Masterarbeit, 2018
86 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 IPO – Initial Public Offering
2.1 Der Gang an die Börse
2.2 Motive eines Börsengangs
2.2.1 Kapitalbeschaffung
2.2.2 Spin-Off
2.2.3 Unternehmensnachfolge
2.2.4 Reputationsgewinn
2.3 Preisfindungsverfahren beim IPO
2.3.1 Bookbuilding-Verfahren
2.3.2 Festpreisverfahren
3 Underperformance von IPOs und Erklärungsansätze
3.1 Phänomen der IPO-Underperformance
3.2 Potenzielle Ursachen
3.2.1 Divergence of Opinion
3.2.2 Small-Firm-Effekt
3.2.3 Window Dressing
3.2.4 Windows of Opportunity
3.3 Hypothesenbildung
4 Datenbasis und Methodik der quantitativen Analyse
4.1 Datengrundlage
4.2 Definition der Variablen
4.2.1 Spezifikation der Zielvariable
4.2.2 Emissionsspezifische Werte
4.2.3 Leistungskennzahlen
4.2.4 Unternehmenstypologische Daten
4.3 Methodisches Vorgehen
4.4 Lineare Regressionsdiagnostik
4.4.1 Güte der Kleinste-Quadrate-Schätzung
4.4.2 Nichtlinearität
4.4.3 Erwartungswert der Residuen
4.4.4 Autokorrelation
4.4.5 Heteroskedastizität
4.4.6 Multikollinearität
4.4.7 Normalverteilung der Residuen
5 Darstellung der Untersuchungsergebnisse
5.1 Analyse der empirischen Underperformance
5.2 Untersuchung möglicher Einflussfaktoren
5.3 Ableitung eines Prognosemodells zur IPO-Performance
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Master-Thesis analysiert das Phänomen der „Long-run Underperformance“ bei Börsengängen (IPOs) an der Frankfurter Börse im Zeitraum von 2005 bis 2014, um empirisch zu prüfen, ob IPO-Unternehmen gegenüber einer Benchmark schlechter performen und welche Einflussfaktoren (Determinanten) für diese Underperformance verantwortlich sind.
3.1 Phänomen der IPO-Underperformance
Neben dem Phänomen des IPO-Underpricings, bei dem der erste Kurs einer Aktie am Sekundärmarkt signifikant über ihrem Emissionspreis liegt, existiert in der empirischen Praxis ein weiterer regelmäßiger Effekt hinsichtlich der IPO-Performance. Während das Underpricing die kurzfristige Performance einer Aktienemission betrachtet, widmet sich der als IPO-Underperformance bezeichnete Effekt der mittelfristigen Performance im Zeitraum von ein bis fünf Jahren nach dem Emissionsstichtag.
In verschiedenen empirischen Untersuchungen wurde hinsichtlich der mittelfristigen Rendite von IPOs festgestellt, dass diese unabhängig vom Betrachtungszeitraum und dem gewählten Kapitalmarkt regelmäßig signifikant schlechter ausfällt als die Rendite vergleichbarer Benchmarks oder Peer-Group-Unternehmen, die bereits längere Zeit an der Börse gelistet sind.
Gemäß dem Capital-Asset-Pricing-Modell (CAPM) wäre hingegen anzunehmen, dass die in der Regel risikoreicheren IPOs ihrem Investor eine Risikoprämie vergüten, die über derer etablierter Aktiengesellschaften liegt. Nach dem CAPM richtet sich die Gesamtrendite einer Anlage nach dem der Anlage innewohnenden Risiko.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema IPOs ein, beschreibt das Phänomen des Underpricings sowie die Long-run Underperformance und definiert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2 IPO – Initial Public Offering: Das Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund von Börsengängen, die zentralen Motive für Unternehmen sowie die in Deutschland gängigen Preisfindungsverfahren.
3 Underperformance von IPOs und Erklärungsansätze: Hier wird das Phänomen der IPO-Underperformance wissenschaftlich hergeleitet und relevante theoretische Erklärungsansätze werden zur Ableitung der Hypothesen diskutiert.
4 Datenbasis und Methodik der quantitativen Analyse: Dieses Kapitel stellt die Datengrundlage der 151 untersuchten IPOs dar, definiert die Variablen und begründet die methodische Vorgehensweise mittels linearer Regression.
5 Darstellung der Untersuchungsergebnisse: Hier werden die empirischen Analysen ausgewertet, die Ergebnisse mit den Hypothesen abgeglichen und ein Prognosemodell für die IPO-Performance abgeleitet.
6 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit sowie die Beantwortung der zentralen Forschungsfrage zusammen.
IPO, Initial Public Offering, Underperformance, Frankfurter Börse, Aktienmarkt, Regressionsanalyse, Bookbuilding, Underpricing, Small-Firm-Effekt, Divergence of Opinion, Performance, Finanzierung, DAX, Determinanten, Börsengang
Die Arbeit untersucht das Phänomen der mittelfristigen Underperformance von Unternehmen nach einem Börsengang (IPO) an der Frankfurter Börse im Vergleich zu einer Markt-Benchmark.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Motive von IPOs, die Analyse theoretischer Erklärungsmodelle für Underperformance (wie Small-Firm-Effekt oder Window Dressing) sowie die quantitative Überprüfung dieser Theorien am deutschen Markt.
Die Forschungsfrage lautet, ob und durch welche spezifischen Faktoren (Determinanten) die Höhe der Underperformance deutscher IPOs beeinflusst wird.
Es wird eine quantitative Datenanalyse durchgeführt, wobei eine multiple lineare Regression zur Identifikation und Gewichtung signifikanter Einflussfaktoren verwendet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Vorstellung der Datenbasis und Methodik sowie die empirische Darstellung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie IPO, Underperformance, Frankfurter Börse, Regressionsanalyse und Small-Firm-Effekt charakterisieren.
In dieser Arbeit wird das Book-to-Market-Verhältnis als Proxy für die Nachfrage der Investoren verwendet, um zu analysieren, wie sich eine hohe Nachfrage bei Emission auf die spätere Performance auswirkt.
Der Autor stellt fest, dass das entwickelte Modell zwar statistisch signifikant ist und vergangenheitsorientierte Determinanten wie das Unternehmensalter oder das Book-to-Market-Verhältnis gut einbezieht, die Erklärungskraft jedoch nicht für präzise Zukunftsprognosen ausreicht.
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