Masterarbeit, 2018
150 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung /Inhaltsbeschreibung
1.1. Beschreibung der Ausgangslage
1.2. Gesellschaftsdiagnostische Gedanken
2. Grundlagen für Werte und Normen in der Gesellschaft
2.1. Begriffserläuterungen/ Herleitungen für Werte und Normen
2.2. Wie entstehen Werte?
2.3. Werten in unserer Gesellschaft
2.4. Wertewandel und Werteverfall, Ursachen und Handlungsideen
2.5. Auswirkungen des Wertewandels
2.6. Idee für einen beteiligenden Willensbildungsprozess am Beispiel der Schule X
3. Demokratie/Demokratieverständnis und theoretische Grundlagen
3.1. Geschichte/ Begriffsbestimmungen/ Definitionen
3.2. Gleichgültigkeit als Beitrag zur Gestaltung der Gesellschaft
3.3. Gestaltung von Demokratie mit jungen Menschen als Herausforderung
3.4. Demokratiebefähigung junger Menschen
3.5. Demokratie als Lebensform am Bildungsort Schule, eine Utopie?
4. Politische Bildung - Grundlagen, Ziele und Aufgaben
5. Partizipation
5.1. Begriffsbestimmungen/ Definitionen/ Partizipationsmodelle
5.2. Finanzierungsdynamik in einem partizipativen Wertedialog
5.3. Partizipationsbarrieren
5.4. Theoretische Zusammenhänge zur Lebensweltorientierung
6. Das Interventionsprojekt ‚DENK - MAL - WERTE‘
6.1. Geschichte des Projektes
6.2. Konzept und Projektbeschreibung
6.3. Ziele des Projektes
7. Forschungsanteil und Datenerhebung
7.1. Zielsetzung der Untersuchung
7.2. Vorgehensweise und Methoden
7.3. Auswertung der Daten
7.4. Zielerreichung, Präsentation der Daten
8. Fazit und Ausblicke
9. Handlungsempfehlungen für Partizipation in der politischen Bildungsarbeit
10. Fachtag an der KHSB
Die Arbeit untersucht, wie durch partizipative Projekte in der politischen Bildungsarbeit an Schulen – beispielhaft dargestellt am Projekt ‚DENK - MAL - WERTE‘ – Wertekompetenz bei Jugendlichen gefördert und demokratische Beteiligungsprozesse nachhaltig im Schulalltag verankert werden können. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie junge Menschen trotz Politikverdrossenheit für demokratische Mitbestimmung begeistert und befähigt werden können.
3.1. Geschichte/ Begriffsbestimmungen/ Definitionen
Der Ursprung der Demokratie entstand ca. 500 - 429 v. Chr. als neues Gesellschaftssystem. In früheren Zeiten wurden Gesellschaften meist von mächtigen und patrialistischen Anführern, Tyrannen oder Königen regiert. Im alten Griechenland entstand nun jedoch ein System das von der Gleichheit und Freiheit aller Bürger*innen als Lebens- und Staatsform ausgeht. Als Grundverständnis wurde von einer Volksvertretung ausgegangen, die sich Demokratia nannte und ‚Herrschaft‘ (kratia) und ‚des Volkes‘ (demos) bedeutet. Die Verfassung, die wir haben [...] heißt Demokratie, weil der Staat nicht auf wenige Bürger, sondern auf die Mehrheit ausgerichtet ist." So definierte der griechische Staatsmann Perikles (circa 500 - 429 v. Chr.) die Demokratie im Athen seiner Zeit.
In dieser damaligen direkten Demokratie wählten die Bürger*innen keine Vertreter*innen bzw. Repräsentant*innen, die Entscheidungen bzw. Aushandlungen treffen sollten, sondern stimmten selbst über aktuelle sie betreffende Themen ab. Die Idee der sich entwickelten Demokratie leitete nun aus der Freiheit und Gleichheit aller Bürger*innen die Forderung ab, das auf Grundlage einer Verfassung die gewählten Volksvertreter*innen nach dem Willen des Volkes zu agieren und zu regieren haben (ebd.).
