Bachelorarbeit, 2019
40 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG UND FRAGESTELLUNG
2 BESTIMMUNG DES ENERGIEBEDARFS
3 ALLGEMEINE EMPFEHLUNGEN BEI MUKOVISZIDOSE
3.1 ERNÄHRUNGSTHERAPIE
3.2 SUPPLEMENTE
4 ERMITTLUNG DES FINANZIELLEN MEHRBEDARFS BEI MUKOVISZIDOSE
4.1 KOSTEN VON VOLLWERTIGER ERNÄHRUNG
4.2 DER VERBRAUCHERPREISINDEX
4.3 BERECHNUNG DES FINANZIELLEN BEDARFS ANGEPASST AN MUKOVISZIDOSE
4.4 EXTRAKOSTEN BEI SUPPLEMENTEN
5 AKTUALISIERUNG DER EMPFEHLUNG DES DEUTSCHEN VEREINS FÜR PRIVATE UND ÖFFENTLICHE FÜRSORGE
Die Arbeit untersucht den tatsächlichen finanziellen Mehrbedarf für eine vollwertige Ernährung bei Mukoviszidose-Patienten, um zu prüfen, ob die derzeitige staatliche Krankenkostzulage den ernährungsmedizinischen Anforderungen gerecht wird.
3.1 Ernährungstherapie
Die Grundlage der Ernährung bei Mukoviszidose bildet eine ausgewogene gemischte Kost (Stern et al., 2015). Die Vollwerternährung ist eine überwiegend pflanzliche (lacto-vegetabile) Ernährungsform, bei der frische und natürliche, also ernährungsphysiologisch wertvolle Lebensmittel im Fokus stehen (Elmadfa und Leitzmann, 2004, S.618f). Der Zweck ist dabei in erster Linie die Gesundheit zu bewahren, aber auch ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte spielen eine Rolle. Sie basiert auf aktuellen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen und wird von der DGE empfohlen (DGE, 2017). Die Richtwerte für den Anteil an der Gesamtenergiezufuhr von den Hauptnährstoffgruppen betragen bei Kindern mehr als 50% Kohlenhydrate, 30-35% Fett und bis 20% Proteine. Für Erwachsene ist der einzig relevante Unterschied eine Senkung der Fettzufuhr auf 30%.
An dieser Stelle sei die von der DGE empfohlene Menge von mindestens 30g Ballaststoffen am Tag zu erwähnen. Die Nationale Verzehrsstudie II (Max-Rubner-Institut, 2008) kam zu dem Ergebnis, dass der Großteil der Allgemeinbevölkerung diese Empfehlung nicht erreicht. Besonders Mukoviszidosepatienten sollten ausreichend Ballaststoffe in ihren Ernährungsplan einbauen, da diese vor Begleiterscheinungen wie Obstipationen und dem typischen Darmverschluss (Distales intestinales Obstruktionssyndrom) schützen können (Schlüter, 2015).
1 EINLEITUNG UND FRAGESTELLUNG: Einführung in die Mukoviszidose als Erkrankung und Darlegung der Problematik hinsichtlich der Finanzierung einer angemessenen Ernährung durch Sozialleistungen.
2 BESTIMMUNG DES ENERGIEBEDARFS: Erläuterung der physiologischen Grundlagen zur Energiebedarfsberechnung mittels Grund- und Leistungsumsatz sowie spezieller krankheitsbedingter Faktoren.
3 ALLGEMEINE EMPFEHLUNGEN BEI MUKOVISZIDOSE: Darstellung der ernährungstherapeutischen Anforderungen und spezifischer Supplementierungsmöglichkeiten für Patienten.
4 ERMITTLUNG DES FINANZIELLEN MEHRBEDARFS BEI MUKOVISZIDOSE: Praktische Kalkulation der Ernährungskosten basierend auf Datengrundlagen und deren Preisaktualisierung unter Verwendung des Verbraucherpreisindex.
5 AKTUALISIERUNG DER EMPFEHLUNG DES DEUTSCHEN VEREINS FÜR PRIVATE UND ÖFFENTLICHE FÜRSORGE: Diskussion und kritische Bewertung der bestehenden Krankenkostzulage im Vergleich zu den ermittelten tatsächlichen Ausgaben.
Mukoviszidose, Ernährungstherapie, Energiebedarf, Sozialhilfe, Krankenkostzulage, Vollwerternährung, Mehrbedarf, Stoffwechselerkrankung, Verbraucherpreisindex, Supplemente, Mangelernährung, Regelsatz, Lebensunterhalt.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der finanziellen Situation von Mukoviszidose-Patienten, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, und untersucht, ob die staatliche Krankenkostzulage ausreicht, um die notwendige, kostenintensive Ernährung zu finanzieren.
Die zentralen Themen sind die ernährungsmedizinischen Bedürfnisse bei Mukoviszidose, die Kalkulation von Lebensmittelkosten für eine vollwertige Ernährung sowie die sozioökonomischen Aspekte der staatlichen Mindestsicherung in Deutschland.
Ziel ist es, den tatsächlichen finanziellen Mehrbedarf für die spezielle Ernährung bei Mukoviszidose zu ermitteln und diesen mit den offiziellen Empfehlungen des Deutschen Vereins für private und öffentliche Fürsorge zu vergleichen.
Die Arbeit nutzt eine quantitative Analyse basierend auf Literaturrecherchen zu ernährungsmedizinischen Daten und ökonomischen Erhebungen, wobei zur Aktualisierung älterer Preisdaten der offizielle Verbraucherpreisindex (VPI) herangezogen wird.
Der Hauptteil umfasst die Bestimmung des individuellen Energiebedarfs, die Grundlagen der Ernährungstherapie bei Mukoviszidose, die Berechnung der monatlichen Ernährungskosten sowie die methodische Aktualisierung dieser Kosten mittels Inflationsraten.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Mukoviszidose, Krankenkostzulage, Ernährungstherapie und Sozialhilfe definieren.
Die Analyse legt nahe, dass der Mehrbedarf nicht pauschalisiert werden sollte, sondern je nach Alters- und Krankheitsstufe zwischen 15% und 40% des Regelsatzes liegen sollte, statt der bisher angesetzten 10%.
Die Empfehlungen werden als nicht transparent kritisiert, da sie auf pauschalen Erfahrungswerten statt auf spezifischen Modellberechnungen oder aktuellen wissenschaftlichen Studien basieren und den realen Bedarf der Patienten oft unterschätzen.
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