldet dem niedrigen Zinsniveau in der EU notierte die 10-jährige Bundesanleihe am 14.06.2016 zum ersten Mal in ihrer Geschichte mit 0,003 Prozent im Minus. Somit zahlt der Anleger für die Sicherheit, Geld an den deutschen Staat zu leihen, drauf. Durch diese Situation verliert nicht nur der Anleger Geld, auch Versicherungspolicen werden durch eine Rendite im Minusbereich uninteressant.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Altersvorsorge ein und hinterfragt das Versprechen der Sicherheit der gesetzlichen Rente unter Berücksichtigung demografischer und wirtschaftlicher Herausforderungen.
2 Gesellschaftlicher Druck auf das Rentensystem: Dieses Kapitel thematisiert den demografischen Wandel sowie die veränderten Arbeitsmarktbedingungen, die das Umlageverfahren der Rentenversicherung zunehmend destabilisieren.
3 Finanzpolitisches Umfeld: Hier werden die Auswirkungen der EZB-Nullzinspolitik und des Wertpapierankaufprogramms auf die Zinslandschaft und die Inflation erläutert.
4 Auswirkungen auf den Sparer: Das Kapitel analysiert den schleichenden Kaufkraftverlust des Geldvermögens und definiert die Rentenlücke als zentrales Versorgungsproblem der jüngeren Generation.
5 Zusätzliche Altersvorsorge: Es erfolgt eine detaillierte Bewertung verschiedener Vorsorgeoptionen wie Lebensversicherungen, Riester- und Rürup-Rente sowie der betrieblichen Altersversorgung.
6 Ausgewählte Anlageklassen zur Altersvorsorge: Dieses Kapitel analysiert theoretische Grundlagen und Funktionsweisen von Anleihen, Aktien, Aktienfonds und Indexfonds als Instrumente zur langfristigen Renditeerzielung.
7 Wege aus dem Niedrigzinsumfeld: Es werden Handlungsempfehlungen für junge Anleger gegeben, die den Fokus auf den Zinseszinseffekt, Diversifikation und den Aufbau flexibler Sparpläne legen.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit für junge Generationen zusammen, eigenverantwortlich mittels Aktien und Indexfonds für das Alter vorzusorgen, da die gesetzliche Rente allein nicht ausreicht.
Altersvorsorge, gesetzliche Rente, Rentenlücke, Niedrigzinsumfeld, EZB, Inflation, Aktienanlage, Indexfonds, ETFs, Rendite, Zinseszinseffekt, Riester-Rente, Rürup-Rente, betriebliche Altersversorgung, Diversifikation.
Die Arbeit untersucht, wie junge Berufseinsteiger in Deutschland angesichts eines schwierigen Rentensystems und des Niedrigzinsumfelds eigenverantwortlich für das Alter vorsorgen können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse des demografischen Wandels, der Auswirkungen der EZB-Geldpolitik auf Sparer, der staatlich geförderten Altersvorsorge und der Bedeutung von Aktien und Indexfonds für den langfristigen Vermögensaufbau.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines sinnvollen Weges für junge Menschen, um neben der gesetzlichen Rente ein Vermögen aufzubauen, das den Lebensstandard im Alter absichert.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung statistischer Daten, Renditeberechnungen und Prognosen staatlicher und finanzwirtschaftlicher Institutionen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rentenproblematik, die Untersuchung des Zinsumfelds, die kritische Bewertung gängiger Vorsorgeprodukte und die theoretische Fundierung verschiedener Anlageklassen.
Zentrale Begriffe sind Altersvorsorge, gesetzliche Rente, Rentenlücke, Niedrigzinsumfeld, Aktienanlage und Indexfonds.
Der Autor argumentiert, dass das Umlageverfahren aufgrund des demografischen Wandels und sinkender Beitragszahlerzahlen unter Druck steht, was zu einem stetig sinkenden Rentenniveau führt.
ETF-Sparpläne bieten Kostenvorteile, Transparenz, Flexibilität und eine breite Diversifikation, was sie besonders für langfristiges, eigenverantwortliches Sparen attraktiv macht.
Lebensversicherungen werden kritisch gesehen, da sie in Zeiten niedriger Zinsen kaum attraktive Renditen erwirtschaften und oft mit hohen Abschluss- und Verwaltungskosten belastet sind.
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