Masterarbeit, 2015
89 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema „Evidenz“ in sozialen Aushandlungsprozessen im Kontext von ambulant betreuten Wohnens für Menschen mit Behinderung. Ziel ist es, die Bedeutung von „Evidenz“ im Rahmen sozialer Dienstleistungen zu beleuchten und die Spannungsfelder zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und lebensweltlichen Bezügen aufzuzeigen.
Die Einleitung führt in die Thematik „Evidenz“ in sozialen Aushandlungsprozessen ein und skizziert die Relevanz des Themas im Kontext des aktuellen Sozialstaatsdiskurses. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem Wohlfahrtspluralismus und den Herausforderungen der Ökonomisierung im Sozialwesen. Es werden verschiedene Modelle der Wohlfahrtsstaatlichkeit sowie die Bedeutung von „Effizienz“ und „Effektivität“ im Rahmen der Sozialen Arbeit diskutiert. Das zweite Kapitel beleuchtet die Evidenzdebatte im Gesundheits- und Sozialwesen, fokussiert auf das Konzept der Evidenzbasierten Medizin und die Bedeutung von „Gültigem Wissen“ und „Professionalität“ in sozialen Aushandlungsprozessen. Es werden verschiedene Evidenztypen vorgestellt und die Herausforderungen der Implementation von „Evidenz“ in der Praxis diskutiert. Das dritte Kapitel befasst sich mit den Implikationen eines Motivs Evidenzbasierter Praxis in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung. Es werden die Besonderheiten des Erbringungsverhältnisses sozialer Dienstleistungen im Kontext der Behindertenhilfe beleuchtet, sowie die Rolle von Case Management und die Bedeutung von lebensweltlichen Bezügen in der Praxis hervorgehoben.
Evidenz, Wohlfahrtspluralismus, sozialer Aushandlungsprozess, Evidenzbasierte Praxis, Eingliederungshilfe, Behindertenhilfe, Professionalität, Partizipation, Dienstleistung, Lebenswelt, Ethische Entscheidungskriterien, Selbsthilfe.
Es ist der Ansatz, pädagogische und soziale Maßnahmen auf gesichertes wissenschaftliches Wissen zu stützen, statt nur auf Tradition oder Erfahrung (Eminenz).
Ein Modell, bei dem soziale Leistungen durch ein Zusammenspiel von Staat, Markt, Familie und gemeinnützigen Organisationen (Dritter Sektor) erbracht werden.
Echte Evidenz erfordert die Einbeziehung der Präferenzen der Betroffenen (Menschen mit Behinderung), um eine passgenaue und wirksame Hilfe zu gestalten.
Ein Befähigungsmodell, das darauf abzielt, die tatsächlichen Möglichkeiten eines Menschen zu erweitern, ein selbstbestimmtes Leben nach seinen Vorstellungen zu führen.
Sie erhöht den Legitimationsdruck und fordert den Nachweis von Effizienz und Effektivität, was jedoch oft im Spannungsfeld zu individuellen Bedürfnissen steht.
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