Magisterarbeit, 2006
205 Seiten, Note: 1,0
Die Magisterarbeit analysiert die Selbstdarstellung nicht-prominenter Personen in der Talkshow "Oliver Geissen Show". Der Fokus liegt auf der Erforschung der Strategien und Mechanismen der Selbstpräsentation, die diese Personen in der ungewohnten Situation eines Fernsehauftritts anwenden. Die Arbeit untersucht, wie nicht-prominente Personen ihre Identität und ihre Selbstdefinition in einem öffentlichen und medial gesteuerten Kontext kommunizieren.
Kapitel 2 beleuchtet die theoretischen Grundlagen der Selbstdarstellung, ausgehend vom symbolischen Interaktionismus und der Entwicklung von Identität. Es werden die Konzepte von face und der dramaturgischen Eindruckssteuerung vorgestellt, die die Strategien der Selbstdarstellung in sozialen Interaktionen erklären. Kapitel 3 beschäftigt sich mit der Talkshow als Genre, dem unprominenten Gast und den verschiedenen Gesprächssorten, die in dieser Sendeform vorkommen. Kapitel 3.4 beinhaltet die Analyse von Transkripten aus der "Oliver Geissen Show", wobei das Kommunikationsverhalten von verschiedenen Teilnehmerinnen untersucht und die eingesetzten Strategien der Selbstdarstellung herausgearbeitet werden.
Selbstdarstellung, Identitätsentwicklung, Symbolischer Interaktionismus, Talkshow, "Oliver Geissen Show", unprominente Personen, Gesprächssorten, Streitgespräch, Scherzkommunikation, verbale und nonverbale Strategien, face, dramaturgisches Modell der Eindruckssteuerung.
Motive können der Wunsch nach öffentlicher Aufmerksamkeit, die Mitteilung einer besonderen persönlichen Geschichte oder die Verteidigung eigener Ansichten sein.
Während Prominente Medienroutine besitzen und oft nur eine Fassade zeigen, verhalten sich Nicht-Prominente in der Öffentlichkeit tendenziell ähnlicher wie im privaten Alltag, oft geprägt durch Nervosität.
Der „face“-Begriff beschreibt das positive soziale Bild, das eine Person in einer Interaktion von sich selbst vermitteln möchte und das sie vor „Gesichtsverlust“ schützen will.
Streitgespräche sind ein zentrales Element, in dem Gäste durch verbale Strategien versuchen, ihre Position zu behaupten und den Gegner abzuwerten.
Dieses Modell sieht soziales Handeln als eine Art Theateraufführung, bei der Individuen versuchen, durch gezielte Selbstdarstellung einen bestimmten Eindruck beim Publikum zu erzeugen.
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