Die Verfassung beschreibt und manifestiert u. a. die Hauptaufgaben der staatlichen Machtgestaltung. Diese unterteilt sich in einer Demokratie auf die Gesetzgebung, genannt Legislative, die öffentliche Verwaltung, als Exekutive bezeichnet und die Rechtsprechung als Judikative benannt. Die gebildete Regierung bzw. das Parlament ist die gesetzgebende Gewalt (Legislative) eines Landes und entwickelt und beschließt aus aktuellen Bedarfen heraus Gesetzentwürfe und Gesetze. Aufgabe der von der Regierung unabhängigen Justiz (Judikative) ist es diese Gesetze auszulegen und Recht zu sprechen, indem sie die Judikative auf verfassungsrechtlicher Grundlage Urteile fällt. Die öffentliche Verwaltung (Exekutive) sorgt dafür, dass die Gesetze ausgeführt und eingehalten werden. In aktuellen Debatten der heutigen Zeit, wird oft von einem vierten Organ der Machtausübung gesprochen. Hier wird den öffentlichen Medien eine Rolle in der Demokratie zugeschrieben, die parteienübergreifende Berichterstattungen gewährleisten und allumfassend und für alle verständlich informieren sollen (ebd.).
1. Einleitung /Inhaltsbeschreibung: Einführung in die Motivation und Zielsetzung der Arbeit, die sich auf das Konzept eines "Wertedialogs" in der Sozialen Arbeit stützt.
2. Grundlagen für Werte und Normen in der Gesellschaft: Untersuchung der Entstehung und Bedeutung von Werten sowie des gesellschaftlichen Wertewandels im Kontext der Sozialen Arbeit.
3. Demokratie/Demokratieverständnis und theoretische Grundlagen: Theoretische Auseinandersetzung mit Demokratiemodellen, wobei der Fokus auf einer partizipatorischen Demokratie als Lebensform am Bildungsort Schule liegt.
4. Politische Bildung - Grundlagen, Ziele und Aufgaben: Darstellung der Anforderungen an eine didaktisch fundierte politische Bildungsarbeit, die mündige und urteilsfähige Demokrat*innen fördert.
5. Partizipation: Vertiefte theoretische und praktische Analyse von Partizipationsmodellen und deren Bedeutung für die Soziale Arbeit und Schule.
6. Das Interventionsprojekt ‚DENK - MAL - WERTE‘: Konkrete Vorstellung des Projektmodells, seiner Phasen und seiner innovativen Ansätze zur Wertevermittlung.
7. Forschungsanteil und Datenerhebung: Erläuterung des empirischen Teils der Arbeit, inklusive Zielsetzung, Vorgehensweise und Auswertung der erhobenen Projektdaten.
8. Fazit und Ausblicke: Synthese der Ergebnisse mit einem persönlichen Ausblick auf die Weiterentwicklung der Projektidee in der Sozialen Arbeit.
9. Handlungsempfehlungen für Partizipation in der politischen Bildungsarbeit: Zusammenstellung praktischer Umsetzungsstrategien für eine qualitätsgerechte Partizipation.
10. Fachtag an der KHSB: Ankündigung und Kontextualisierung eines Fachtags zur Auswertung und weiteren Diskussion des Projektes.
Partizipation, politische Bildung, Wertevermittlung, Demokratie, Schule, Sozialraumorientierung, Jugendhilfe, Wertekompetenz, Mitbestimmung, Demokratiebefähigung, Interventionsprojekt, Wertedialog, Gesellschaftsdiagnose, Partizipationspyramide, Willensbildung
Die Masterthesis befasst sich mit der Bedeutung von Partizipation in der politischen Bildungsarbeit, speziell an Schulen, und präsentiert ein konkretes Interventionsprojekt als Modell.
Die zentralen Themen sind Werteentwicklung, Demokratie als gelebte Lebensform, politische Bildung und die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Förderung von Mitbestimmung.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie durch beteiligende Projekte die Wertekompetenz junger Menschen gestärkt und ihr Interesse an demokratischen Aushandlungsprozessen geweckt werden kann.
Die Arbeit nutzt einen praxisorientierten Forschungsansatz, der empirische Daten mittels Befragungen und teilnehmender Beobachtung in verschiedenen Schulen auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Werte, Demokratie, Partizipation) und die detaillierte Beschreibung sowie Evaluation des Projekts ‚DENK - MAL - WERTE‘.
Zu den Schlüsselwörtern zählen Partizipation, Wertekompetenz, Demokratiebefähigung, Jugendhilfe und politische Bildungsarbeit.
Das Projekt setzt auf spielerische, lebensweltnahe Methoden und schafft eigene Erfahrungsräume (wie den Bau von Denkmalen), statt rein theoretisch-schulisches Wissen zu vermitteln.
Die Schule wird nicht nur als Wissensvermittlungsort, sondern als demokratische Lebenswelt betrachtet, in der Schüler*innen durch gelebte Partizipation soziale und demokratische Kompetenzen erwerben.

