Bachelorarbeit, 2016
85 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Geschichtlicher Abriss
2.2 Geldfunktionen
2.2.1 Zahlungsmittelfunktion
2.2.2 Recheneinheitsfunktion
2.2.3 Wertaufbewahrungsfunktion
2.3 Zahlungsmittel
2.3.1 Bargeld
2.3.2 Sichtguthaben
2.3.3 Elektronisches Geld
2.3.4 Geldersatzmittel
2.4 Kryptowährungen
3 Ausgewählte Chancen und Risiken einer Abschaffung des Bargeldes
3.1 Bessere Kontrolle von Steuerhinterziehungen
3.2 Vermeidung von Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche
3.3 Bezahlvorgang
3.4 Kostenvergleich der Zahlungsinstrumente
3.5 Datenschutz und Anonymität
3.6 Negativzinsen
3.7 Ausgabenkontrolle der privaten Konsumenten
3.8 Krisensicherheit
3.9 Fluchtreaktionen in Alternativen
4 Alternativen für das künftige gesetzliche Zahlungsmittel
4.1 Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung
4.2 Optionen
4.2.1 Rückkehr zum Goldstandard
4.2.2 Vollgeld
4.2.3 Kryptowährungen
4.2.4 Jedermannkonten bei der Zentralbank
4.2.5 Währungswettbewerb privater Banken
4.3 Bewertung
5 Schlussbetrachtungen und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Risiken einer möglichen Abschaffung von Bargeld sowie potenzielle Alternativen für ein künftiges gesetzliches Zahlungsmittel. Dabei wird insbesondere der internationale Kontext berücksichtigt und die Situation in Deutschland kritisch reflektiert, um zu klären, welche Auswirkungen eine Bargeldabschaffung auf Wirtschaft und Gesellschaft hätte.
3.1 Bessere Kontrolle von Steuerhinterziehungen
Der Bargeldkritiker ROGOFF argumentiert, dass Bargeld Steuerhinterziehung erleichtert. Möglichkeiten hierzu sieht er unter anderem darin, dass Schwarzarbeit anonym und schwer nachverfolgbar mit Hilfe von Bargeld bezahlt werden kann. Elektronische Geldüberweisungen sind besser von den zuständigen Strafverfolgungsbehörden einzusehen, nachzuprüfen und nachzuvollziehen. Dies ist bei Barzahlungen nicht so einfach möglich. In Österreich sind aus diesem Grunde im Januar 2016 Gesetze in Kraft getreten, die sich mit Zahlungen im Baugewerbe befassen. Barzahlungen an Lieferanten, die den Betrag von 500 Euro übersteigen, sind nicht mehr steuerlich abzugsfähig. Außerdem wurde festgeschrieben, dass die Arbeiter in dieser Branche ihren Lohn auf Girokonten überwiesen bekommen müssen.
Zwar ist das Argument der Vermeidung von Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung durchaus nachvollziehbar, jedoch gehen mit der so geschaffenen Transparenz weiterreichende Konsequenzen einher, welche im folgenden Kapitel 3.5 näher beleuchtet werden. Ob durch die österreichische Regelung die Schattenwirtschaft wirksam eingedämmt werden kann, muss sich zeigen. Ferner finden versierte Steuerbetrüger gewiss auch andere Wege und Möglichkeiten, Steuern ohne Bargeld zu hinterziehen. ROGOFF hält dem entgegen, dass Bargeld nicht ohne Grund so beliebt sei, wenn es um die Schattenwirtschaft geht.
1 Einleitung: Einführung in die aktuelle Debatte um die Bargeldabschaffung unter Einbeziehung prominenter Befürworter wie Kenneth Rogoff und der kritischen Gegenpositionen.
2 Grundlagen: Definition des Geldbegriffs und dessen historische Entwicklung sowie Erläuterung der Funktionen und verschiedenen Erscheinungsformen von Zahlungsmitteln.
3 Ausgewählte Chancen und Risiken einer Abschaffung des Bargeldes: Ausführliche Gegenüberstellung der Argumente für und gegen eine Bargeldabschaffung, belegt durch Studien und wirtschaftliche Analysen.
4 Alternativen für das künftige gesetzliche Zahlungsmittel: Diskussion verschiedener Modelle für ein künftiges Zahlungsmittel sowie deren theoretische und praktische Bewertung.
5 Schlussbetrachtungen und Ausblick: Zusammenfassendes Fazit der Arbeit mit einer kritischen Einschätzung zur Realisierbarkeit der Bargeldabschaffung in Deutschland.
Bargeld, Bargeldabschaffung, Geldpolitik, Zentralbank, Giralgeld, Kryptowährungen, Vollgeld, Steuerhinterziehung, Negativzinsen, Datenschutz, Anonymität, Zahlungsmittel, Goldstandard, Währungswettbewerb, Finanzstabilität.
Die Bachelorarbeit analysiert die aktuelle Debatte um die Abschaffung von Bargeld und untersucht kritisch die Argumente der Befürworter und Gegner.
Die Arbeit behandelt die Funktionen des Geldes, Risiken einer bargeldlosen Gesellschaft, technische Zahlungsalternativen sowie volkswirtschaftliche Konsequenzen.
Das Ziel ist es, die Risiken einer Bargeldabschaffung im internationalen Kontext darzustellen und tragfähige Optionen für ein zukünftiges gesetzliches Zahlungsmittel zu evaluieren.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung statistischer Daten und dem Vergleich bestehender Studien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Chancen und Risiken einer Bargeldabschaffung sowie die Vorstellung von fünf spezifischen Alternativmodellen.
Zu den zentralen Begriffen gehören Bargeld, Zentralbank, Vollgeld, Negativzinsen, Datenschutz, Kryptowährungen und Währungswettbewerb.
Negativzinsen werden von Kritikern als Enteignung wahrgenommen, während Befürworter sie als notwendiges Instrument der Geldpolitik sehen, das durch eine Bargeldabschaffung erst voll wirksam würde.
Die Arbeit beleuchtet, dass Bargeld in Krisenszenarien wie Stromausfällen oder Cyberattacken als systemstabilisierendes Zahlungsmittel "of last resort" fungieren kann.
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